Kurator*innenstipendien


Das Künstlerhaus Lukas vergibt zur Entwicklung und Umsetzung ausgewählter Projekte unter Einbeziehung der Werke ehemaliger Stipendiat*innen in der Begegnung mit anderen künstlerischen Positionen ein- bis zweimonatige Kurator*innenstipendien.
Ziel dieser Stipendien ist es, herausragende spartenübergreifende Konzepte interdisziplinäre herausragende kuratorische Konzepte in den Räumlichkeiten des Neuen Kunsthauses in Ahrenshoop zur Ausführung zu bringen. Das gleichzeitige Begegnen und gemeinsame Arbeiten von Kurator*innen und Künstler*innen soll die Verbindung zwischen Kunstentstehung und Kunstpräsentation stärken und zeitgenössische Kunst der Öffentlichkeit vermitteln.

Folgende Themenschwerpunkte und Bewerbungsmöglichkeiten für Kurator*innenstipendien bestehen im Förderzeitraum von zwei Jahren:

► zweimonatige Kurator*innenstipendien zum Thema Umwelt und Nachhaltigkeit, ökologisch sowie in Bezug auf ein friedvolles Miteinander. Jährlich kann ein Projekt zum Thema Nachhaltigkeit in der Verbindung von Kunst und Umwelt entwickelt und realisiert werden. Projektpartner sind das Neue Kunsthaus und der Verein des Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft.
Es wird gebeten, ein Konzept einzureichen, dass in den Räumen und im Außenbereich des Neuen Kunsthauses und ggf. unter Einbeziehung der Landschaft oder des Ortes und seiner Bewohner*innen realisiert werden kann. In der Verbindung von Kunst und Umwelt soll der Projektvorschlag zudem erste Ideen zu einem möglichen Begleitprogramm von mindestens vier Veranstaltungen haben, darin später zu integrierende Fachreferent*innen, Filmpräsentationen, Wanderungen, Aktionen o.ä.. Es wird gebeten, Einheimische und Besucher*innen besonders in die Themenveranstaltungen einzuladen.
Unter Umweltthemen werden das Verhältnis von Mensch und Natur in unterschiedlichsten Zusammenhängen verstanden. Ziel ist, eine öffentliche Plattform für die jeweils brennenden Fragen unserer Zeit aus diesem Themenkomplex zu ermöglichen, um Politiker*innen, Produzent*innen und Verbraucher*innen in die gemeinsame Reflexion und Verantwortung einzubeziehen.

• Die zweimonatigen Kurator*innenstipendien für die Verbindung von Kunst und Umwelt sind mit 2000 Euro dotiert, bestehend aus einem Stipendiengeld in Höhe von 1000 Euro vom Künstlerhaus Lukas und einem Projekthonorar in Höhe von 1000 Euro vom Neuen Kunsthaus.

• Zur Verwirklichung des Projektes dieses Themenschwerpunktes steht ein Budget in Höhe von bis zu 4000 € für Fahrt- und Unterkunftskosten, Transporte, Veranstaltungshonorare und für die Ausstellungsgestaltung zur Verfügung (jeweils nach Bestätigung des Jahreshaushaltes). Für die Gestaltung des Außenraumes am Neuen Kunsthaus kommen 400 € für Transporte hinzu. Zusatzanträge bei Umweltstiftungen können nach der Nominierung sehr gern unterstützt werden.

► einmonatige Kurator*innenstipendien für spartenübergreifende Themen
Jährlich werden je ein Projekt einer thematischen Gruppenausstellung (mit bis zu sechs Beteiligte) und einer Doppelausstellung (zwei Einzelpositionen) gefördert. Anliegen ist neben der Entwicklung innovativer Präsentationsformen für zeitgenössische Kunst deren fachkompetente Vermittlung an das Publikum an einem Ort mit großer historischer Tradition. Die nachhaltige Weiterentwicklung und Präsentation der Werke der Stipendiat*innen des Künstlerhauses Lukas in einem weiterführenden, internationalen und interdisziplinären Kontext wird besonders in Ahrenshoop eine Besonderheit sein, aber die Wahrnehmung zeitgenössischer Kunst insgesamt stärken. Der Projektvorschlag sollte Ideen für drei bis vier Begleitveranstaltungen enthalten.

• Die zweimonatigen Kurator*innenstipendien sind mit 2000 Euro dotiert, bestehend aus einem Stipendiengeld in Höhe von 1000 Euro vom Künstlerhaus Lukas und einem Projekthonorar in Höhe von 1000 Euro vom Neuen Kunsthaus.

• Zur Verwirklichung der Projekte steht für eine Gruppenausstellung bis zu sechs Beteiligten ein Budget in Höhe von bis zu 3500 € und für eine Doppelausstellung ein Budget von max. 2000 € für Fahrt- und Unterkunftskosten, Transporte, Veranstaltungshonorare und für die Ausstellungsgestaltung zur Verfügung (jeweils nach Bestätigung des Jahreshaushaltes). Selbst zu organisierende Zusatzanträge können nach der Nominierung gern unterstützt werden.

Konkrete Möglichkeiten vor Ort

• Die Gastkurator*innen wohnen im Künstlerhaus Lukas und sind Teil seines Stipendienprogramms.

• Es steht jeweils die erste Hälfte der vergebenen Aufenthaltszeit zur freien Projektentwicklung und die zweite Hälfte zur Realisierung (darin Zuarbeit zur Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Abrechnung des Budgets) und Vermittlung an das Publikum im Neuen Kunsthaus zur Verfügung.

• Gefordert sind neben der Ausstellungsgestaltung, dem Aufbau und der Eröffnung der Ausstellung vier zu entwickelnde integrierte Veranstaltungen wie Lesungen, Performances, Gespräche usw..


Allgemeine Voraussetzungen für Kurator*innenstipendien

• Es können sich Kurator*innen, Künstler*innen sowie ehemalige Stipendiat*innen des Künstlerhauses Lukas bewerben.

• Sind Künstler*innen selbst als Kurator*in tätig, können sie nicht mit eigenen Werken am Projekt beteiligt sein – es gilt strikte Trennung von eigener kuratorischer und eigener künstlerischer Tätigkeit.

• An den Kurator*innenprojekten sollen hälftig ehemaligen Stipendiat*innen und neu einzuladenden künstlerischen Positionen beteiligt sein. Informationen zu den ehemaligen Stipendiat*innen sind unter Archiv der Website des Künstlerhauses Lukas zu finden. Die Auswahl obliegt den Gastkurator*innen. Von Vorteil kann die Anfrage einer möglichen Beteiligung der vorgeschlagenen Künstler*innen vor der Konzeptentwicklung sein, die aber bei der Bewerbung nicht vorliegen muss.

• Die Stipendien werden von der künstlerischen Leitung und der unabhängigen Fachjury des Künstlerhauses Lukas ausgewählt.

• Es gelten die allgemeinen Förderrichtlinien des Künstlerhauses Lukas mit Residenzpflicht für die dafür vorgesehenen Aufenthaltsmonate: Mai/Juni oder Juli/September oder November/Dezember), darin die Teilnahme an den internen Gesprächsrunden zu Beginn und zu den Tagen der offenen Tür.

• Die Gastkurator*innen sind bereit, in der Projektzeit die Ausstellungen in Abstimmung mit der künstlerischen und kaufmännischen Leitung vorzubereiten, aufzubauen und zu eröffnen. Ebenso sind sie bereit, insgesamt vier Veranstaltungen durchzuführen (Führungen, Referenten, Filmvorführungen o.ä.) und drei Mal wöchentlich (Sa, So, Mi) vor Ort zu sein, um jeweils ca. zwei Stunden den Besucher*innen Informationen zur Ausstellung zu vermitteln. Ziel ist neben der Umsetzung des Projektes, der Öffentlichkeit zeitgenössische Kunst intensiv, fachgerecht und ideenreich zu vermitteln.

• Die Ausstellungen laufen jeweils bis drei Monate. Die Außenraumgestaltung am Neuen Kunsthaus sollte für die Dauer eines Jahres konzipiert sein. Für die Projekte werden Verträge mit allen Beteiligten abgeschlossen.

• Die allgemeinen Betriebskosten und Öffnungszeiten der Ausstellungen werden durch das Neue Kunsthaus abgesichert.

Einzureichen sind ein Konzeptentwurf für ein zu kuratierendes und umzusetzendes Vorhaben mit Beschreibung des Themas und der Nennung vorgesehener zu beteiligender Stipendiat*innen und Künstler*innen in Wort und Bild. 

Weitere Informationen zu den Voraussetzungen für ein Stipendium erhalten Sie unter folgenden Links:

►allgemeine Förderrichtlinien
►Bewerbung



Seitenanfang