Januar

  Sabine Fassl – Berlin  

geboren 1973 in Hamburg │1994-98 Illustrationsstudium an der Fachhoch-schule für Gestaltung Hamburg, Diplom │2000-01 Studium an Royal Art Academy, Kopenhagen/Dänemark │1998-2002 Studium der bildenden Kunst an der Universität der Künste Berlin, Meisterschülerin│Preise und Stipendien u.a.: 2000 Kunstpreis der Kreissparkasse Ludwigsburg; 2002-03 Arbeits- und Reisestipendium im Rahmen der Graduiertenförderung des Berliner Senats; 2005 DAAD-Stipendium, Schweiz; 2006-08 Atelierstipendium der Karl Hofer Gesellschaft Berlin│Ausstellungen u.a.: 1999 „similar grounds“, Galerie KX Kampnagel, Hamburg; 2002 „Die Provinz lebt“, West-wendischer Kunstverein, Gartow sowie „Grafinnova 2002“, Ostbottnisches Museum, Vaasa/Finnland; 2005 „Fliegen fliegen“, Galerie 14, Berlin; 2007 „Take me to the edge of heaven – goldrausch 2007“, Kunstraum Kreuzberg/Bethanien, Berlin; 2008 „Tier und Mensch“, Nürnberger Ausstellungshalle und externe Orte, Nürnberg│lebt und arbeitet in Berlin

Sabine Fassl entwickelt aus natur- und populärwissenschaftlichem Bild- material fiktive Organismen und Tierfiguren, die sich einer eindeutigen Klassifizierung entziehen, jedoch gleichzeitig ein Gefühl von Vertrautheit erzeugen. Ausgerüstet mit Mikroskop, Airbrush, Aquarellutensilien, Acryl-farben und Farbstiften macht sie sich auf die Suche nach Fundstücken und Ideen für zukünftige Objekte, Zeichnungen und Installationen. Diese setzen sich meist mit dem Verhältnis des Menschen zur Natur als Projektionsfläche von Sehnsüchten und Ängsten auseinander.

Abbildung: Objekt o.T. (2.05.2), Wachs, Ölknete, Pigment, 2005
  Dietmar Guth – Güstrow  

geboren 1959 in Königsbronn│Studium in Münster und Freiburg (Breisgau) │ ab 1990 kontinuierliche Rundfunkarbeit (Hörspiele) │1999-2005 fast vollständiges Erliegen aller künstlerischen Tätigkeiten│2006 Umzug nach Güstrow und Neuanfang │ Preise und Stipendien u.a.: 1991 Auszeichnung Hörspiel des Monats für „Einführung in den Kitsch. Sterbefälle“; 1993 Kurt-Magnus-Preis; 1996 Stipendium in Worpswede; 1997 Stipendiat der Kunst-stiftung Baden-Württemberg; 1998 Arbeitsstipendium des Förderkreises deutscher Schriftsteller│lebt und arbeitet in Güstrow

Dietmar Guth schreibt und produziert Hörspiele. Für ihn geht es um Sprache, weniger um das Geschehen selbst, es geht um das Sprechen darüber und die Erinnerungen daran, um den unauflöslichen Widerspruch zwischen Festnageln und Offenhalten, um Fragen und das Verhältnis zwischen Sprache und Tod. In Ahrenshoop möchte Dietmar Guth an seinem Roman-projekt „Vergessen“ weiter arbeiten.

Abbildung:  Leseprobe „Das leuchtende Tier“ aus dem Roman „Anders gesagt“, 2008
  Eckhard Koenig – Berlin  

geboren 1958 in Aken/Elbe│1976-78 Mitarbeiter im Malsaal am Theater Eisleben│1979-84 Studium an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee, Diplom│1984-85 Bühnenbildner am Theater Greifswald│seit 1986 Tätigkeit als freischaffender Maler sowie regelmäßige Ausstellungsbeteiligungen im In- und Ausland │ab 1999 regelmäßige Teilnahme an den Buchmessen in Leipzig und Frankfurt mit eigenen Künstlerbüchern │ 1994 Stipendium für Malerei des Kunstvereins Schloß Röderhof│Aus-stellungen u.a.: 2006 „Im Foyer“, Lyonel-Feininger-Museum, Quedlinburg sowie „FARBE_WORT_ KLANG, eine Landschaftsinstallation“, Projektraum Alte Feuerwache, Berlin; 2007 „Offenes Spiel“, Galerie Bernau; 2008 Kunstverein Wernigerode │ lebt und arbeitet in Berlin

Eckhard Koenig benennt das Reisen als zentrales Erfahrungsmoment seiner künstlerischen Arbeit. Er beschäftigt sich mit der mentalen Wahrnehmung auch außereuropäischer Kulturräume und ihren assoziationsgeladenen Formen, Farben und Strukturen. In seinen Gemälden und Skulpturen bezieht er sich oft auf gesehene Orte und konstruiert sie neu, nach eigenen Gesichtspunkten. Während seines Aufenthaltes im Künstlerhaus Lukas möchte Eckhard Koenig ältere Reisetagebücher auswerten und Neues an der Ostsee „Gefundenes“ notieren, zeichnerisch, im kleinen Format.

Abbildung: „Helsingfors (für Aki K.)“, Mischtechnik auf Karton, 1990/2007
  Yorck Kronenberg – Berlin  

geboren 1973 in Reutlingen│Klavier- und Kompositionsstudium an der Musikhochschule Lübeck│Preise und Stipendien u.a.: 1998 Gewinner des Internationalen Klavierwettbewerbs J.S. Bach in Saarbrücken; 2006 Stipendium der Autorenwerkstatt Prosa des Literarischen Colloquiums Berlin; 2008 Stipendiat der Autorenförderung der Kulturstiftung Niedersachsen │internationale Konzerttätigkeit sowie CD-Aufnahmen als Pianist u.a. für Ars Musici, Sony/BMG, cpo und genuin │Veröffentlichungen u.a.: 2002 „Welt unter“, Roman, Edition Nautilus, Hamburg; 2005 „Gegenlicht“, Kurzgeschichte, erschienen in der Anthologie „Wieder vereinigt. Neue deutsche Liebes-geschichten“, Verlag Klaus Wagenbach, Berlin; 2007 1. Kapitel des Romans „Ex voto“, erschienen in der Zeitschrift „Sprache im technischen Zeitalter“, Nr. 181 │ lebt und arbeitet in Berlin

Yorck Kronenberg ist nicht nur Schriftsteller, sondern auch Pianist. Bisher liegen sechs CD-Einspielungen und ein publiziertes Prosawerk von ihm vor. In seinem Schreiben reflektiert er eine Welt, in der durch die Medialisierung eine Gleichzeitigkeit des Entfernten, ja eine Gleichzeitigkeit des Ungleich-zeitigen entsteht. Er arbeitet derzeit an einer Sammlung von Erzählungen.

Abbildung: Leseprobe aus dem Roman „Was war“, 2008
  Inga Meldere – Riga/Lettland  

geboren 1979 in Kuldiga/Lettland│1997-2001 Studium der Pädagogik und Psychologie an der Universität Lettlands in Riga/Lettland│2001-05 Restau-rationsstudium an der Kunstakademie in Riga/Lettland │2005-07 Master-studium in den Fächern Restauration und Malerei an der Kunstakademie in Riga/Lettland │Ausstellungen u.a.: 2006 „Born in Kuldiga“, Galerie Kuldiga/ Lettland; 2007 „Health Ressort“, Ausstellungshalle Leduspagrabs, Valmiera/ Lettland; 2008 „Breathing – Space“, Staatliche Elektronikfabrik Korpus 7, Riga/Lettland │Preise und Stipendien u.a.: 2007 Brederlo Family Award für die Kuration der Ausstellung „Restoration in other way“ im Gymnasium Valmiera/Lettland│lebt und arbeitet in Riga

Inga Meldere möchte sich während ihres Aufenthalts der Anfertigung klein-formatiger Ölgemälde widmen. Thema dieser Arbeiten wird der Stammbaum einer lettischen Familie sein. Dazu hat sie alte Familienfotos gesammelt und Gespräche mit Verwandten der auf den Fotografien abgebildeten Personen, geführt. Jetzt möchte sie ihre Informationen über die Familie in Öl festhalten.



Abbildung: „FAMILY TREE“, Oil/Canvas, 2008
  Sascha Reh – Berlin  

geboren 1974 in Duisburg│seit 1990 autodidaktisches Schreibstudium sowie gelegentliche Veröffentlichungen und Teilnahmen an Poetry Slams im Ruhr-gebiet│2005 Abschluss des Studiums der Geschichte, Philosophie und der Literaturwissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum sowie in Wien│ 2000 Erarbeitung eines Kurzfilm-Drehbuchs mit Absolventen der Filmakademie Wien│seit 2006 Arbeit und Fortbildung im Bereich der Familienberatung │Preise und Stipendien u.a.: 2004 und 2008 Förderpreis des Literaturpreises Ruhrgebiet; 2005 zweiter Platz beim Literaturwettbewerb Prenzlauer Berg, Berlin; 2005 dritter Platz beim Literaturpreis der westfälischen Kulturför-
derung; 2007 Stipendium der Autorenwerkstatt Prosa beim Literarischen Colloquium Berlin│lebt und arbeitet in Berlin



Sascha Reh interessieren die Produktion subjektiver Wahrheiten, die Koexistenz widersprüchlicher Gefühle sowie das verzagte Ringen um den richtigen Lebensentwurf. In seinen Erzählungen stehen Menschen im Mittel-punkt, für die Verzweiflung ebenso unvermeidlich ist wie der eiserne Versuch, dabei Witz und Würde zu bewahren.


Abbildung: Leseprobe aus dem Roman „Falscher Frühling“
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