Juli

  Caroline Bayer – Münster  

geboren 1973 in Stolberg/ Rhid | 1996-2000 Academie Beeldende Kunsten Maastricht/NL | 2004-2008 Studium und Meisterschülerin von Prof. Dirk und Maik Löbbert an der Kunstakademie Münster | Preise und Stipendien u.a.: 1999 Kunstakademie Poznan/Polen | Preise und Stipendien u.a.: 2007 GWK Förderpreis Kunst; 2008 Stipendium Pilotprojekt Gropiusstadt; 2008 Eurode-Kunstpreis | Einzelausstellungen u.a.: 2001 Galerie X – Kunst, Aachen; 2006 Galerie help u zelven, Winterswijk/NL | Ausstellungsbeteiligungen u.a.: 2002 "Parasiten 02", Ludwig Forum für Internationale Kunst, Aachen; 2003 "éclosion(s)", Parc du Château Jehay, Liège/Belgien; 2004 "The colour green will bring you fortune", _labor, Münster; 2006 „Raumzeichnungen“, Galerie Januar, Bochum; 2006 „frutti per tutti“, Villa Romana, Florenz/Italien; 2007 "feldstärke", PACT, Zeche Zollverein, Essen; 2007 „Kunstpreis junger westen“, Kunsthalle Recklinghausen | lebt und arbeitet in Münster

Caroline Bayer abstrahiert auf Vorlage von Fotos und Skizzen urbane und architektonische Räume bis auf ihre wesentlichen Elemente. Mit Gewebe-band und Farbe zeichnet sie intuitiv und zugleich akribisch markante Linien großformatig auf die Fläche von Wand und Boden und lässt sie nicht selten ins Leere laufen und perspektivlos in der Schwebe hängen. So konstruiert sie die Illusion einer räumlichen Situation, die den realen Raum umdeutet und neu strukturiert. Anonyme geometrische Versatzstücke, die der Betrachter wie eine Musterlösung aus seinem Gedächtnis zu einem Ganzen fügt. Öffentliche Schauplätze wie Ausstellungssäle gewinnen eine neue ästhe-tische Dimension, die sich immer dialogisch auf den Ort selbst bezieht und auch alltägliche Nicht-Orte als lebendigen Raum erfahrbar macht.

Abbildung: Ausschnitt aus „WZ 1-05“, Installation, Kunsthalle Lingen, 2005
  Reinhard BuchHirschburg  

geboren 1954 in Erfurt-Bischleben | 1975-1980 Studium an er an der Kunst-hochschule Berlin-Weißensee, anschließend bis 1981 an der Budapester Hochschule für Schöne Künste | 1981-1989 Mitglied im Verband Bildender Künstler der DDR | 1985-1987 Lehraufträge an der Fachschule für ange- wandte Kunst in Heiligendamm | seit 1990 Mitglied im Künstlerbund Meck- lenburg-Vorpommern | 1992 Lehrauftrag an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee | 2002-2004 Lehraufträge an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald | Ausstellungsbeteiligungen seit 1991 | Eintelausstellungen u.a.: 1999 „Malerei und Skulptur“ (mit Wolfgang Reinke) im Doberaner Kunstpa-villon; 2000 „Malerei und Skulptur“ (mit dem Maler Wolfgang Reinke) Galerie Grünstraße, Berlin; 2001 „Wintergäste“ (mit dem Maler Udo Rathke) Neues Kunsthaus, Ahrenshoop; „Terrakotten und Bronzen“ Galerie des Rathauses, Wismar; 2002 „Die eigene Reichweite, der Grenzposten und das Hohe Ufer“, Galerie Forum Amalienpark, Berlin Pankow; 2004 „Boten“ (mit Gretel Schmitt-Buse), Galerie Klosterformat, Rostock; 2005 „Inflagranti (mit Jörg-Uwe Jacob) in der Burg Klempenow

Die künstlerische Gesinnung von Reinhard Buch schließt eine Neigung zu technischer Ingenieursperfektion ein. Am Arbeitsprozess fasziniert ihn das Handwerkliche, wobei er den künstlerischen Selbstwert der einzelnen Arbeitsstadien und Zustände hervorhebt. In gewissem Grade interessiert ihn das Serielle, aber eben auch die sinnliche Anmutung der Formidee. Bloß Konzeptuelles genügt ihm nicht - erst im Bauen und Montieren, im dinglichen Hervorbringen erfüllt sich seine Vorstellung. Reinhard Buch erhielt ein Austauschstipendium für das NES Artist in Residence in Skagaströnd/Island.

Abbildung: „roter Mann“, Skulptur/Installation, 2001
  Christiane Fichtner – Bremen  

geboren 1974 in Sao Paulo/Brasilien I 1999-2004 Studium Modedesign und Freie Kunst an der Hochschule für Künste Bremen I 2000-2006 Studium an der Académie Galan, Frankreich und der Hochschule für Künste Bremen I 2004-2005 Meisterschülerin bei Prof. Rolf Thiele an der Hochschule für Künste Bremen I 2005-2006 Lehrauftrag an der Hochschule für Künste Bremen, Studiengang Freie Kunst I Stipendien u.a.: 2005 Stipendium an der Villa Vigoni, Menaggio, Italien; 2008 Reisestipendium des Künstlerinnen-verbands Bremen nach China I Einzelausstellungen u.a.: 2000 „Unfallstelle“, Projektraum, Berlin; 2003/04 „Notizen einer langsamen Bewegung“, Kunst-projekt mit Publikation einer Traktorreise von Norddeutschland nach Süd-frankreich; 2005 „244 Fragen“, Installation im BREPARK Parkhaus Kulturmeile, Bremen; 2006 „Biografie“, haus der kunst, München I Ausstellungsbeteili-gungen u.a.: 2006 „Heimspiel“, Kunstverein Hannover; 2007 Berliner Kunstsalon I lebt und arbeitet in Bremen

Das Annähern an Identitäten ist Thema vieler Arbeiten von Christiane Fichtner. Text, Bild und Aktion wechseln sich ab oder beziehen sich aufein-ander und erschaffen komplexe Bilder unterschiedlichster Typik und Be-schaffenheit. Die Serie ist oftmals ihr bevorzugtes Mittel, um Prozessen, Assoziationsketten und Möglichkeitskonstruktionen eine Form zu gegeben. Ganze Lebenswelten und Denkräume eröffnen sich in erzählerischen Inszenierungen, die Raum genug für eigene Betrachtungen lassen.

Ausschnitt einer Abbildung aus dem Buch: „Notizen einer langsamen Bewegung“, 2004
  Patrick Findeis – Berlin  

geboren 1975 in Heidenheim/Baden-Württemberg | Ausbildung zum Zahn-techniker | Abitur auf dem 2. Bildungsweg | Studium der Komparatistik, Psychologie und Kommunikationsforschung an der Universität Bonn | 2003-2006 Studium am Deutschen Literaturinstitut Leipzig | Preise und Stipendien: 2006 Stipendium des Klagenfurter Literaturkurses; 2007 Stipendiat der Autorenwerkstatt des Literarischen Kolloquiums Berlin; 2007/08 Aufent-haltsstipendium der Stiftung Künstlerdorf Schöppingen; 2008 Arbeitsstipen-dium des Berliner Senats; 2008 3sat-Literaturpreis im Rahmen des Ingeborg-Bachmann-Preises | Veröffentlichungen u.a.: 2004 „Spurlos“ in der jährlichen Anthologie des Deutschen Literaturinstituts Tippgemeinschaft; 2005 „Mein Kopf is still in my Koffer“, in: Tippgemeinschaft; 2005 „Heute Abend Gute Nachricht“, in: open-mike; 2006 Sinnloser Aufstand gegen die eigene Anatomie, in: Tippgemeinschaft 2007 „Kein schöner Land“ (Romanauszug, Kapitel 1), in: Edit 42; 2008 „Kein schöner Land“ (Romanauszug, Kapitel 4), in: „Sprache im technischen Zeitalter“, Nr. 185 | lebt und arbeitet in Berlin

Patrick Findeis gewann 2008 mit seinem Romanauszug „Kein schöner Land“ den 3sat-Literaturpreis im Rahmen des Ingeborg-Bachmann-Preises. Der Niedergang und die Niedertracht der deutschen Provinz werden eindringlich mit klaren und poetischen Bildern in Szene gesetzt. Mit elegischem Ton wird die Welt der Bauern und Dorfbewohner zum tragischen Kosmos, der mit all seinen Konflikten auf eine Katastrophe zusteuert, die ein unfreiwilliger Heimkehrer schmerzvoll miterleben muss. Als unaufgeregter Beobachter findet Findeis nach Ansicht des Jurors Burkhard Spinnen „eine vollkommen stimmige Sprache [...], in der die zeitgenössischen Probleme der Figuren und die alten tragischen Motive des Untergangs perfekt zusammenpassen.“

Auszug aus einem Romanmanuskript: „Kein schöner Land“, 2008
  Dieter Goltzsche – Berlin  

geboren 1934 in Dresden | 1952-59 Diplomstudium und Meisterschüler an der Hochschule für Bildende Künste Dresden | 1977-1992 Lehrauftrag und Do-zent für Grafik an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee | 1990 Mitglied der Akademie der Künste, Berlin | 1992-2000 Professur für Malerei und Grafik an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee | Preise u.a.: 1978 Käthe-Kollwitz-Preis der Akademie der Künste der DDR | 1998 Hannah-Höch-Preis der Stadt Berlin | Ausstellungen u.a.: seit 1964 mehr als 30 Einzelausstellungen sowie Ausstellungsbeteiligungen im In- und Ausland | Arbeiten in zahlreichen priva-ten Sammlungen und Museen u.a. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Hochschule für Bildende Künste Dresden, Berlinische Galerie, British Museum London, Germanisches Nationalmuseum Nürnberg, Kunsthalle Rostock, Kunstmuseum Basel, Museum der Bildenden Künste Leipzig, Sammlung Deutsche Bank, Frankfurt am Main, Stiftung Akademie der Künste, Berlin | zahlreiche Werkmappen, Drucke und Illustrationen | lebt und arbeitet in Berlin

Dieter Goltzsche sagt zu seinen Arbeiten selbst: „Das Herstellen einer Zeich-nung aus Linien, die sich ihrerseits erst bilden und sich dann verschieden begegnen, erscheint ganz verloren zu gehen. Der rationale Mensch von heute – ich beobachte es – kann mit einer Zeichnung am wenigsten anfang-en, obwohl dies doch die ursprünglichste Übung ist. Ja, gerade deshalb muss man wohl sagen, kann er es nicht. Die spirituelle Versenkung, sowohl des Zeichners, wie auch dessen, der die Zeichnung betrachtet, ist heute das am wenigsten Anzutreffende, auch unter der gehetzten Sammlerschaft.“ 



Abbildung: Ausschnitt aus „Ischia“, Aquarell, 1999
  Ingibjörg Hjartardóttir – Svarfathardalur/Island  

geboren 1952 im Tal Svarfathardalur in Nord-Island | 1971 Lehrexamen am Icelandic Training College of Physical Education | 1971-1977 Lehrertätigkeit an Schulen | 1978-1980 Studium an der Bibliothekshochschule, Borás/ Schweden | 1980 Bibliothekarin an der Universitätsbibliothek von Stockholm und der Stockholmer Stadtbibliothek | 1984 Leiterin isländischer Spezialbiblio-theken | 1984 Gründerin, erste Dramenschreiberin, Intendantin und Schau-spielerin der Theatergruppe „Hugleikur“ | diverse Stücke u. a. für das Reykja-vik City Theatre, das Akureyri Theatre, kleine unabhängige Theater und das Hörspieltheater des isländischen Rundfunks | Gründungsmitglied des Drama-tiker-Arbeitskreises beim Reykjavik Theater und mehrerer Poetik-Arbeits-kreise im Schriftstellerhaus Gunnarshús in Reykjavik und in Akureyri | Stipendien u.a.: sieben mal Gewinnerin des offiziellen Autoren-Stipendiums des Staates Island;1999 Ernennung zur Stadtkünstlerin von Reykjavik | Publikationen auf deutsch: 2007 „Die dritte Bitte“, Salon Literatur Verlag | lebt und arbeitet in Svarfathardalur/ Island

Die isländische Erzählerin, Dramatikerin und Übersetzerin Ingibjörg Hjartardóttir veröffentlicht ihre Bücher in Deutschland über den SALON LiteraturVerlag. Ihre Bücher, darunter auch eine Biographie, zeichnen sich durch ihren brillanten Stil und die perfekte Darstellung aus. Ihre Krimi-Thriller erzählen eindringlich von Landschaft, Leuten und Leidenschaften, wandernd zwischen einfühlsamer Poesie und karger Brutalität. "Indem ich nichts tat, um gegen diese primitive Kraft anzugehen, die Leidenschaft, die jeder zivilisierte Mensch unter Kontrolle zu halten versucht, habe ich alle, die mir lieb waren, betrogen. Dafür musste ich mit dem Leben bezahlen."



Abbildung: Ausschnitt der Lesprobe aus „Die Dritte Bitte“, 2007
  Susanne Pomrehn – Berlin  

geboren 1962 in Brunsbüttel I 1986-1995 Studium und Meisterschülerin der Bildenden Kunst an der Hochschule der Künste Berlin I 1993 Studium an der Faculdad de Bellas Artes Pays Basco, Spanien I Preise und Stipendien u.a.: 2005 Projektmittelförderung des Berliner Senats, der Stadtteilkultur Hamburg und des Kulturamts Köln; 2007 Stipendium der Cranachstiftung, Lutherstadt Wittenberg; 2007 Stipendium der Künstlerstätte Schloss Bleckede, Kreis Lüneburg; 2008 Ausstellungsförderung der Stiftung Kunstfonds, Bonn I Einzelausstellungen u.a.: 2004 „Zentrale“, Kunstverein Köln rrh .e.V.; 2005 „Minimalinvasive Handlungen“, Galerie schwarzer gegenwartskunst, Berlin; 2005 „Konstruktionen“, EXIT ART Köln e.V.; 2007 „Intervention XXI“, Kiosk-Shopberlin; 2007„spatial visions“, Fotogalerie Wien, Österreich; 2008 „Das Verspannen von Inseln“ Stadtgalerie im Elbeforum Brunsbüttel I Ausstel-lungsbeteiligungen u.a.: 2003 „Goldrausch“ Künstlerhaus Bethanien, Berlin; 2005 Bestandsausstellung der Kunstsammlung Neubrandenburg; 2007 Salon im D21 Kunstraum Leipzig; 2007 „X-mal Ich“, Sammlung Westermann, Städtische Galerie Fruchthalle Raststatt I lebt und arbeitet in Berlin 

Susanne Pomrehn arbeitet während ihres zweimonatigen Projektstipendiums im Künstlerhaus Lukas an ihrer wandfüllenden FotoSchnittCollage „Little Universe“, die im Anschluss an ihr Stipendium im Neuen Kunsthaus Ahrens- hoop gezeigt wird. In „Little Universe“ beschäftigt sich Susanne Pomrehn mit der urbanen und sozialen Struktur des ländlichen Raums um Ahrenshoop. Dazu untersucht die Künstlerin mit einer fotografischen Ortserkundung den Strukturwandel durch den Wegzug der jungen Generation und das dadurch entstandene Verhältnis zwischen Gebäuden und Menschen, welche sie in ihre Arbeit mit einbezieht. Durch das Ausschneiden und Neuanordnen einzelner Bildelemente entsteht eine ornamentale Fotodecke ähnlich einem traditionellen Spitzentuch, die die festgehaltenen Eindrücke in einer starken Spannung zwischen Nah- und Fernsicht visualisiert. Für den Betrachter entstehen „ästhetische Geschichten“, die sich je nach Distanz aus individuellen Details oder kollektiven Erinnerungsstücken bzw. -lücken ausbreiten.

Abbildung: Ausschnitt aus „Crystalline Thinking“, Installation, 2007
  Vladimir Koljazin – Moskau   

geboren 1945 in Neshin/Ukraine I 1972 Abschluss am Staatlichen Theater-institut Moskau I 1976-1978 Studium der Germanistik und Theaterwissen-schaft und Dissertation an der Universität Bern I 1995 Kurator der Ausstel- lung „Moskau-Berlin-Moskau“ I seit 1998 Dr.habil. und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Staatlichen Institut für Kunstwissenschaften Moskau I seit 2000 Dr. habil. und seit 2005 Präsident der Russischen Forschungsgemein-schaft für Moderne Deutsche Kunst am State Institute for Art Studies, Moskau I seit 2004 Mitglied der Arbeitsgemeinschaft „Die Meister der literari- schen Übersetzung“ I Publikationen u.a.: 1997 „Vernite mne swobodu“ (Gebt mir die Freiheit zurück. Russische und deutsche Künstler als Opfer des stalinistischen Regimes.) Memorienband aus KGB-Archiven mit Kommen-taren, Moskau; 1998 „Tairow, Meyerhold und Deutschland. Brecht, Piscator und Russland. Skizzen der deutsch-russischen Theaterbeziehungen“, Moskau; 2008 Herausgeber und Mitautor des wissenschaftlichen Sammel- bands „Deutschland. 20. Jahrhundert. Modernismus, Avantgarde und Post-modernismus in der deutschen Kunst des 20. Jahrhunderts“ I Stipendien und Preise u.a.: Heinrich Boell Stiftung, Europäisches Übersetzer-Kollegium Straelen, Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf, Marion Dönhoff Stiftung, Soros Stiftung, DAAD I lebt und arbeitet in Moskau

Vladimir Koljazin gehört zu den führenden russischen Theaterhistorikern, Theaterkritikern und Germanisten. Neben seinen zahlreichen wissenschaft-lichen Arbeiten vorwiegend zum deutschsprachigen Theater und den Wechselbeziehungen der deutschen und russisch-sowjetischen Theater-avantgarde ist er zudem als Kunsthistoriker tätig. Er hat sich einen Namen als Herausgeber wissenschaftlicher Sammelbände gemacht und genießt internationales Renommée als Übersetzer deutscher, österreichischer und schweizer Dramatik ins Russische (u.a. Max Frisch, Heiner Müller, Elfriede, R.W. Fassbinder, Jelinek). Mit seinen Übersetzungen ist er maßgeblich daran beteiligt, vergessene wie neue deutschsprachige Autoren auf russischen Bühnen zur Aufführung zu verhelfen.

Abbildung: Leseprobe aus dem Buch: „Tauwetter, Eiszeit und gelenkte Dialoge“, 2006
  Hiroko Tanahashi – Berlin   

geboren 1976 in Tokio | 1995-1999 Studium in New York an der New York University, Tisch School of the Arts, Film/TV | 2000-2002 Studium an der Parsons School of Design, Design and Technology in NY| Preise und Sti- pendien u.a.: 2004 Hauptstadtkulturfond Berlin und Bremer Autoren-Preis; 2006 artist in residence in Eks-scena (Zagreb), Essen sowie Mitwirkung Projekt im Künstlerhaus Lukas, Ahrenshoop; 2007 artist in residence in Taipei, Taiwan; 2008 artist in residence in Solyst, Dänemark | Einzelaus-stellungen u.a. : 1999 „Hiroko Total“, Mori Ogai Gallery, Berlin; 2003 „FLIE“, Laura Mars Group, Berlin; 2004 „Delicious Moves“, Zagreus Projekt, Berlin | Gruppenausstellungen u.a.: 2005 „Take Away“, Museum für Gestaltung, Zürich; 2006 „Tanznacht Berlin“, Akademie der Künste, Berlin | Medien-Performances u.a.: 2007 „Monumental X-Mas“, Deutsches Kulturinstitut, Taipei Artist Village, Taipei, Taiwan; „Castsing Hunger Artist“, Teatar &TD, Zagreb, Kroatien; „Angel Angle (skinSITEs X); 2008 „Cargography (skinSITEs XII), Rijka Summer Night Festival, Rijeka, Kroatien; „Flatland“ und „cell / out (skinSITEs XI)“, 4 Festival Internacional de las Artes de Castilla y Leon, Spanien; „Light (Dance Version“, ZAIM, Yokohama, Japan | lebt und arbeitet in Berlin

Hiroko Tanahashi knüpft in dem von ihr mitbegründeten „post theater“ an mehrere dokumentarische Projekte im Theater, Tanz- und Performance-Bereich an, die sie seit 2002 in Deutschland erarbeitet hat. Ihre Projekte leben vor allem von Austausch und Kommunikation, oft geht es dabei um interkult-urelle Zusammenhänge. Tanahashi arbeitet für eine Gleichsetzung von Performance und Multimedia-Elementen in der internationalen Bühnenarbeit.

Abbildung: Standbild aus der Performance: „heavenly BENTO“, 2004
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