Oktober

  Eiko Borcherding – Hamburg  

geboren 1977 in Aurich | Studium an der FH Hannover und HAW Hamburg, Diplom 2006 | Preise: 2005 1. Preis Kunst am Bau, Wettbewerb der Universi- tät Hamburg; 2009 Kunstpreis der Gemeinde Rastede | Einzelausstellungen u.a.: 2005 „Farbradierungen“, H. Laatzen, Hamburg; 2006 „Les Fleurs du Mal“ Radierungen, SKAM, Hamburg; 2008 Galerie Sebastian Drum, Schleswig; 2008 Lilienthal, Hamburg | Gruppenausstellungen u.a.: 2005 „Internationale Biennale für Mini Prints“, Tetovo, Macedonien; 2007 „Konzentrat“, HAW Hamburg; 2008 „ElbArt“, Hamburg; 2008 Galerie Moser, Osnabrück; lebt und arbeitet in Hamburg 

Neben Zeichnungen und Grafiken und stehen auch Illustrationen und Wand- bilder im Mittelpunkt des Gesamtwerks Borcherdings. Er beschäftigt sich mit den Möglichkeiten des Zeichnens und zwar mit allen Registern und auch im großen Format. Die Ergebnisse sind oft eher stille Arbeiten, deren zarte Linien und pastellige Farben den Betrachter in den Bann ziehen. Neben der Lust am Geschichten Erfinden steht bei Borcherding der Spaß am Experi-mentieren. Manchmal treffen sich dabei Nostalgie und radikale Verfremdung: zunächst Vertrautes wird durch heftige Störungen erschüttert. Eiko Borcherding erhielt ein Austauschstipendium für das Grafikenshus Mariefred/Schweden.

Abbildung: Ausschnitt aus ohne Titel, Acryl und Bleistift auf Papier, 2007
  Michael Jochum – Augsburg  

geboren 1953 in Wien I 1988 Besuch der Klasse Fotografie von Michael Schmidt, Berlin an der Internationalen Sommerakademie für Bildende Kunst, Salzburg I 1995 Gründung des FOTOWERKs – Forum für Fotografie und Kunst, Augsburg I seit 1988 freischaffender Fotograf, Leiter von Fotografie-Workshops und Leitung des Projekts Fotografie an der Münchner Volkshoch-schule I 2007 Lehrauftrag an der Ostkreuzschule für Fotografie, Berlin I Preise und Stipendien u.a.: 2004 Arbeitsstipendium am Thomas-Mann-Haus, Nidden/Litauen; 2006 Kunstpreis Gersthofen I Einzelausstellungen u.a.: 2001 „rites de passage“, Giedre Bartelt Galerie Berlin; 2004 Aspekte Galerie, Mün- chen; 2007 „selbst R.o.T.“, Haus der Fotografie, Burghausen; 2008 „selbst“ Galerie des Bezirks Oberbayern, München I Ausstellungsbeteiligungen u.a.: 1992 Centre National de la Photographie, Palais de Tokyo, Paris; 2006 Meno Parkas Galerie, Kaunas/Litauen; 2006 „I am an artist, I love myself“, Giedre Bartelt Galerie Berlin I Publikationen u.a.: diverse Künstler-bücher, in Photonews und Camera Austria I lebt und arbeitet in Augsburg 

Licht und Schatten, schwarz und weiß, das Vage und Grobkörnige ist das Bildmaterial Michael Jochums - Material, aus dem nicht greifbare Träume ge-macht sind, die selbst aus der Nahsicht nicht schärfer erscheinen, sondern sich mehr und mehr in ihre Bestandteile auflösen. Seine Bildserien sind ex-perimentelle Erkundungen seiner selbst, uneindeutiger Körper und subjek-tiven Erinnerns. Das einzelne Bild ergibt hier nie ein Ganzes, Ausschnitte und Spuren verweisen lediglich bruchstückhaft auf Vergangenes und Bestehen-des. 

Abbildung: Ausschnitt einer Fotografie aus dem Katalog „selbst“, 2008
  Marta María Jónsdóttir – Reykjavík  

geboren 1974 in Rejkjavik/Island | 1996-97 Utrecht school of the Arts, Utrecht, Niederlande (Erasmus)| 1998 BA Fine Art, The Icelandic College of Arts and Crafts, Reykjavik, Island | 2000 MA Fine Art, Goldsmiths College, University of London, UK | 2004 Diplom in Charakter-Animation, London Animation Studio, Central Saint Martins College of Art and Design, London, UK | Ausstellungen u.a.: 2002 „Get Out of Here, Life is Life” Gallery Home Sweet Home, Reykja- vik; 2007 „Too Art for TV, Too” Second Annual Exhibition for New York´s Animation Industry, Stay Gold Gallery, Brooklyn NY; 2008 „Toxicated above neckline” (in Zusammenarbeit mit Arnaldur Máni Finnsson), Island; 2008 „God´s word” (in Zusammenarbeit mit Arnaldur Máni Finnsson) Listasafn Akureyrar, Island

Marta María Jónsdóttir schafft Animationen und Illustrationen, u.a. für Musikvideos (Bride Band, Eliza Newman), CD-Covers oder interaktive Computerspiele für Kinder. 

Abbildung: Ausschnitt aus ohne Titel, Acryl auf Leinwand, 50x60 cm, 2009

  Pèter Köszeghy – Berlin  

geboren 1971 in Balassagyarmat/Ungarn I 1989-1992 Querflötenstudium an der Franz-Liszt-Musikakademie, Budapest I 1993-1999 Kompositionsstudium an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin I seit 1997 Lehrertätigkeit für Komposition, Quer- und Blockflöte I Preise und Stipendien u.a.: 1999 Arbeits-stipendium der Akademie der Künste, Berlin; 1999 1. Preis beim Komposi-tionswettbewerbs des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden; 2006 1. Preis des internationalen Kompositionswettbewerbs für das Trio Aeolian; 2. Preis des internationalen Kompositionswettbewerbs „In memorian Gy. Ligeti“ des ungarischen Kulturministeriums und Collegium Hungaricum; 2008 3. Preis des internationalen Kompositionswettbewerbs für Orchester anlässlich der 9. Weimarer Frühjahrstage I zahlreiche eigene Kompositionen und Auftrags-arbeiten I Aufführungen bei internationalen Festivals wie UltraSchall Berlin, Randspiele Zepernick, Tongyeong International Music Festival oder ADevantgarde München I Veröffentlichungen u.a.: seit 2004 Veröffent-lichung seines Gesamtwerks, Edition Juliane Klein I lebt und arbeitet in Berlin

Péter Köszeghy will mit seiner Musik die Grenzen des Herkömmlichen sprengen und lässt sich für die ihr übergeordneten Konzepte und ihr inne-wohnenden Kraft von mythologischen Stoffen der griechischen Antike aber auch des Schamanentums seiner ungarischen Kultur inspirieren. Ästhetisch ist er keiner bestimmten Gruppe zuzuordnen, seinen Komposi-tionen gemein ist ihre aufrüttelnde und offensive Wirkung, die er nicht zuletzt durch das Ausloten der musikalischen Spieltechniken virtuos beherrscht.



Abbildung: Detail eines Notenblattes aus „SOULFLIGHT“, Konzert für Flöte und großes Orchester, 2006/2007
  Henry Mex – Berlin   

geboren 1962 in Berlin I 1984-1993 Livebassist in Jazz- und Rockbands I 1989-1993 Studium an der Musikhochschule für Musik Hanns Eisler Berlin I seit 1989 eigene Ensemble-Projekte wie le bal, STAFF und das Slices-Ensemble I seit 1992 künstlerische Leitung der KrypTonale in den Wasser-speichern Prenzlauer Berg, Berlin und Entwicklung des Orts für zeitge-nössische, raumbezogene Künste I Klanginstallationen u.a. in der Akademie der Künste, Berlin und dem Postfuhramt Berlin I Stummfilmbegleiter und Komponist für Filmmusiken und Tanztheater I Veröffentlichungen u.a.: 1996 STAFF: „Der Operntraum des Schlossers" I lebt und arbeitet in Berlin

Henry Mex ist Komponist, Musiker und Klangperformer im Spannungsfeld raumbezogener Künste und Neuer Musik. Seine Installationen und Kompo-sitionen entstehen solo, für Orchester wie der Brandenburgischen Phil-harmonie Potsdam oder den Dresdner Sinfonikern als auch in Zusammen-arbeit mit internationalen Komponisten sowie Musik-, Tanz- und Kunstperfor-mern. Weitere Arbeiten wie Stummfilmbegleitungen, intermediale Projekte und Musik zu Lesungen veranschaulichen die Vielfältigkeit des gelernten Maschi-nen- und Anlagenmonteurs. 



Abbildung: Detail aus der Skizze zu „transtetra“ für 3 Streicher, 2002
  Ulrike Syha – Hamburg   

geboren 1976 in Wiesbaden | 1996-99 Studium der Dramaturgie an der Hoch- schule für Musik und Theater Leipzig | Preise und Stipendien u.a.: 2002 Kleist-Förderpreis für junge Dramatiker; 2006/07 Stipendium der Akademie Schloss Solitude; 2003 Einladung zu den Mülheimer Theatertagen mit "Nomaden"; 2007/08 Stipendium der Stiftung Künstlerdorf Schöppingen; 2008 Stipendium JAK Budapest; Aufenthaltsstipendium am Literarischen Colloquium Berlin; Stipendium der Deutschen Akademie Rom, Casa Baldi | Bühnenwerke u.a.: Gewerbe, Uraufführung im Theater der Stadt Heidelberg am 27.11.2005; China Shipping, Uraufführung am Theater an der Gumpendorfer Straße in Wien am 14.04.2007; Der Passagier, Uraufführung im Staatstheater Stuttgart am 9. Februar 2007; Privatleben, Uraufführung im Theater Chemnitz am 4. Oktober 2008 | | lebt und arbeitet in Hamburg

Ulrike Syha lebt seit Sommer 2003 als freie Autorin in Hamburg. Sie schreibt für das Theater, weil es für sie das lebendigste Medium darstellt: „Es braucht (und verbraucht unglaublich viele Menschen. Das fasziniert mich immer wieder.“ Zudem arbeitet sie als Übersetzerin (englisch-deutsch) für den Rowohlt Theater Verlag. Die Autorin hat bereits 11 Dramen verfasst, ab der kommenden Spielzeit ist sie Hausautorin am Nationaltheater Mannheim. Es geht ihr in ihren Stücken weniger um Sozialkritik, sondern vor allem um die inneren Bruchstellen, Beschädigungen und Verunsicherungen der Figuren. Ulrike Syha erhielt ein Austauschstipendium für das Baltic Center for Writers and Translaters in Visby/Schweden.



Abbildung: Leseprobe aus dem Theaterstück „Privatleben“

  Svetlana Vasilenko – Moskau/Russland  

geboren 1956 im russischen Raumfahrtzentrum Kapustin Yar I 1977 Studium am Maxim Gorky-Literaturinstitut, Moskau I Ausbildung als Filmdrehbuch-autorin und Regisseurin I Mitglied des russischen Schriftstellerverbandes und des russischen PEN I Preise und Stipendien u.a.: 1982 Preis der besten Erzählung des Jahres für „Za saigakami“; 1994 Sergei Eisenstein Preis für Drehbücher; 1998 Novic-Mir-Preis; 1998 nominiert für den Booker-Preis; 1999 Nabokov-Preis; 2maliger Stipendien-Aufenthalt in den USA I Publika-tionen u.a.: 2000 „Shamara and other stories“, NW University Press; 2003 „Die Närrin“, DVA; 2006 „Die Stadt hinter Stacheldraht“, Last & Lost, Suhr-kamp I lebt und arbeitet in Moskau 

Svetlana Vasilenko ist Expertin für sensible Themen der russischen Gesellschaft und verborgene Flecken der menschlichen Seele. "Wenn Gott nicht existiert, ist alles erlaubt" steht ihrem Roman „Die Närrin“ als Dosto-jewski-Zitat voran und bereitet den Leser vor auf eine karge bis naiv anmutende Sprache, die russische Wahrheiten in surrealistischen Bildern erzählt. Mit vielen Anspielungen auf Geschichte, Gesellschaft und Mythen ihres Landes ist sie für den deutschen Leser nicht immer einfach zu verstehen, umso tiefer führt sie ihn in ein sagenhaft realistisches Labyrinth.

Abbildung: Ausschnitt einer Seite aus dem Roman „Rote Flamingos“, 2009
  Maria Zennström – Stockholm/Schweden  

geboren 1962 in Stockholm | 1984-1990 Regie-Ausbildung am Gerasimov In- stitute of Cinematography in Moskau | 1996-1998 Ausbildung an der Biskops- Arnö Writers School in Schweden | arbeitet als Kritikerin für die Zeitungen Sydsvenska Dagbladet, LO-Tidningen und Aftonbladet | Tutorin für aufstre- bende Schriftsteller für kreatives Schreiben | Mitherausgeberin und Redak-teurin des Literaturkritikmagazins „Kritiker“ | Mitglied des schwedischen Schriftstellerverbands | Veröffentlichungen u.a.: 1987 „Kogda ja priechala k svoejemu bratu…“ (Als ich zu meinem Bruder kam, den ich seit 10 Jahren nicht gesehen hatte), bilingualer Spielfilm; 2002 „En värdelös kvinna” (Eine wertlose Frau), Hörspiel; 2005 „Leningrads sista dagar“ (Die letzten tage von Leningrad), russisch-schwedischer Film; 2006 „Katarinas sovjetiska upplev-elser” (Katarinas sovjetische Erfahrungen), Roman | lebt und arbeitet in Stockholm

Maria Zennström wuchs in Schweden als Tochter einer russischen Mutter und eines schwedischen Vaters auf. Diese Bezüge spielten auch in ihrer Arbeit immer wieder eine Rolle. Ihre Ausbildung verbrachte sie in Schweden und Russland, ihre Filme wurden in beiden Ländern gedreht oder sind bilingual, und ihr Buch wurde in beiden Sprachen veröffentlicht. Im Moment arbeitet sie an ihrem zweiten Buch „Hur ser ett liv ut om man inte har tillräckligt med kärlek?“ (Wie sieht ein Leben aus, wenn die Liebe zu kurz kommt?), das von Schweden erzählt und im Frühjahr 2010 erscheinen soll.

Abbildung: Ausschnitt einer Leseprobe aus dem Buch „Wie sieht ein Leben aus, wenn die Liebe zu kurz kommt?“
Seitenanfang