Oktober

  Ingibjörg Gunnlaugsdóttir - Fotografie/Grafik/Objekte  

geboren 1956 | 1978-80 Schule der Bildenden Kunst in Reykjavík/Island | 1980-1985 isländische Hochschule für Kunst und Handwerk, Textilabteilung | 2001-2005 Universität von Island, verschiedene Weiterbildungskurse | seit 1999 Geschäftsführerin vom Verband bildender Künstler in Island, SÍM | lebt und arbeitet in Kópavogur/Island

Ingibjörg Gunnalaugsdottir verbindet in ihrer Arbeit traditionell unterschied- liche Materialen. Textil mit Fotografie, Zeichnungen mit Wasserfarbe oder Tinte. In Ihrer letzten Schaffensphase entstanden aus recyceltem Porzellan- geschirr neue funktionelle Objekte und Skulpturen. In Ahrenshoop wird sich die gebürtige Isländerin weiter mit der Verbindung von Kunsthandwerk und traditionellen Objekten beschäftigen.


Abbildung: Ausschnitt aus „Djúpid II“ Isafjarðardjup Westfjords, Iceland Photography, digital print, 40 x 30 cm, 2013

  Christine Hoba - Literatur  

1961 in Magdeburg geboren | Studium der Chemie, Ausbildung zur Buch- händlerin und Bibliotheksassistentin | seit 2001 Mitglied des Förderkreises der Schriftsteller in Sachsen-Anhalt | 2002 3. Preisträgerin des MDR Literatur-preises | 2003 Anerkennungsurkunde der Frau Ava Gesellschaft für Literatur | 2006 Arbeitsstipendium der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt | 2010 Aufenthaltsstipendium Denkmalschmiede Höfgen sowie Stadtschreiberin in Halle | lebt und arbeitet in Halle (Saale)  

Christine Hoba schreibt Lyrik, Prosa, Kinderliteratur und Hörspiele und ist eine souveräne Erzählerin mit unverwechselbarem Stil. In Ahrenshoop möchte sie Texte zu einer Sammlung vervollständigen, die ihre surrealen Miniaturen, Traumnotate, Parabeln und kleine Erzählungen enthalten wird. Thematisch handeln diese von Menschen, denen der feste Grund einer allgemeinen  Lebensprakti- kabilität entzogen wurde oder diese noch nicht erlernt haben, da sie noch Kinder sind.

Abbildung: Ausschnitt einer Leseprobe aus „Der Ton der Glocken über dem Meer“

  Anna Linke - Video  

geboren 1984 in Hamm | 2006-12 Studium der Visuellen Kommunikation an der Bauhaus-Universität Weimar im Bereich Videokunst | Stipenien/Preise u.a.: 2011 Auszeichnung „Best International Film“ beim Offschoot Film Fest, USA; Auszeichnung mit dem Hochschulpreis der Bauhaus-Universität Weimar | 2012 Teilnahme am Berlinale Talent Campus; Stipendium des schleswig-holsteinischen Künstlerhauses Eckernförde; Stipendium der Kulturstiftung Thüringen | Ausstellungen und Filmfeste u. a.: 2009 Filmfestival Thunersee, Schweiz; 2010 26. Internationales Kurzfilmfestival Berlin – Interfilm; 2011 22. São Paulo International Short Film Festival, Brasilien; Monaco Film Festival, Monaco | 2012 East End Film Festival, London | lebt in Hamburg

 

„Ein Film erinnert sich selbst.“ So beschreibt Anna Linke den Fokus ihrer Arbeit. Ihr geht es einerseits um Alltagsbeobachtungen, die aber als Teil eines Prozesses, eines Fortschreitens, verstanden werden sollen. In ihrer Video-Arbeit „Arbeiter verlassen die Fabrik“ machen sich die Protagonisten auf, die Fabrik zu verlassen: Karin hat einen Job in einer Metallfabrik, wo sie Tag für Tag diesselben Handgriffe erledigt. Als ein Neuer in der Fabrik anfängt, scheint die Eintönigkeit ein Ende zu haben. Denn der Neue findet nicht nur Gefallen an Karin, sondern auch an den seltsam anmutenden Metallfiguren, die Karin heimlich vor Arbeitsbeginn herstellt. Und so schweißen sie bald Figuren um die Wette. 

Abbildung: Ausschnitt aus einem Videostill aus der Video-Arbeit „Arbeiter verlassen die Fabrik“ (10 min), 2010

  Johanna Pihlajamaa - Grafik  

geboren 1973 in Nivala/Finnland | 1993-97 Studium der Bildenden Kunst an der Kunstakademie in Imatra | 2000-03 Studium der Bildenden Kunst an der Polytechnischen Universität für angewandte Wissenschaft in Tampere/ Finnland | Stipendien u. a.: FinnisGesellschaft Bildender Künstler, 2004 Sleipnir-Nifca Reisestipendium | 2005 The Pirkanmaa Regional Fund of the Finnish Cultural Foundation, Projektstipendium | 2007 Alfred Kordelin´s Foundation, Projektstipendium | 2008 Finnish Cultural Foundation, Kunst-stipendium | 2009 City of Tamere, Kunststipendium; Kuvasto ry, the Copyright Association of Artists, Rajataide ry, ehrenamtliches Mitglied | 2011 The Artist Council of Finland, Projektstipendium | lebt und arbeitet in Tampere/Finnland   

Johanna Pihlajamaa verwendet u.a. die traditionelle Bildschnitzerei ihrer Heimat auf Birkenholz und versetzt die Bilder mit Druckpresse auf Papier. Dies jedoch nicht als klassische Drucktechnik, um danach eine konsequente Wiederholung durchzuführen, sondern um eine subordinierte Technik zu erstellen. Die Farbenversetzung auf Papier bietet besondere Variations-möglichkeiten an, die für Werke von Johanna Pihlajamaa essenziell sind. Diese machen ihre Kunstwerken einzigartig. 

Abbildung: Ausschnitt aus „Circle I“, Holzschnitt, 120 x 190 cm, 2009 

  Alexandra Schewski - Malerei  

geboren 1977 in Berlin-Friedrichshain | 1997-2002 Studium der Freie Malerei/ Grafik an der Hochschule für Bildende Künste Dresden | 2002-04 Meisterschülerstudium bei Prof. H. P. Adamski | Stipendien, u.a.: 2005 Arbeitsstipendium, Kommunale Kulturförderung der Landeshauptstadt Dresden; 2008 Kommunale Kulturförderung der Landeshauptstadt Dresden, Teilförderung der Ausstellung „Infern“; 2009 Aufenthaltsstipendium des Landes Brandenburg im Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf | Einzelausstellungen: 2002 „Pool“, Diplom, HfBK Dresden; 2003 „Clench“, Schauspielhaus Dresden; 2007/08 „Infern“, Galerie treibhaus, Dresden; 2009 „Unschein“, Galerie Junge Kunst, Kunstverein Trier | Gruppenaustellungen u.a.: 2002 „DASBILD“ Galerie am Kietz, Schwedt/Oder; „Lichter“, Typoart Dresden; 2006 seitenstreifen, Ausstellung mit Jan Kromke, Galerie, HfBK Dresden; 2008 „PZZ 2, Positionen Zeitgenössischer Zeichnung 2“, Delikatessenhaus, Leipzig | lebt und arbeitet in Dresden und Ferch  

Alexandra Schewski setzt sich mit dem „Einraum“ als kleinste Einheit gebauter Architektur auseinander. Gebunden an ihre Funktionsweisen haben sich vielfältigste Ausdrucksformen dieser Einraumarchitektur gebildet. Neben der meist elementaren Bauweise und Schutzfunktion ist ihnen eine gewisse Abseitigkeit eigen. Sei es, weil sie selten substantieller Bestandteil des Alltags sind oder weil sie sich in einer örtlichen Abseitigkeit befinden. Die unterschiedlichen Ausdrucksformen dieser Einräume sind die Grundlage für formal gestalterische Untersuchungen in Alexandra Schewskis Arbeit. Neben der Frage nach Darstellbarkeit von Kleinstarchitektur als etwas, dass sensuell wahrgenommen und zeichenhaft erinnert wird, spielt vor allem die Frage der Proportionen eine zentrale Rolle. Die Frage nach dem Maß im Bild und dem der Arbeit selbst verbindet sich wiederum mit der nach dem menschlichen Maß. 



Abbildung: Ausschnitt aus „Bungalows (1)“ Öl auf Leinwand, 22 x 33 cm, 2010
  Maria Sukhomlina - Design
 


geboren 1989 in Kalinigrad | Designerin für Schmuck, Mode und Accessoires | lebt und arbeitet in Kaliningrad

 

Maria Sukhomlina legt den Schwerpunkt ihrer Arbeit auf die Zusammenführung von Mode und Kunst, sowie auf traditionelle russische Volkskunst. Aktuell arbeitet sie an einer Serie von Street Art Posters mit Artefakten, die Entwicklungen der traditionellen russischen Kultur dokumentieren. Zusammen sind Ekatarina Jurzhichina und Maria Sukhomlina die Künstlergruppe Fuskins. 

Abbildung: Performance der Gruppe „Furskins“

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