Juni

  Dieter Goltzsche – Berlin  

geboren 1934 in Dresden | 1950-52 Lehre als Textilmusterzeichner |1952-59 Diplomstudium und Meisterschüler an der Hochschule für Bildende Künste Dresden | seit 1960 freischaffend in Berlin tätig; seit 1970 an den zentralen Ausstellungen der DDR beteiligt | 1978 Lehrauftrag an der Kunsthochschule Berlin Weißensee |seit 1980-92 Dozent für Malerei und Graphik an der Kunst-hochschule Berlin | 1990 Mitglied der Akademie der Künste zu Berlin |1992-2000 Professur an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee | Preise u.a.: 1978 Käthe-Kollwitz-Preis der Akademie der Künste der DDR, 1998 Hannah-Höch-Preis Berlin | Ausstellungen u.a.: seit 1964 mehr als 30 Einzelausstel-lungen sowie zahlreiche Ausstellungsbeteiligungen im In- und Ausland | Arbeiten in zahlreichen privaten Sammlungen und Museen u.a. Berlin-Bran-denburgische Akademie der Wissenschaften, Hochschule für Bildende Kün-ste Dresden, Berlinische Galerie, British Museum London, Germanisches Nationalmuseum Nürnberg, Kunsthalle Rostock, Kunstmuseum Basel, Mu-seum der Bildenden Künste Leipzig, Sammlung Deutsche Bank Frankfurt am Main, Stiftung Akademie der Künste Berlin | lebt und arbeitet in Berlin

Dieter Goltzsche sagt zu seinen Arbeiten selbst: „Das Herstellen einer Zeich-nung aus Linien, die sich ihrerseits erst bilden und sich dann verschieden begegnen, erscheint ganz verloren zu gehen. Der rationale Mensch von heute – ich beobachte es – kann mit einer Zeichnung am wenigsten anfang-en, obwohl dies doch die ursprünglichste Übung ist. Ja, gerade deshalb muss man wohl sagen, kann er es nicht. Die spirituelle Versenkung, sowohl des Zeichners, wie auch dessen, der die Zeichnung betrachtet, ist heute das am wenigsten Anzutreffende, auch unter der gehetzten Sammler-schaft.“

Abbildung: Ausschnitt aus „o.T. II“, Pinsel, farbige Tuschen, 2004
  Linda Kasprowiak – Münster  

geboren 1982 in Gronau |1999-2002 Erwerb der Fachhochschulreife und Ausbildung zur Gestaltungstechnischen Assistentin | 2003-08 Designstudium an der Fachhochschule Münster (Schwerpunkt: Illustration und Druckgrafik)|seit 2003 Mitglied der Trueffel-AG der Fachhochschule Münster |seit 2006 Leitung von Töpferkurse, JIB Münster | 2007 Praktikum bei „Skulptur Projekte Münster“| Workshops u.a.: 2006 Teilnahme am Druckgrafikworkshop auf Kloster Bentlage in Rheine; 2006 Teilnahme am internationalen Druckgrafik Symposium auf Kloster Bentlage in Rheine | Ausstellungsbeteiligungen u.a.: 2005 „trueffel in Essen“, Kunsthaus Essen; 2006 „trueffel-ag im Kloster“, Dormitorium Kloster Bentlage; 2008 „Wall of Statements“, Plakatausstellung in Enschede/Niederlande | lebt und arbeitet in Münster

Linda Kasprowiak arbeitet seit ihrer Studienzeit mit verschiedenen Druck-techniken. Für ihr Diplomprojekt machte sie sich diese zu Nutze, um Lyrik für blinde und sehende Menschen haptisch und illustrativ auf Papier zu über-setzen. Mittels Siebdruck, Nyloprint, Blindprägung und Holzschnitt ist ein Buch entstanden, in dem die Welt der blinden und sehenden Menschen sich in direktem Kontakt überschneidet. Linda Kasprowiak schreibt dieser (ein)fühlenden, haptischen Sinnesreise nicht nur einen künstlerischen, sondern auch einen sozialen Wert zu.

Abbildung: Detail aus „Im Kontakt“, Künstlerbuch, 2008
  Christine Nagel – Berlin  

geboren 1969 in Wertheim/Main | 1988-93 Studium der Sprachwissenschaf- ten, Geschichte und Politik an der Universität Gießen | 1990/92 Regieassis- tenz an den Theatern Gießen und Wiesbaden | 1992-95 Regieassistenz bei ARD-Hörspielen | seit 1996 freie Hörspielregisseurin und Featureautorin für die ARD| 1999/2001 Produktions- und Aufnahmeleitung bei Kino-Dokumentar- filmen von Michael Trabitzsch | 2002-05 Arbeitsaufenthalt London und Postgrade Study „European Dance Theatre“ am Laban Centre London | Preise und Stipendien u.a.: 2004 Drehbuchstipendium der Stiftung Kultur- fonds für „Seegeister“; 2005 Šlábbéz-Preis, Österreichische Hörspieltage; 2007 Hörspiel des Monats April | Werke u.a.: 2001 „Seegeister“, Kurzfilm/  Fiktion nach einer Erzählung von Ilse Aichinger; 2004 „Eisen“, Inszenierung des Hörspiels von Rona Munro, Deutschlandfunk; 2007 „Weekly Bus Ticket. London. Vom Bus. 2005“, Feature Deutschlandfunk | lebt und arbeitet in Berlin

Christine Nagel ist für ein zweimonatiges Projektstipendium im Künstlerhaus Lukas. Sie hat bereits zahlreiche Features geschrieben und bei zahlreichen Hörspielen  Regie geführt. Zur Zeit erarbeitet sie ein Libretto und ein Regie- konzept für eine Kammeroper nach der Erzählung „Der Schöne und das Tier“ von Irmtraud Morgner. Der zugrunde liegende Text setzt sich mit der Eman-zipation des Menschen auseinander. Der Skepsis am gesellschaftlichen Fortschritt wird die Utopie der Liebe zwischen zwei Menschen entgegen gesetzt. Christine Nagel arbeitet für das Projekt mit der Choreografin Este- fanía Miranda Rojas, dem Komponisten Gerd Bessler und der Bühnenbild- nerin Birgit Bessler zusammen, um eine szenische Opernaufführung und eine Hörspielfassung entstehen zu lassen.



Abbildung: Videostill aus „SEEGEISTER“ (erste Studie aus einem Film nach Erzählungen von Ilse Aichinger), 2002
  Grit Poppe – Potsdam  

geboren 1964 in Boltenhagen |1984-88 Studium am Deutschen Literaturinsti-tut Leipzig |1989-1992 Geschäftsführerin des Landesbüros Brandenburg der Bürgerbewegung „Demokratie Jetzt“ |seit 1988 freiberufliche Autorin| Preise und Stipendien u.a.: 1997 Arbeitsstipendium in Wiepersdorf; 2000 Aufent-haltsstipendium im Künstlerhaus Lukas Ahrenshoop, gefördert von der Stif-tung Kulturfonds; 2005 Kunstpreis Literatur Berlin Brandenburg der Lotto GmbH Land Brandenburg| Veröffentlichungen u.a.: 1989 „Der Fluch“, Erzähl-ungen, Mitteldeutscher Verlag, Halle; 1998 „Andere Umstände“, Roman, Berlin Verlag, Berlin; 2006 „Geteiltes Glück“, Roman, Gustav Kiepenheuer Verlag, Berlin; 2007 „Dragid Feuerherz – Der Hüter der Drachen“, Kinder-buch, Arena Verlag, Würzburg| lebt und arbeitet in Potsdam

Grit Poppe schreibt Romane, zum Beispiel eine schwarze Komödie über die Last des Lebens und die Lust der Liebe - voll abgründigem Humor und ero-tischer Verwirrungen - oder eine Geschichte der Wende als Kriminalroman. Aber auch phantasievolle Geschichten für Kinder und Erwachsene entsp-ringen ihrer Feder. Figuren wie Dragid Feuerherz, Käpten Magic oder Ala-busch lassen nicht nur die Kleinen träumen, denn Grit Poppe gelingt es sowohl atmosphärisch dicht und packend, als auch hintergründig zu schreiben. 



Abbildung: Leseprobe aus dem Jugendbuch „Und Wieso?“ (Arbeitstitel)
  Heide Schwochow – Berlin  

geboren 1953 in Stralsund |1972-76 Studium der Pädagogik an der Univer-sität Leipzig |Gründung einer Theatergruppe und Arbeit als Regisseurin |1982-84 Studium der Theaterregie, Schauspielschule „Ernst Busch“, Berlin | Regieassistenzen und eigene Regiearbeiten am Theater und in der Abteilung Kinderhörspiel beim Rundfunk der DDR | Journalistikstudium an der Fach-hochschule Hannover |seit 1993 freie Autorin und Regisseurin vor allem in den Bereichen Hörspiel/Künstlerisches Feature für verschiedene ARD-Anstalten | seit 2004 vorwiegend Arbeit als Drehbuchautorin | zahlreiche Preise u.a.: Europäischer Journalistenpreis 2004 für „Hortus sanitatis“, Feature, RBB (gemeinsam mit Rainer Schwochow); Medienpreis Mecklen-burg-Vorpommern 2004 für „Großmutter Anna oder Geschichten über das Verrücktsein“, Feature, Deutschlandfunk Köln; Drehbuchpreis Baden-Würtemberg 2007 und Festival Max Ophüls Preis 2008: Publikumspreis für „Novemberkind“, Drehbuch (gemeinsam mit Christian Schwochow) | lebt und arbeitet in Berlin

Heide Schwochow widmet sich neben ihrer Arbeit als Autorin und Regis-seurin von Hörspielen und Features vor allem dem Schreiben von Drehbü-chern. Gemeinsam mit ihrem Sohn entwickelte sie u.a. das Drehbuch zum Film „Novemberkind“, der im Herbst 2008 mit grossem Erfolg im Kino lief und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurde. Zurzeit arbeitet Heide Schwochow an dem Drehbuch für den Spielfilm „Lagerfeuer“ nach dem gleichnamigen Roman von Julia Franck. 

Abbildung: Seite aus dem Drehbuch „Novemberkind“, 2006
  Günther Wilhelm – Berlin  

geboren 1968 in Freising | ab 1985 Unterricht im klassischen Ballett an der Roleff-King Ballettschule in München | ab 1990 intensive Auseinandersetz-ung mit dem Butoh-Tanz |1992-95 Ausbildung zum modernen Bühnentänzer, Etage e.V., Berlin |1996-2000 Mitglied von VA Wölfs Neuer Tanz |1999 erste eigene Choreografie „Vorgang benutzen – monoschwärmen bis das Material greift“, Theater am Halleschen Ufer, Berlin |Stipendien u.a.: 2000 Arbeitssti-pendium der Stiftung Kulturfonds; 2004 Tanz- und Choreografiestipendium des Berliner Senats| Bühnen- und Performanceprojekte u.a.: 2000-2008 „33 Skizzen“ fortlaufendes raumbezogenes Performance-Projekt in Galerien, Projekträumen etc.; 2004 „TEXTOUR – tour de force“, HAU 2, Berlin; 2005 „Paravent privé“, HAU 3, Berlin, Festival Dampf Köln, eingeladen zur Tanz-plattform 2006 in Stuttgart; 2007 „Wie ist dein Name?“, Ballhaus Ost, Berlin; 2008 „Hotel Hassler“, i-camp/Neues Theater, München (DANCE 2008) | lebt und arbeitet in Potsdam

Günther Wilhelm arbeitet seit 2001 mit der bildenden Künstlerin Mariola Groener zusammen, als WILHELM GROENER verbinden sie in ihren Performances Tanz, Installation und audiovisuelle Medien. Ihre aktuelle Zusammenarbeit ist eine choreografische Recherche zum Thema Glauben. Darin soll der Glaubensbegriff und der Einfluss von Glauben auf die eigene Handlung und Identität untersucht werden. Relevant sind dabei die Bezieh-ung von Körper und Religion sowie Vergleiche von Ritualen, Gebet und Liturgien verschiedenster Glaubensrichtungen.

Abbildung: Standbild aus der Performance „Wie ist dein Name?“, 2007
       
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