April

  Ewa Berg - Malerei/Grafik  

geboren 1958 in Lund/Schweden | 1987 - 1993 Studium der Bildenden Kunst an der Malmö Konstskola Forum | 1982 - 1983 Studium am San Francisco Art Institute | 1979 - 1984 Studium Textilkunst an der Konstindustriskolan | seit 2006 Kunstpädagogin | Einzelausstellungen u.a.: 2010 „Conversations“, Konstfrämjandet, Malmö; 2008 „Living-room“, Galleri Grafiska Sällskapet, Stockholm; 1998 „Viriditas“, Kulturhuset Valfisken, Simrishamn | Gruppenausstellungen u. a.: 2013 „Black and White“, Landkrona; 2009 „Graphics on other than paper“, Klippans konsthall; 2004 „WG-Plein Artist-to-Artist“, Amsterdam Rostrum, Amsterdam | lebt und arbeitet in Malmö



Ewa Berg ist Malerin und Grafikerin. Die Künstlerin arbeitet in Serien sowohl mit Malerei als auch mit Siebdruck, wobei die Farben und die Materialität der Farben eine Resonanz auf Ewa Bergs figurativen Elemente bilden. Das Abstrakte und das Figurative können als permanente Dramen gesehen werden, bei denen entweder die Farbe oder die Verzierungen das leitende Merkmal sind. Die figurative Form in Ewa Bergs Gemälden kommt aus alltäglichen Objekten, Möbeln und Räumlichkeiten, aber auch Unkräuter und Pflanzen haben kürzlich Einzug gehalten. Die Figuren bringen die Räume des Bildes ins Spiel. Berg verwendet Bilder und Fragmente wieder – Ausschnitte aus Zeitungen, Zeitschriften, Landkarten, Mustern und Büchern usw. und setzt sie in neue Verbindungen und Beziehungen. Der alltägliche Raum, der Raum des Kammerspiels, der Raum der Farbe und Natur, Virginia Woolfs Essay „Ein Zimmer für sich allein“ inspirieren Ewa Berg.

Abbildung: Ausschnitt aus der Serie „Cries and Whispers“, Mixed media, 2013

  Björn Olsson – Video/Fotografie  

geboren 1976 in Helsinborg/Schweden | 2002 - 2005 Studium der Fine Arts in Visual Arts an der Malmö Art Academy | 2000 - 2001 Studium an der Royal Academy of Fine Arts in Visual Arts in Kopenhagen | 2012 Arbeitsauf-enthalte beim Nordic Artists’ Centre Dale in Dale/Norwegen und in Kairo | Einzelausstellungen u. a.: 2009 „Warrior Night“, fotogalleriet format, Malmö; 2008 „Lingering Light“, 300m³ art space, Göteborg; 2005 „Skogarna är redan svarta, himmelen är annu blå“ („Der Wald ist schon schwarz, der Himmel ist noch blau“), Galleri Peep, Malmö | Gruppenausstellungen u. a.: 2014 „Denkräume 2014“, Neues Kunsthaus, Ahrenshoop; 2008 „Flower Power“, Rauma Biennale Balticum, Rauma Art Museum/Finnland; 2007 „Is och Eld“ („Eis und Feuer“), Viserum Art Center, Viserum/Schweden | lebt und arbeitet in Malmö/Schweden



Björn Olsson ist Videokünstler und Fotograf. Er erforscht unsere Einstel-lungen zu Zeit und unsere direkte Umgebung mit einem fast wissenschaft-lichen Ansatz. Björn Olsson arbeitet hauptsächlich mit Bildern und Videos und stellt dabei das Vergehen und die Veränderung von Zeit, Bewegung und Umgebung dar, in der wir uns kontinuierlich befinden – oft ohne dass wir es bemerken. Durch seine Arbeit transformiert Olsson das Universelle in das Persönliche und registriert das subjektive Erlebnis des Individuums in dessen Leben und Existenz und bildet es ab. Jede Sekunde und Bewegung erhält Bedeutung und bildet eine Erinnerung, dass unsere Zeit andauernd verstreicht, während der zyklische Fortgang der Uhr und der Natur uns ein Gefühl der Sicherheit und Stabilität bietet.

Abbildung: Ausschnitt aus „Gulli fjallið“ Pigment on paper, 142 x 120 cm, 2014

  Rebecca Wilton – Fotografie  

geboren 1979 in Berlin | 1999 - 2008 Studium der Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig | Meisterschülerin bei Prof. Timm Rautert | 2008 - 2010 Projekt Kaufhaus Joske, Leipzig | Stipendien     u. a.: 2013 Stipendium der Käthe Dorsch und Agens Straub-Stiftung; 2008 Arbeitsstipendium der Kulturstiftung Sachsen; 2008 Aufenthaltsstipendium der Bundesregierung für das Deutsche Studienzentrum in Venedig | Einzelausstellungen u. a.: 2013 „moderngothic“, Galerie Jochen Hempel, Berlin; 2010 „Queen of the Meadow“, Goethe-Institut Helsinki/ Finnland; 2006 „Häuser und Paläste“, Dogenhaus Galerie, Leipzig | Gruppenausstellungen   u. a.: 2013 „Cumuli. Zum Sammeln der Dinge“, L40, Berlin; 2013 „Fotografie seit 1839“, Museum der Bildenden Künste, Leipzig; 2009 „Nichtorte, Orte“, Galerie für Zeitgenössische Kunst, Leipzig

 

In Rebecca Wiltons großformatigen Fotografien („Häuser und Paläste“) bildet eine sichtbar historisch gewordene Vergangenheit die Bühne für eine Akteurin, die auf ihre Gegenwart verweist. Eine Gegenwart zum Zeitpunkt des Entstehens des Bildes, die nunmehr wiederum historisch geworden ist. Der Umgang mit persönlicher und kollektiver Geschichte, ihr Sichtbarwerden an Architektur als Erinnerungsträger, deren Überformung und Reinszenierung sind zentrale Themen in Wiltons Arbeiten. Zunehmend stellt sie in ihrer Arbeit Fragen über die Rolle der Fotografie in diesem Kontext als vermittelndes Medium: Sowohl in ihrer direkten Verwendung als historisches Material (z.B. historische Stadtansichten) als auch in ihrer eigenen fotografischen Konstruktion zwischen Dokumentation und Inszenierung. 

Abbildung: Ausschnitt einer Fotografie aus der 32-teiligen Serie „Wiesen“, C-prints und Handsatz auf Passepartout, 26×32 cm, 2010–2013

  ZELLE ROSTOCK  
  Broder Burow – Skulptur  

geboren 1949 in Lindholm | seit 1978 selbstständig mit eigener Werkstatt | 1972 - 1978 Ausbildung als Drechsler | 1965 - 1968 Tischlerlehre | Gruppenausstellungen u. a.: 2013 „idyll. under construction #3“, ZELLE ROSTOCK in Demmin; 2013 „Ungefährliche Veränderungen“, Galerija , Zagreb, Kroatien; 2012 „Kapitelle der Stille“, St. Georgen, Wismar; 2008 „Kunstkreislauf 2008“, Schloss Plüschow | lebt und arbeitet in Kaarz

 

In der künstlerischen Arbeit von Broder Burow ist Holz das wichtigste Material. Mit diesem Material untersucht der Künstler Form und Raum, Ober- fläche und Struktur. Die Objekte sind meistens aus verleimten Holzplatten zusammengefügt. Durch Schichtung einzelner Flächen werden Körper geformt und die Kanten der Holzplatten werden zu neuen Flächen. Die Holzoberfläche wird teilweise so gelassen oder sie wird mit einem Farbauf- trag übermalt, wodurch es zu einer anderen Gewichtung der Flächen kommt.

Abbildung: Ausschnitt aus „Romanze“, Holz, Farbe, 300 x 230 x 36 cm, 2009

  Bernhard Schrock – Malerei/Grafik  

geboren 1953 in Neubrandenburg | seit 2008 Gründungsmitglied der Künstler-gruppe ZELLE ROSTOCK | seit 1990 Mitglied im Künstlerbund Mecklenburg-Vorpommern | seit 1983 - 1990 Mitlgied im Verband Bildender Künstler DDR | Stipendien u. a.: 2012 Austauschstipendium des Künstlerhauses Lukas/ Ahrenshoop in Kaliningrad/Russland; 2011 Otto-Niemeyer-Holstein-Stipendium; 2004 Arbeitsstipendium der Stiftung Dr. Robert und Lina Thyll-Dürr/Schweiz nach Elba/Italien | Einzelausstellungen u. a.: 2013 „Was treibt dich mit lila Stift?“, Kunstsammlung Neubrandenburg;  2008 „Jenseits der Elbe“, Kunstfleck, Dahlenburg; 1999 „Schwere Leichtigkeit“, Kunstsammlung Neubrandenburg | Gruppenausstellungen u. a.: 2012 „Realissima“, Kunst-halle, Wittenhagen; 2011 „Idyllic news“, Plüschow Lounge, Plüschow; 2004 „11 Künstler aus MV“, Museum, Blackburn/England | lebt und arbeitet in Podewall bei Neubrandenburg

 

Bernhard Schrock ist Maler, weniger Grafiker im Sinne von Druckgrafik. Seine Arbeitsfelder sind Acrylmalerei kombiniert mit Tuschen, Stiften oder Collageelementen. Im besten Falle entstehen zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit stehende Bilder von poetischer Ausdruckskraft. Das mehrfache Übermalen einer Leinwand, das Abwaschen und Abkratzen von Farbe, das erneute Tränken der Leinwand verleihen dem Bildgrund einen häufig fragilen und zuglich kraftvollen Bildkosmos.


Abbildung: Ausschnitt aus „Großer See (II)“ Acryl, Tusche, Collage auf Papier, 49 x 70, 2009/2010

  Iris Thürmer – Malerei/Zeichnung  

geboren 1962 in Leipzig | 1981 - 1986 Studium der Malerei an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig bei Bernhard Heisig | 1991 - 1996 Aufbau des Kindermuseums Halle e.V. | Auszeichnungen: 2012 Rostocker Kunstpreis für Freie Grafik/ Handzeichnung; 2008 Aufenthaltsstipendium Schloss Wiepersdorf; 2004 Stipendium Virginia Center for Creative Arts/USA; 1999 Arbeitsstipendium des Landes Mecklenburg-Vorpommern | 2008 Gründung der Künstlergemeinschaft ZELLE ROSTOCK | Einzelausstellungen: 2012 „systems“, Galerie wolkenbank, Rostock; 2010 „20 Arten zu vergessen“, Galerie wolkenbank; Rostock | Gruppenausstellungen: 2012 „Diva und Heldin – Frauenbilder in Ost und West“, Automobilforum Unter den Linden, Berlin; 2009 „das ist meins und das ist deins“, Galerie wolkenbank, Rostock; 2005 „offshore - splinter, Fragmentierung als bildnerisches Mittel“, Künstlerhaus Schloss Plüschow und Kunsthaus Essen | lebt und arbeitet in Wolthof und Nossendorf/Mecklenburg-Vorpommern

 

Iris Thürmer ist Bildende Künstlerin. In ihren frühen Arbeiten konzentrierte sie sich auf die figürliche Malerei. Mittlerweile widmet sie sich abstrakten Dar- stellungen, häufig in Kombination mit Schrift und Zeichen. Bei ihrer Malerei und auch bei ihren Zeichnungen verwendet Iris Thürmer oft Linien, Muster, Buchstaben und Schraffuren. Bei ihrer Malerei überlagert sie ihre Werke vielschichtig, bei ihren Zeichnungen, dagegen verwendet sie eine spezielle Technik mit selbsther-gestellten Schablonen. Iris Thürmers so entstehenden, in Rot oder Schwarz gehaltenen Werke, muten wie Strichcodes oder abstrahierte Baupläne an.


Abbildung: Ausschnitt aus der Serie „systems“, Bleistift, Pigmenttusche auf Himalayapapier, 2011

  Reinhard Thürmer – Skulptur/Installation  

geboren 1962 in Halle/Saale | 1995 - 1997 Studium im Fachbereich Keramik an der Burg Giebichenstein in Halle | 1990 - 1995 Studium der Bildhauerei an der Burg Giebichenstein | Stipendien und Auszeichnungen u. a.: 2007 Landessti- pendium für das Schleswig-Holstein-Haus in Rostock; 2003 Stipendium des Virginia Center of Creative Arts/USA; 2001 Stipendium an der Cité International des Arts in Paris | lebt und arbeitet in Wolthof/Mecklenburg-Vorpommern

 

Reinhard Thürmer arbeitet derzeit nach dem Ausloten der Dimensionen des Raumes wieder intensiv im Atelier. Bei seinen Arbeiten geht es darum, in der Natur genau hinzuschauen. Ausgangslage sind die Komposition der Formen und das Feilen am Detail. Reinhard Thürmer arbeitet so lange an seinen Skulptur, bis etwas unverrückbar Stimmiges entsteht.

Abbildung: Ausschnitt aus „Lepus, 2012

  Ruzica Zajec – Installation  

geboren 1959 in Osijek/Kroatien | Meisterschülerin bei Prof. Peter Redeker | 1991 - 1997 Studium der Bildenden Kunst an der Fachhochschule Hannover | 1983 - 1988 Studium Grafikdesign an der Akademie der Künste in Sarajevo/ Bosnien und Herzegovina | Auszeichnungen u. a.: 2008 Aufenthaltsstipen- dium in Japan (Deutsch-Japanische Gesellschaft Rostock); 1997 DAAD-Preis für ausländische Studierende an deutschen Hochschulen | 2010 Arbeitssti-pendium in Malmö durch das Künstlerhaus Lukas | Einzelaus-stellungen u. a.: 2011 „Kleine Windstille“, Galerie wolkenbank, Rostock; 2009 Das Porträt der Linie“, Kunstraum 22, Köln; 2009 Areale“, Galerie im Rauthaus, Waren | Gruppenausstellungen u. a.: 2013 „Textil, Porzellan, Keramik, Glas - Aus- stellung zum Rostocker Kunstpreis“, Kunsthalle Rostock;; 2013 „LINE DRIFT LOCI“, Campbell Works, London/England; 2012 „3+7 young art from three countries“, Skanes konstförening, Malmö/Schweden; 2010 „Von der Linie in der Skulptur“, Neues Kunsthaus Ahrenshoop | lebt und arbeitet in Kaarz

 

Der Schwerpunkt ihrer künstlerischen Arbeit ist die Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten verschiedener Materialien insbesondere von Glas, mit dem Ziel bestimmte Kontexte als Wahrnemungsaufgaben zu schaffen. Oft geht es um neu erschaffene Räumlichkeiten. Nah an die Grenze des Wahrnehmbaren zu gehen oder das Gewöhnliche durch neue Kontexte in Vordergrund zu bringen. Durch Offenbarung neuer Möglichkeiten werden besondere Situationen erschaffen,die die Wahrnehmung fordern. Es geht nicht nur um ästhetische Abwege von der Realität, sondern auch um neue Wege des Verständnisses.


Abbildung: Ausschnitt aus „EINTRAG“, Glas und Farbe, 2012

  Tanja Zimmermann – Malerei/Zeichnung/Grafik  

geboren 1960 in Pirna | 1989 - 1991 Meisterschülerin bei Prof. Johannes Heisig | Fachklasse Malerei/Grafik bei Prof. Gerhard Kettner | 1980 - 1987 Studium an der Hochschule für Bildende Künste Dresden  | 2006 Austausch-stipendium Villa Muramaris auf Gotland/Schweden | Preise und Stipendien u. a.: 2013 Aufenthaltsstipendium für das „Virginia Center for Creative Arts“, Virginia/USA; 2012 Reisestipendium des Landes Mecklenburg-Vorpommern für Island, „Nes“, Skagastroend; 2008 Kunstpreis der mecklenburgischen Versicherungsgruppe für Bildende Kunst in Mecklenburg-Vorpommern | Einzelausstellungen u. a.: 2014 „Hochsommer“ und 2011 „Seid Ihr alle da?!!“, Galerie wolkenbank, Rostock; 2010 „mecklenburg collection“, Bertold Brecht Haus, Berlin; 2000 „Fünf Hunde“, Galerie Adlergasse, Dresden | Gruppenaus-stellungen u. a.: 2014 „Zeichnungen“, Schloss Plüschow; 2012 „twist and shout“, Studio im Hochhaus, Berlin; 1998 „Grauvogel“, Kunstkaten Ahrenshoop; 1996 „Goldrausch VII“, Berlinische Galerie, Gropiusbau, Berlin | lebt und arbeitet in Klein Warin

 

Tanja Zimmermanns Kompositionen versuchen das Flüchtige, Fragmen- tarische unserer Wahrnehmung immer wieder in eine fragile Balance zu bringen, die auf einer intuitiven Erfahrung im Umgang mit der „Ordnung der Dinge“ beruht. Sie sind Suchbilder nach Geborgenheit im Naturzusammen- hang, entstanden aus dem Bewusstsein, dass wir diesen unwiderruflich verloren haben. Dennoch weckt das Blau als Farbe des Himmels und des Wassers in Zimmermanns Bildern beim Betrachter die Sehnsucht „etwas, das allen in die Kindheit scheint und worin noch niemand war: Heimat.“ (Eckhard Gillen) 

Abbildung: Ausschnitt aus „boats“, collage, 48 x 34 cm, 2013

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