Juli

  Katerina Cherevko - Malerei und Buchdesign  

geboren 1978 in Kaliningrad | bis 2002 Studium Buchdesign am Sankt Petersburger Druckinstitut | bis 1997 Studium der Innenarchitektur an der Vyatka Art School |  Preise: Gewinnerin des Wettbewerbs „Art in city space“ des Goethe Instituts | Einzelausstellungen und Projekte u. a.: 2010 audiovisuelle Installation „Dialogue with a picture“ („Dialog mit einem Bild“), Kaliningrad; 2006 Installation, „Dver“ Galerie, Sankt Petersburg | lebt und arbeitet in Kaliningrad

Katerina Cherevko ist Malerin und Designerin. Sie gestaltete und illustrierte bisher Poster und Bücher. So war sie u. a. an den Kinderbüchern „Literature reader for children“ (Kaliningrad, 2008) und „Spring of Wisdom“ (Kaliningrad, 2009) beteiligt. Katerina Cherevko dokumentiert Orte auf taktile Art: Sie sammelt verschiedene Oberflächen und fixiert diese nebeneinander auf Brettern um eine „taktile Symphonie“ zu erschaffen, die sich mit der Handfläche „lesen“ lässt.

Abbildung: Ausschnitt aus „Allergisch gegen Rot“, 2012

  Viktorija Dambrauskaitė - Video/Grafikdesign/Bühnenbild  

geboren 1985 in Klaipėda/Litauen |2003 - 2009 Grafikdesignstudium an der Vilnius Fine Arts Acadamey | seit 2013 freischaffende Künstlerin | 2013 Bühnenbild und Puppendesign für die Klaipėda Puppet Theatre Aufführungen „Egg“ und „Tea Time“ | 2012 Bühnenbild und Puppen für die Klaipėda Puppet Theatre Aufführung „Red Riding Hood“ | seit 2009 Grafikdesign für das Clown Theatre Studio | seit 2007 Grafikdesign am Klaipėda Puppet Theatre | lebt und arbeitet in Klaipėda

 

Viktorija Dambrauskaitė ist Grafikdesignerin, Bühnenbildnerin und Comiczeichnerin. Sie designt Puppen für Puppenspiele für das Klaipėda Puppet Theatre. Ihre farbenfrohen Filzpuppen und ihre Zeichnungen sind modern und jugendlich frisch. Viktorija Dambrauskaitė ist Mitglied in verschiedenen Künstlerorganisationen und Künstlervereinigungen (seit 2010 bei „TEMA“ und seit 2012 bei „Mokyla“). Dambrauskaitė engagiert sich bei diversen internationalen Projekten, u.a. beim „Close Stranger“ Projekt (Danzig-Kaliningrad-Klaipėda) und bei einer Zusammenarbeit beim Comics Zine „Dirty Diamonds“ (Philadelphia/USA). Viktorija Dambrauskaitė besuchte den FASE Europe Flash Animationsworkshop in Potenza/Italien.

Abbildung: Ausschnitt einer Illustration für Postkarten, 2011 

  Zardasht Faraj - Malerei  

geboren 1977 in Bagdad | 1992 Einwanderung nach Schweden | Studium der Freien Kunst an der Skånska målarskola in Malmö | Studium der Malerei und Kunstgeschichte an der Östra Grevie folkhögskola | Studium an der Kunsthochschule Malmö | lebt und arbeitet in Malmö  

Zardasht Faraj ist ein schwedisch-kurdischer Maler. In seinen Arbeiten untersucht Zardasht Faraj die Sprache der Malerei und deren geometrische Grammatik mit Wandmalerei in einer konzeptionellen Tradition. Dabei verwendet er vielfach geometrische Formen wie Dreiecke oder Quadrate. Zardasht Faraj besticht aber auch mit seinen Wolkenlandschaften, in denen er den Himmel und die Wolken in allen Blauschattierungen in Kombination mit Weiß abbildet, sowie mit seinen teils orientalisch anmutenden Gemälden. Beim Betrachten entsteht ein Dialog zwischen Raum und Betrachter, in dem die Räumlichkeit, die Form des Raumes und verschiedene Perspektiven mitwirken. Faraj arbeitete bei früheren Werken mit Wandmalerei, so dass die Bilder direkt den Raum verändern. Wiederholungen, Variationen, Kombinationen von einfachen Elementen werden zu einer räumlichen „Schrift“. Farajs Bilder wirken eher meditativ als rebellisch. Die Gemälde greifen in den Raum ein, aber vermitteln trotzdem eine überraschende Ruhe. Sie haben die Größe einer Vision und fallen auf wie eine Explosion in einem leeren Raum.

Abbildung: Ausschnitt aus ohne Titel, Öl auf Leinwand, 2013

  Sarah Fischer - Grafik  

geboren 1988 in Bad Dürkheim | seit 2013 Studium der Bildenden Kunst an der Universität Greifswald | 2009 - 2013 Studium der Skandinavistik und der Bildenden Kunst | 2010 - 2011 Studienaufenthalte in Schweden an der Umeå universitet | 2008 - 2009 Studium der Skandinavistik und Kunstgeschichte an der Universität Greifswald | 2013 erster Preis „INSOMNALE Wettbewerbs-ausstellung junger Kunst in Mecklenburg-Vorpommern“, CDFI Greifswald | Gruppenausstellungen u. a.: 2013 „INSOMNALE Wettbewerbsausstellung junger Kunst in Mecklenburg-Vorpommern“, CDFI Greifswald; 2011 „Meet All Glass“ Abschlusspräsentation und Ausstellung im Rahmen des Kurses „Glas, Design, Skulptur“ an der Universität Umeå; 2010 „Selbst“, Pommer- sches Landesmuseum, Greifswald | wohnt und arbeitet in Greifswald  

Sarah Fischer ist Grafikerin. Die Greifswalderin arbeitet seit vielen Jahren mit dem Caspar-David-Friedrich-Institut der Universität Greifswald zusammen. Wiederkehrende Themen ihrer Arbeit sind der Wald und die Beziehung zwischen Mensch und Natur, zwischen Individuum und Gesellschaft. Sarah Fischer kombiniert drucktechnisch Farbwalze und Buchdruckfarbe. Ihre Technik ähnelt der Frottage mit Bleistiftzeichnung. Durch das Anlegen verschiedener Bildebenen mit transparentem Zeichenpapier entstehen Bilder mit einer klaren linearen Sprache. Dabei setzt Sarah Fischer konkrete Gegenstände im Zusammenspiel von Fläche und Linie in neue Zusammen-hänge, so dass kleine Geschichten erzählt werden. Mitunter entstehen dabei surreal wirkende Szenerien. Sarah Fischer schuf 2013 eine grafische Serie zu Gedichten des schwedischen Literaturnobelpreisträgers Tomas Tranströmer. Bei Tranströmer dient der Wald als Raum einer positiven Abgeschiedenheit und Geborgenheit, in dem der Mensch als Teil der Natur so sein kann, wie er ist. Der dunkle Wald ist nicht nur Zufluchtsort vor den Zwängen und der Enge der Zivilisation, sondern auch Symbol für innere Ängste und Depressionen. Sarah Fischer greift diese Ideen von Tomas Tranströmer auf und widmet sich bei ihrer Arbeit Fragen wie der Suche des Einzelnen nach der eigenen Identität. Als Preisträgerin des studentischen Wettbewerbs INSOMNALE ist sie an einem traditionsreichen Dreiländerprojekt beteiligt, bei dem junge KünstlerInnen durch das Künstlerhaus Lukas und das Neue Kunsthaus Ahrenshoop zusammen mit dem Klaipėda Kultur- und Kommunikationszentrum, der Grafikwerkstatt KKV und der Skulpturen-werkstatt Monumental gefördert werden. Es ist geplant, dass die Ausstellung 2015 durch alle drei Länder wandern wird. Sarah Fischer arbeitet bei ihren neueren Arbeiten verstärkt fotografisch, meist mit analoger Technik. Auch hier liegt ihren Arbeiten als übergreifendes Thema die Verbindung Mensch-Natur-Gesellschaft zu Grunde.

Abbildung: Ausschnitt aus „Der halbfertige Himmel“ nach dem gleichnamigen Gedicht von Tomas Tranströmer, Mischtechnik und Collage, 2013

  Katharina Quecke - Malerei/Grafik/Fotografie  

geboren 1985 in Marl im Ruhrgebiet | 2011 Meisterschülerin bei Professor Hanns Schimansky in Berlin | seit 2008 Studium der Malerei an der Kunsthochschule Weißensee in Berlin | 2004 - 2008 Studium der Malerei an der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft in Alfter/Bonn | 2007 Studienaufenthalte in Lissabon/Portugal und an der Faculdade de Belas Artes in Porto | Preise: 2013 AOK-Nordost Kunstpreis | Einzelausstellung: 2012 „Die Gesetze der Malerei“ Galerie Escape Surplus, Berlin | Gruppenausstellungen u. a.: 2013 „Kunstbox 2013/Graphik“, Kulturort Depot Dortmund; 2012 „Die Hundeblume“, Galerie forma-t, Berlin; 2012 „48 Stunden Neukölln“, Atelier Sonnenallee 90, Berlin; 2011 „Am Ende glücklich“, Galerie forma-t, Berlin | SupportYourLocalArtist, Bonn | lebt und arbeitet in Berlin  

Katharina Quecke ist Malerin, Grafikerin und Fotografin. Sie kombiniert in ihren Arbeiten Phantasiertes mit der Wirklichkeit. Dadurch erschafft sie ganz eigene Realitäten. In Farbe und Form reduziert verführt sie den Betrachter in die Welt des Erfundenen und lädt ihn ein zu einer Reise in eine graphisch aufgefächerte Papierwelt. Ihren Arbeitsaufenthalt im Künstlerhaus Lukas in Ahrenshoop sowie die Teilnahme an der Wanderausstellung durch die Häuser der AOK ermöglicht ihr eine noch junge Kooperation mit der AOK-Nordost. Quecke ist zudem Organisatorin des Austauschprojekts „beauty through my eyes“, bei dem sudanesische und deutsche Künstler eine gemeinsame Gruppenarbeit realisierten. Katharina Quecke durchreiste den Sudan und Ägypten. Sie gründete die internationale Künstlergruppe t.act, mit der sie ein Projekt in Marrakesch/Marokko, zur AiM Biennale realisierte.

Abbildung: Ausschnitt aus der Ausstellungsansicht von „Werbevirus“, Kreide, 2008

  Walter Thümler - Lyrik und Übersetzung  

geboren 1955 in Oldenburg | Stipendien u. a.: 2007 - 2008 Stipendienauf- enthalt im Künstlerdorf Schreyahn, Niedersachsen; 2006 Stipendium der Stiftung Preußische Seehandlung, Berlin; 2003 Stipendienaufenthalt im Künstlerhaus Lukas | Lyriker und Übersetzer zeitgenössischer englisch- sprachiger und russischer Gedichte | lebt und arbeitet in Wahrenberg  

Im Rahmen der seit Jahren bestehenden erfolgreichen und engen Kooperation mit der Kunststiftung Sachsen-Anhalt wird der Autor Walter Thümler in Ahrenshoop seinen neuen Gedichtband vorstellen. Er tendiert in seinen Gedichten häufig zur in Japan sehr beliebten knappen, spröden Form und zum Sinngedicht. Oft beschreibt er pointiert fokussiert kleine Beobachtungen, einen stillen Moment. Der Lyriker Gennadij Ajgi sagte über Thümlers Werk: „Bei der Lektüre der Gedichte von Walter Thümler entstehen – wie als Erwiderung – Gestalten und eine sich selbst erschaffende Gebetsstille (gleichsam im wortlosen Schweigen) – weit zurückliegende Impressionen, Vermutungen, kostbare Erinnerungen.“

Abbildung: Leseproben aus dem Gedichtband „Was daraus wird“, Leipziger Literaturverlag, 2012

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