Mai

  Kai Grehn – Berlin  

geboren 1969 in Grevesmühlen  | 1990 Redaktioneller Mitarbeiter bei der Wocchenzeitung „Der Anzeiger“ | 1991-93 Regiestudium an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin  | 1991-95 Regieassistent/Insze-nierungen TanzTheater Skoronel  | 1993-99 Zusammenarbeit mit der Band SANDOW  | 2004 Kunstexpedition zum Nanga Parbat/Pakistan | 2008 Aufenthalt in der Indianerreservation Oglala Oyanke/South Dakota| seit 2006 Initiator und Mitveranstalter der Lesereihe „Bobrowskis Mühle“ in Berlin-Friedrichshagen mit in der Hauptstadt lebenden Autoren  |  Preise und Stipendien u.a.: 1994 Aufenthaltsstipendium im Schloss Wiepersdorf; 1998 Stipendiat des Literaturpreises für Schriftsteller und Übersetzer des Landes Brandenburg; 2001/2005 PRIX MARULIC Spezialpreis; 2007 Aufenthaltssti-pendium in der Villa Decius/Polen  |  Veröffentlichungen u.a.: 2002 „SCHWARZ Reiseskizzen“, Prosa, Minotaurus; 2006 „Das Bollwerk. Eine Schmierenkomödie“, Szenische Lesung im Literaturhaus Basel; 2009 „Der Berg, über den kein Vogel fliegt“ |  lebt und arbeitet in Berlin

Kai Grehn schreibt, übersetzt und inszeniert. Aus seiner Feder stammen verschiedene Prosawerke, Hörspiele, Übersetzungen und Theaterstücke unter seiner Regie. Seine Texte sind voller Mystik und Absurdität und entwickeln eine ganz eigene, oft sehr lokonische Poesie, die den Leser zu bannen vermag.


Abbildung: Leseprobe aus dem Schauspiel „Der Berg, über den kein Vogel fliegt“, 2008
  Kim Dotty Hachmann – Berlin  

geboren 1974 in Hamburg | 1995 Praktikum bei Chilworth Communications, London/England | 1996-2001 Studium der Freien Kunst (bei Prof. Rolf Lobeck) und der Visuellen Kommunikation an der Kunsthochschule Kassel (Schwer-punkt: Neue Medien) | 2002-03 Meisterschülerin bei Prof. Nicolaus Ott und Prof. Bernhard Stein an der Kunsthochschule Kassel | 2006 Künst-lerische Leitung der Ausstellung „Kontaktaufnahme“ | Preise und Stipendien u.a.: 1999-2000 Stipendium an der Escuela de Arte y Superior de Diseño in Valencia/Spanien; 2002 Hochschulpreis der Kunsthochschule Kassel; 2004 Anerkennung auf der CYNETart für „Piktomovies“; 2006 Artist in Residence, Stipendium der Künstlerhäuser Worpswede | Ausstellungen u.a.: 2002 Pikto-movies laufen auf den Screens in der Hamburger Hochbahn; 2005 „ver- stärker“, Einzelausstellung, Kunsthalle Reckling-hausen, Medienfenster; 2006 „Bau“, Einzelausstellung, Galerie Loyal, Kassel2008 „Art Swap Europe“, Gruppenausstellung organisiert vom IGBK, Akademie der Künste, Berlin | lebt und arbeitet in Berlin und Hamburg

Kim Dotty Hachmann beschäftigt sich in ihrer künstlerischen Arbeit mit Fragen, die um das Themenfeld Familie kreisen. Dabei interessieren sie sowohl die Diskussion in der aktuellen gesellschaftspolitischen Auseinander-setzung zum Thema Familie, als auch ihre Emotionen und Gefühle, die auf eigener Er-fahrung im Umgang mit Familie beruhen. Folglich greift Kim Dotty Hachmann öffentliche Diskurse um Schlagwörter wie Erziehung, Pisa-Studie, Patchwork-Familie und Kita-Betreuung in ihren kurzen Videofilmen, Videoin-stallationen und Fotoserien ebenso auf, wie persönliche Fragestellungen.

Abbildung: Standbilder aus „spell it!“, Videoloop auf DVD, ca. 4:30 Min., 2007
  Vera Kissel – Potsdam  

geboren 1959 in Heppenheim | Studium der Journalistik an der Universität Dortmund| seit 1999 freie Autorin | 2001/02 Hausautorin am Nationaltheater Mannheim| Preise und Stipendien u.a.: 1999 Autorenpreis des „Heidelberger Stückemarktes“ für „Mondkind“ und Autorenstipendium des Bremer Senats; 2002 „Stückepreis Niederdeutsch“ für „Die Anruferin“; 2002/03 Stipendium der Stiftung Künstlerdorf Schöppingen; 2007 Aufenthaltsstipendium des Landes Brandenburg auf Schloss Wiepersdorf | Veröffentlichungen u.a.: 1997 „Kalpak“, Drama, uraufgeführt am Maxim Gorki Theater Berlin; 1998 „Vogelkind“, Gedichtband, Hauschild Verlag, Bremen; 2007 „Die Anruferin“, Drehbuch zum Spielfilm, Wüstefilm West| lebt und arbeitet in Potsdam

Vera Kissel sagt über ihre Drehbücher: „In meinem Kino stoßen keine Autos zusammen, sondern Menschen. Und manchmal nicht einmal das, dann ex- plodiert ein Mensch ganz für sich allein.“ Die Autorin findet ihre Geschichten in den oft übersehenen Dramen des Alltags, doch sie beschränkt sich nicht darauf, die kleinen und großen Katastrophen im Leben einfach nur wieder-zugeben. Sie lässt sich auf die Menschen und ihre Schicksale, ihre Ängste, Nöte und Sehnsüchte, ein. Sie denkt nicht in Genres oder Formaten, sondern in Geschichten und Charakteren, und die sind widersprüchlich und komplex. 



Abbildung: Standbild aus dem Spielfilm „Die Anruferin“, 2007
  Christine Nagel – Berlin  

geboren 1969 in Wertheim/Main | 1988-93 Studium der Sprachwissenschaf- ten, Geschichte und Politik an der Universität Gießen | 1990/92 Regieassis- tenz an den Theatern Gießen und Wiesbaden | 1992-95 Regieassistenz bei ARD-Hörspielen | seit 1996 freie Hörspielregisseurin und Featureautorin für die ARD| 1999/2001 Produktions- und Aufnahmeleitung bei Kino-Dokumentar- filmen von Michael Trabitzsch | 2002-05 Arbeitsaufenthalt London und Postgrade Study „European Dance Theatre“ am Laban Centre London | Preise und Stipendien u.a.: 2004 Drehbuchstipendium der Stiftung Kultur- fonds für „Seegeister“; 2005 Šlábbéz-Preis, Österreichische Hörspieltage; 2007 Hörspiel des Monats April | Werke u.a.: 2001 „Seegeister“, Kurzfilm/  Fiktion nach einer Erzählung von Ilse Aichinger; 2004 „Eisen“, Inszenierung des Hörspiels von Rona Munro, Deutschlandfunk; 2007 „Weekly Bus Ticket. London. Vom Bus. 2005“, Feature Deutschlandfunk | lebt und arbeitet in Berlin

Christine Nagel ist für ein zweimonatiges Projektstipendium im Künstlerhaus Lukas. Sie hat bereits zahlreiche Features geschrieben und bei zahlreichen Hörspielen  Regie geführt. Zur Zeit erarbeitet sie ein Libretto und ein Regie- konzept für eine Kammeroper nach der Erzählung „Der Schöne und das Tier“ von Irmtraud Morgner. Der zugrunde liegende Text setzt sich mit der Eman-zipation des Menschen auseinander. Der Skepsis am gesellschaftlichen Fortschritt wird die Utopie der Liebe zwischen zwei Menschen entgegen gesetzt. Christine Nagel arbeitet für das Projekt mit der Choreografin Este- fanía Miranda Rojas, dem Komponisten Gerd Bessler und der Bühnenbild- nerin Birgit Bessler zusammen, um eine szenische Opernaufführung und eine Hörspielfassung entstehen zu lassen.



Abbildung: Videostill aus „SEEGEISTER“ (erste Studie aus einem Film nach Erzählungen von Ilse Aichinger), 2002
  Krišs Salmanis – Riga/Lettland  

geboren 1977 in Riga/Lettland |1993-95 Whitgift School, London/England | 1995-97 Lettisch Ev. Luth. Christliche Akademie, Fach: Kunst | 1997-2003 Studium der Visuellen Kommunikation an der Kunstakademie Riga, Ab- schluss: Master |Preise und Stipendien u.a.: 2003 „Autumn 2003. Private Space“-Preis; 2004 „Debüt des Jahres“, Preis der Kultur der Hauptstadt Stiftung und der Vereinigung Lettischer Künstler; 2007 Stipendium an der Cité Internationale des Arts, Paris/Frankreich und Aufenthaltsstipendium im Bergen Center für Elektronische Kunst, Norwegen; 2008 Gastatelier des Landes Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf | Ausstellungen u.a.: 2002 „Grafomania“, Einzelausstellung, Brand Sellers DDB, Riga/Lettland; 2004 „100% disappointment“, Einzelausstellung, Riga; 2007 „Still Here“, Gruppen-ausstellung im Artspace, Sydney/Australien; 2008 „Exit“, Einzelausstellung
im Atelier am Eck, Düsseldorf | lebt und arbeitet in Riga


Krisš Salmanis experimentiert mit den Möglichkeiten des bewegten Bildes und in welcher Form dieses auf neue und interessante Weise umgesetzt werden kann. In seinem Projekt „Miss/ Verständnis“ widmet er sich der Frage, inwiefern heutzutage sprachliche, kulturelle und soziale Barrieren bestehen und ob diese durch Intuition und Kreativität überwunden werden können. Dabei spielen die Interaktion mit der landschaftlichen Umgebung sowie eine sich anschließende Selbstbeobachtung eine wichtige Rolle.

Abbildung: Standbild aus der Animation „Air / Luft“, 2004
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