Juli

  Daniela Baumgärtl (Berlin) – Drehbuch  

Daniela Baumgärtl arbeitet als Drehbuchautorin und Dramaturgin für Kino und Fernsehen. Filme, an denen sie mitgewirkt hat, liefen auf zahlreichen nationalen wie internationalen Festivals, z.B. bei der Berlinale und wurden mit Preisen wie dem „First Steps Award“ 2011 (DIGAME) oder dem Schweizer Filmpreis (Nominierung für VERLIEBTE FEINDE) ausgezeichnet. Besonders wichtig ist ihr in ihren Drehbüchern die Arbeit an glaubhaften und lebendigen Figuren mit starken Charakteren oder Themen, die eine starke Identität und Relevanz der Geschichte haben. In Ahrenshoop schreibt sie an der internationalen TV-Serie „Confindence Queens“, von Frauen, Familien und Feminismus handelt mit der niemals endenden Frage: „Who tell hell amI“

geboren 1984 in Ingolstadt | 2005-2007: Studium der Theater-, Film- und Medienwissenschaften an der Universität Wien | 2007-2012: Studium Drehbuch/Dramaturgie an der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ | seit 2007: Arbeit als freie Autorin, Dramaturgin und Lektorin, u.a. im Team von „Script House“ Berlin für nationale und internationale Film-, Fernseh- und Hörspielprojekte sowie für Rewrites und Analysen | Stipendien u.a.: 2014 Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf


Abbildung: Ausschnitt eines Videostills aus dem Film „Verliebte Feinde“, 2013

  Ansgar Beste (Münster) – Komposition  

In seiner Arbeit fokussiert Ansgar Beste sein Material auf neue Klänge und Geräuschelemente, die auf konventionellen Musikinstrumenten auf unkon-ventionelle, rein akustische Weise produziert werden. Er verzichtet auf Elektronik und verwendet stattdessen zur Klangverfremdung eine reiche Palette erweiterter Spieltechniken und neu erfundener Instrumentalpräpa-rationen, erzeugt durch externe Objekte auf den Instrumenten. Mit den neuen Klängen möchte er die Feinheiten der uns umgebenden alltäglichen Ge- räuschwelt kompositorisch gestalten und neu hörbar werden lassen. 
 

geboren 1981 in Malmö/Schweden | 2002-2007 Studium Kapellmeister und Komposition an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar, 2007-11 Musikhögskolan in Malmö, 2011-13 Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin, Austauschstudien in Salzburg, Karlsruhe und Graz | Auszeichnungen u.a. 2010 Stuttgarter Kompositionspreis; 2015 1. Preis beim 6. Kompositionswett-bewerb der Delz-Stiftung in Basel; Stipendien u.a. 2011 Villa Concordia Bamberg; 2012 Darmstädter Ferienkurse; 2015 Akademie Schloss Solitude (Sommerakademie) | Festivalaufführungen u.a. 2009 La Biennale di Venezia; 2011 ECLAT in Stuttgart, 2012 Donaueschinger Musiktage (Off-Konzert), 2013 Nordic Music Days und Wien Modern; 2013/15 World (New) Music Days; 2014 MATA in New York; 2015 Lucerne Festival.

Abbildung: Ausschnitt eines Notenblattes

  Kim Dotty Hachmann (Berlin) – Video  

Kim Dotty Hachmann beschäftigt sich in ihrer künstlerischen Arbeit mit Fragen um das Themenfeld Familie. Dabei interessiert sie sowohl die Diskussion in der aktuellen gesellschaftspolitischen Auseinandersetzung als auch ihre eigenen Emotionen und Gefühle. Folglich greift sie Schlagwörter öffentlicher Diskussionen wie Erziehung, Patchwork-Familie oder Homosexualität  ge- nauso auf, wie persönliche Fragestellungen, die sich im Umfeld der eigenen Familie entwickeln. In kurzen Videofilmen, Videoinstallationen und Fotoserien entstehen fantastische Geschichten, die die Gegensätze von Individualität und Gemeinschaft, Nähe und Abgrenzung, Stärke und Schwäche in humor- voller, poetischer und manchmal grotesker Weise herausarbeiten. In Ahrens- hoop ist sie auf den Spuren der Wustrower Malerin Hedwig Woermann, de- ren Lebensgeschichte sie mit der eigenen hinsichtlich eines Lebens als Künstlerin verknüpft.
 

geboren 1974 in Hamburg | 1996-2004 Studium Visuelle Kommunikation und freie Kunst mit Schwerpunkt Neue Medien an der Kunsthochschule Kassel (KhK); bis 2003 Meisterschülerin bei Prof. Nicolaus Ott und Prof. Bernard Stein an der KhK | Stipendien und Auszeichnungen u.a.: 2002 Nominierung für den ZKM Medienkunstpreis;  Anerkennung auf der CYNETart 2004; 2006 Stipendium der Künstlerhäuser Worpswede; 2010 Residency-Program Casa das Caldeiras in São Paulo Brasilien; 2012 Stipendium im Treasure Hill Artist Village in Taipeh

Abbildung: Ausschnitt eines Filmstills aus dem videoloop „circle of life“, 4 Min., 2009/10

  Heike Jeschonnek (Berlin) – Malerei  

Heike Jeschonek zeichnet fiktive, fiktionale Bruchstücke von Gedanken und Erinnerungen  von Gesehenem und Erlebtem in den Schnittpunkten von öffentlichen Orten und der eigenen Biografie. Sie spürt aus ganz persönlich- em Blickwinkel den Lebenssituationen der Menschen zeichnerisch nach, um  die verborgenen Ebenen des Bewußtseins neben real Geglaubtem sichtbar werden zu lassen. Der Mensch selbst als Figur und ebenso später im Bild spürt dabei seine eigenen fragwürdigen oder blitzartig erlebten Räume auf. Der Einsatz von Wachs auf dem Papier unterstützt ihre vielschichtigen Arbeitsvorgänge und verdeutlicht die Arbeitsweise der Künstlerin, dessen Transformationsprozess bewußt mit Kontrollverlusten arbeitet und damit eine ganz eigene Bildhaut sichtbar werden läßt.  

geboren 1964 in Gummersbach | 1985-993 Pädagogigstudium an der Freien Universität Berlin; 1993 – 2001 Kunststudium in der Klasse Diehl an der Hochschule der Künste Berlin mit Abschluss als Meisterschülerin | Stipendien u.a.: 2000 Atelierstipendium Pinnow; 2006 Karl-Hofer-Stipendium


Abbildung: Ausschnitt aus „Große Erwartungen“, Paraffin und Öl auf Papier, 2011

  Birgit Ulher (Hamburg) – Komposition  

Birgit Ulher arbeitet, beeinflußt von der experimentellen und improvisierten Musik und der bildenden Kunst, an einer Erweiterung der klanglichen Mög-
lichkeiten der Trompete durch Verwendung von aufgesplitteten Klängen, Multiphonics und körnigen Sounds. Dabei entwickelte sie eine individuelle, am Klang orientierte Sprache jenseits des offenen Trompetentons unter Ein-
beziehung von besonderen Spieltechniken und Präparationen. Ihre akusti-
schen als auch elektroakustischen Projekte, als Solos oder in Zusammen-
arbeit auch mit Tänzern und Bildenden Künstlern und anderen Musikern, folgen einer offenen Textur mit aufgespaltenen und mehrschichtigen Klangmischungen und verbinden damit improvisatorische Freiheit mit musikalischer Präzision. In einem ihrer jüngsten Projekte geht es ihr darum, ein Trompetensignal zu ‚dekonstruieren‘ und damit der Trompete eine ‚Entmilitarisierung‘ zu ermöglichen.
 

geboren 1961 in Nürnberg | 1980-1984 Studium Malerei und Freien Kunst | 1993-2003 Organisation des alljährlichen Festivals für improvisierte Musik „Real Time Music Meeting“ in Hamburg | Stipendien: 1994 Arbeitsstipendium der Musikerinitiative Schweiz;2001 Stiftung Thyll-Dürr, Studienaufenthalt Casa Zia Lina, Elba, Italien;2003 Stiftung Thyll-Dürr, Studienaufenthalt Casa Zia Lina, Elba, Italien;2010 Arbeitsaufenthalt QO-2, Werkplaats, Brüssel | seit 1992 Teilnahme an zahlreichen Festivals u.a.: 1999 „LEM Festival“, Barcelona/Spanien; 2005 „Plain Music Festival“, Warschau/Polen; 2008 „Edgetone New Music Summit“, San Francisco/USA; 2013 „Altera Festival“, Neapel/Italien; 2015 „2nd anniversary of Umbral“, Mexiko-Stadt/Mexiko | lebt und arbeitet seit 1982 in Hamburg

Abbildung: Ausschnitt aus „Reveille“, einer Komposition für die Klang- und Soundinstallation „Wake-Up“ von Allora und Calzadilla, 2008

  Rebecca Wilton (Berlin) – Fotografie  

Die Werke der Fotografin Rebecca Wilton erzählen spürbar nah und zugleich unwiederbringlich vergangen von einer augenscheinlich vergangenen Zeit. Die zu sehenden öffentlichen und halböffentlichen Räume weisen vor allem auf Orte einstigen kulturellen oder sozialen Lebens. Die Bedeutung läßt sich meist durch die Aufnahme der Spuren nur noch erahnen, die trotz ihrer einstmaligen Funktion beraubt in der Aura zwischen Stille und Attraktion eine ganz neue und präziese Aufmerksamkeit erlangen. Dabei sind die Werke und Bildserien konsequent von einer kompositorischen Ordnung und Ausge- wogenheit geprägt, denen auch die Farben dem jeweiligen kompositorischen Prinzip folgen. Die vorgestellten Räume verwandeln sich somit zur Bühne einer offenen Geschichte.  

geboren 1979 in Berlin | 1999-2008 Studium der Fotografie an der Hoch- schule für Grafik und Buchkunst Leipzig | Meisterschülerin bei Prof. Timm Rautert | Stipendien u. a.: 2013 Stipendium der Käthe Dorsch und Agens Straub-Stiftung; 2008 Arbeitsstipendium der Kulturstiftung Sachsen; 2008 Aufenthaltsstipendium der Bundesregierung für das Deutsche Studien-zentrum in Venedig; 2006 Aufenthaltsstipendium Mecklenburgisches Künstlerhaus Schloß Plüschow


Abbildung: Ausschnitt aus „Ahn (Ancestor)“, C-Print, 120 x 151 cm, 2006
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