Juni

  Maria Björklund (Köpingebro/Schweden) – Zeichnung, Malerei  

Die schwedische Malerin und Grafikerin Maria Björklund malt häufig Portraits von jungen Frauen. Ihre Bilder zeichnen sich durch eine sanfte Farbgebung und verschwimmende Linien aus. In ihrem Werk beschäftigt sie sich mit der Verletzlichkeit und der Stärke des menschlichen Wesens. Gesten und Mimik zeigen, was hinter den Augen, Gesichtern, Körpern versteckt erscheint – sei es Verlangen oder Melancholie. Ihre Faszination für Mythologie, fantastische Erzählungen, historische und kulturelle Verweise arbeitet sie in ihre Bilder ein. Maria Björklund wurde 1953 in Lund, Schweden geboren. Sie studierte Kunst an der Academy of Fine Arts in Stockholm und der Slade School of Fine Arts in London und konnte ihre Werke in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstel-lungen zeigen, unter anderem Kunsthalle Ystad oder Kunsthalle Kristianstad. Zuletzt erhielt sie ein Stipendium von IASPIS für Monaco.

Abbildung: Ausschnitt aus „Exil“, Öl auf Leinwand, 2015
www.mariabjorklund.se
  Yingmei Duan (Braunschweig) – Tanz/Performance  

Die Tanz- und Performancekünstlerin Yingmei Duan realisiert ihre Performances oft zusammen mit Ton, Video und Installationen. Sie sieht dies gern als spontanes soziales Experiment und entwickelt daher oft frei aus dem Stehgreif heraus einzelne Elemente eines zuvor eingegrenzten nicht selten gegensätzlichen Spielraumes. Dennoch ist Detailgenauigkeit ein ganz wichtiges Element der Umsetzung ihrer Themen. Der menschliche Instinkt (zum Beispiel Angst oder Verlangen) hat eine große Bedeutung bei den Inszenierungen und oft werden Konventionen von Gesellschaft im Zusammenhang mit dem menschlichen Verhalten in Frage gestellt. Yingmei Duan wurde 1969 in Heilongjiang in China geboren. Sie gehörte zur chinesischen Avantgarde und lebte in Beijing im legendären Künstlerviertel East Village als Malerin. In Deutschland absolvierte sie ihr Masterstudium an der Hochschule für Kunst in Braunschweig, wo sie heute lebt. Yingmei Duan stellte weltweit ihre äußerst spannenden Performances vor.



Abbildung: Ausschnitt aus „Sleepless“, 14-tägige Live-Performance-Installation, 2007
www.yingmei-art.com
  Lucy König (Leipzig) – Objekte  

Lucy König beschäftigt sich mit der Bedeutung von Textilien als zweite Haut. Sie untersucht deren raumbildende Funktion, die die Hülle schafft. Ambivalente Verhältnisse von Distanz und Nähe spiegeln sich wieder, genauso wie Geborgenheit und Enge. Hierbei fungiert sie selbst als Model und lässt immer nur kleine Teile von Haut erkennen der Rest wird von den verschiedensten Materialien verhüllt. Lucy König wurde 1988 in Berlin geboren und studierte an der Hochschule für Kunst Burg Giebichenstein in Halle im Fachbereich Bildhauerei/Metall. Sie stellte bereits in Vinje (Norwegen), in der Asfalt Galeri in Istanbul (Türkei) sowie in zahlreichen Orten in Deutschland aus. Unter anderem erhielt sie den Kunstpreis der Stiftung der Saalesparkasse und den ersten Preis für die Gruppenarbeit „The great strength“ beim internationalen Schneesymposium in Vinje/Norwegen. 

Abbildung: Detail aus „Seidiges“ aus der Serie „Hüllen“
Seide, Acrystal, 116 x 42 x 72 cm, 2015 (Foto: Jakob Adolphi)

www.lucykoenig.de


  Dalibor Marković (Frankfurt a.M.) – Mentor „poetry-slam MV“  

Der Poet Dalibor Marković betreut als Tutor den Preisträger des Poetry-Slam Mecklenburg-Vorpommern während eines Arbeitsaufenthaltes im Künstlerhaus Lukas. Markovićs Interesse am Poetry-Slam entstand auf der Bühne und durch die Musik. Vom Beatboxen über die Rapmusik kam er zum Poetry Slam, was sein Interesse hin zum rhythmisierten Text und Vortrag verschob. Er verwendet dafür ergänzend filmische Mittel und dialogische Sequenzen, die er in humorvoller Umsetzung vorträgt. 1975 wurde er in Frankfurt/Main geboren. Er gewann 2010 beim Poetry Slam Festival Zürich und erhielt 2014 in der Kategorie „Teamwettbewerb“ zusammen mit der Poetin Dominique Macri den Titel des deutschsprachigen Poetry Slam Meisters.  

Abbildung: Leseprobe aus „1 : Museum“ aus der Reihe „Fünf-Minuten-Termine“
www.daliborpoesie.com
  Thierry Tidrow (Köln) – Komposition  

Die Werke Thierry Tidrows werden von seiner Begeisterung für Chor- und Vokalmusik geprägt, in der er die Stimme als das faszinierendste Instrument versteht. Diese wurden bereits zahlreich in Europa und Nordamerika aufgeführt, unter anderem durch dem Asko-Schönberg Ensemble (NL) oder dem Talea Ensemble (US). Er erhielt zahlreiche Preise, unter anderem den Jules Lèger Preis für Neue Kammermusik des Canada Council for Arts oder für seine Oper „Less Truth More Telling“ den Preis der SOCAN Foundation. Thierry Tidrow wurde 1986 in Ottawa geboren. Er begann seine musikalische Ausbildung in dem St-Matthew’s Men and Boys choir Centre d’Excellence Artistique am De La Salle Gymnasium in Gesang. Seinen Bachelor of Music Honours in Theorie und Komposition erhielt er an der McGill University in Montréal, wo er Barockgesang studierte. Er studierte daraufhin in Amsterdam und schloss 2013 sein Weiterbildungsstudium in Freiburg ab. Er lebt und arbeitet in Köln.  

Abbildung: Ausschnitt eines Notenblattes
www.thierrytidrow.com
  Artem Zolotarov (Mainz) – Preisträger des Wettbewerbes „poetry-slam MV“  

Artem Zolotarov als Preisträger 2016 schreibt Lyrik, Prosa, aber auch Songs und Theaterstücke. Er sagt über sich selbst, er sei kein Poet, er schreibe nur. Seine Texte sind sehr persönlich und handeln unter anderem von seiner Erfahrung der Migration nach Deutschland. Ein seit 2014 laufendes Projekt „Ich schreibe über dich“ versammelt über 160 Gedichte, die er über jeden verfasst, der ihm ein Foto von sich zukommen lässt. Artem Zolotarov ist 1959 geboren und kann sich seit Oktober 2015 als rheinland-pfälzischen Poetry Slam Meister bezeichnen.  

Abbildung: Leseprobe aus „Die Prinzessin mit den Sprühdosen“
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