zweimonatiges Umweltaustauschstipendium


Zweimonatiges Umwelt-Austausch-Stipendium

Vardø - Ahrenshoop

Das Umwelt-Austausch-Stipendium zwischen Ahrenshoop und Vardø ist ein Pilotprojekt, das 2021 erstmals gemeinsam vom Künstlerhaus Lukas und der Gemeinde Vardø zur Etablierung eines ökologisch motivierten Kulturaustausches ins Leben gerufen wurde.

Das Stipendium setzt sich aus zwei Phasen zusammen: aus der Reisephase, die von Deutschland nach Vardø bzw. von Nordnorwegen nach Ahrenshoop auf nachhaltige Art und Weise beschritten werden soll und der Aufenthaltsphase in Ahrenshoop bzw. in Vardø, in der die Künstler*innen am jeweiligen Zielort für vier Wochen ihre projektrelevante Arbeit weiter entwickeln und vorstellen. Beide Phasen dienen dem Aufspüren des Verhältnisses von kultureller Entwicklung und Natur/Klimaerwärmung. Dafür stehen in Phase 1 vier Wochen für den Hin- und Rückweg und vier Wochen für den Aufenthalt zur Verfügung.

Die Gemeinde Vardø gilt als drittnördlichste Stadt Norwegens. Auf der Insel Vardøya ganz im Osten des Landes gelegen, leben hier knapp 2000 Menschen, die überwiegend in der Fischindustrie tätig waren oder heute noch sind. Kulturell bekam Vardø durch Festivals wie das Pomorenfestival oder das Mahnmal von Louise Bourgeois und Peter Zumthor eine ganz besondere Bedeutung.
Das Ostseebad Ahrenshoop als ehemalige Künstlerkolonie schreibt seit über 125 Jahren Kultur-geschichte. Das Künstlerhaus Lukas als Arbeitsstätte spielt dabei von Anbeginn und besonders heute eine wesentliche Rolle bei der Entstehung von international bedeutsamer Kunst sowie bei der Vermittlung zeitgenössischer Kunst in umfangreichen Präsentationen.

Im Rahmen des Projekts, an dem Künstler*innen der Bildenden Kunst, aus Tanz/Performance und Literatur teilnehmen können, sollen die Stipendiat*innen ihre eigene recherchebetonte Reiseroute planen und dabei alternative, möglichst umweltneutrale Fortbewegungsmittel einbeziehen. Die dabei gewonnenen Erfahrungen, Forschungen und Eindrücke durch das entschleunigte, auf die Umwelt Rücksicht nehmende Reisen ggf. zu Fuß oder mit dem Rad sollen in die Projektarbeit einfließen. Dazu zählen Zustandserfahrungen von Natur, Kunst, Lebensweisen oder Problemlagen der durchquerten ausgewählten Orte, die  während des anschließenden Stipendienaufenthalts künstlerisch umgesetzt und präsentiert werden sollten. Der Kontakt mit der lebenden Bevölkerung an beiden Orten über den künstlerischen Kontext hinaus ist ausdrücklich erwünscht.

Die Künstler*innen agieren im Rahmen dieses Stipendiums als Umweltbotschafter und Vorreiter in der beispielgebenden Entwicklung eines klimaneutralen Kulturaustausches. Dazu gehört neben der Vorstellung ihrer eigenen künstlerischen Tätigkeit in diesem Kontext auch, vermittelnd aktiv werden: Am Zielort stellen sie ein selbst ausgewähltes nachhaltiges Projekt aus ihrem Heimatland vor und nach der Rückkehr an den Ausgangsort präsentieren sie dort ein derartiges Projekt aus ihrer Zielregion, mit dem sie sich während ihres Aufenthalts näher befasst haben. Neben diesen Präsen-tationen wird angestrebt, die Ergebnisse dieser Stipendien in einer Ausstellung und einer Publikation unter Federführung der Partnerinstitute zu zeigen.

In der Pilotphase erfolgt die Ausschreibung über das Künstlerhaus Lukas erstmalig vom 15. Mai bis Ende Juli 2021 für die Jahre 2022 und 2023 statt. Vardø hat dabei ein Vorschlagsrecht für die Bewerber*innen aus Norwegen. Pro Jahr und Land wird ein Stipendium zu vergeben, das dem Künstler bzw. der Künstlerin eine kostenfreie und mit einem Stipendiengeld dotierte Arbeitsmöglichkeit am Zielort bietet. Das Stipendium ist mit 2000 € dotiert. Darin sind die Fahrtkosten enthalten. Die Nominierungen erfolgen durch die Jury im September 2021.

Die Bewerbung muss einen konkreten Vorschlag für die persönliche Reiseroute sowie für die künstlerische Beschäftigung mit den Kernpunkten dieses Themenstipendiums enthalten. Des Weiteren sind fünf Beispiele vergangener künstlerischer Tätigkeiten bzw. Werkbeispiele gefordert.

Weitere Informationen zu den Voraussetzungen für ein Stipendium erhalten Sie unter folgenden Links:
►allgemeine Förderrichtlinien
►Bewerbung



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