August

  Künstlergruppe „kARTOFFel“ – Dresden-Berlin-Köln  

1991 Gründung der Gruppe als ein auf lange Zeit angelegtes Arbeits- und Ausstellungsprojekt | Ausstellungen u.a.: 1991 erster Ausstellungsparcours „kARToffel I“, Leonhardimuseum/ Galerie Raute/ Galerie Adlergasse, Dres-den | 1992 Ausstellungsparcours „kARToffel II“, Galerie am Prater/ WEEKEND GALLERY/ Sassen Galerie, Berlin | 1992 „kARToffel III“, Galerie Rähnitzgasse Dresden 1993 „kARToffel IV“, Haus am Lützowplatz, Berlin |  Publikationen: Kataloge zu allen 4 Ausstellungen | 15 originalgrafische Bücher in Fortset-zung jeweils unter Beteiligung eines Schriftstellers | beteiligte KünstlerInnen: Eva Backofen, Lutz Fleischer, Andreas Hegewald, Esther Jaeger, Christiane Just, Eva Niemann, Tessa de Oliveira Pinto, Susanne Ruoff, Salah Saouli  | leben und arbeiten in Berlin, Dresden und Köln

Mit der Gründung der Künstlergruppe „kARToffel“ kurz nach der Wende schufen die Mitglieder aus West-Berlin und Dresden (heute ist Köln noch mit vertreten) neue Räume für Auseinandersetzungen und künstlerische Dia-loge. Die Mitglieder mit ihren ganz individuellen Handschriften und Biografien arbeiteten aufeinander bezogen in Kommunikation der verschiedenen Sparten: Malerei, Zeichnung, Collage, Skulptur, Relief, Objekt und Klang-objekt. Auf ihren Ausstellungen in Berlin und Dresden wurden Musiker, Schriftsteller sowie Tanz- und Performancekünstler aus Ost und West eingeladen, sich an der intermediären Auseinandersetzung zu beteiligen – ganz dem Gruppennamen verpflichtet: kommunikativ-art-offenes Element.

Ein einwöchiger Workshop-Aufenthalt im Künstlerhaus Ahrenshoop ermög-licht der Künstlergruppe „kARToffel“ vom 7.-16. August 2009 ein konzen-triertes Arbeiten am gemeinsamen Ort. Anlässlich des 20jährigen Jubiläums des Mauerfalls kommt die Gruppe erneut zusammen, nachdem die Initiatoren in den vergangenen Jahren eigene Wege gegangen sind. Während der Workshopwoche im Künstlerhaus Lukas gehen sie den künstlerischen und gesellschaftlichen Veränderungen nach und erkunden prozesshaft neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit und des Austauschs. Während der langen Nacht der Kunst in Ahrenshoop am 15. August wird ein gemeinsamer Werkkomplex 15 großformatiger originalgrafischer Bücher zu sehen sein, der in der Projektwoche abgeschlossen werden wird. Des Weiteren werden Arbeiten zu dem neu entstehenden Unikatbuch „ANGRENZUNGEN“ gezeigt, eine Hommage an den Dichter John Epstein und sein Poem „Vega“. Der gemeinschaftliche Werkprozess wird in Form einer Video-Dokumentation bei der Abschluss-Präsentation vorgestellt. Die KünstlerInnen lesen über den Abend Auszüge aus den Unikatbüchern von 1991 bis heute. Andreas Koziol ergänzt das Programm mit einer Lesung seiner Übersetzung aus dem Amerikanischen des Poems „Vega“. Der Berliner Germanist Reinhard Stralucke führt in die Arbeiten ein und begleitet die Dokumentation.


Abbildungen: Christiane Just, Tessa de Oliveira Pinto, Esther Jaeger und Salah Saouli 1989 - 1993 
  ensemble adapter – Berlin   

gegründet 2004 in Berlin | Gestaltung und Bespielung der Konzertreihe „Klangnetz“, Berlin gemeinsam mit Klangnetz e.V. seit 2005 und der Konzert-reihe „Seitsemän“, Helsinki sowie des Festivals „frum-, Reykjavík seit 2006 | regelmäßige Auftritte bei Konzertreihen und Festivals im In- und Ausland | Konzertreisen in die Schweiz, Niederlande, Türkei, nach Island und nach Finnland | Auftritte u.a. bei den Festivals Maerzmusik, Berlin, Nordischer Klang, Greifswald, Myrkir Músíkdagar, Reykjavík und Crossing Border, Den Haag | mehr als 60 Uraufführungen neuer Werke | internationale Förderungen u.a. durch: Berliner Senat, Goethe Institut, Kulturkontakt Nord, Luses Foundation, American-Scandinavian Foundation, Gltinir Bank | Mitglieder: Kristjana Helgadóttir (Flöte), Ingólfur Vilhjálmsson (Klarinette), Gunnhildur Einarsdóttir (Harfe), Marc Tritschler (Klavier), Matthias Engler (Schlagzeug), Manuel Nawri (Dirigent) | die Stammbesetzung lebt und arbeitet in Berlin

Das junge deutsch-isländische Ensemble für Neue Musik adapter spielt Musik des 21. Jahrhunderts. Neben zahlreichen Uraufführungen neuer Werke beherrscht die Gruppe ein ausgewähltes Repertoire an “Klassikern” der Neuen Musik. Je nach Projekt wird die Stammbesetzung von 5 Instrumenten und deren variierenden Kombinationen (Flöte, Klarinette, Harfe, Klavier und Schlagzeug) durch weitere Instrumentalisten ergänzt. Zudem arbeiten die Musiker im regelmäßigen und engen Austausch mit jungen Komponisten aus der ganzen Welt. Facettenreich inszeniert das Ensemble zeitgenössische Kammermusik oft im Kontext anderer Künste wie Tanz, Literatur, Video oder Bildender Kunst, wobei stimmige Präsentations-ideen erprobt werden, die über gewohnte Musikpräsentationen hinausweisen. 

Während eines einwöchigen Workshop-Aufenthaltes im Künstlerhaus Lukas in Ahrenshoop arbeitet das Ensemble adapter in einem gemeinsamen Pro-benprozess an dem Projekt "Carambolage" mit Kompositionen, in denen gegenüber Beats keine Berührungsängste gezeigt werden. Das Anliegen ist, Brücken zu schlagen, Synergien zu schaffen und Metaphern für das Ver-binden von verschiedenen Interessen, Stilen und Kulturen zu suchen. 
Bei der Verknüpfung von vermeintlich Unvereinbarem nimmt ein solches Ansinnen schnell die Form einer Kollision an. Es soll aber aufgezeigt werden, wie aus Antipoden eine Synthese geschaffen werden kann. Eine solche Carambolage dient einem Aufbruch und einer Erzeugung von Diskussions-stoff mit Abbau von Ressentiments.
Auf dem Programm stehen 5 Uraufführungen neuer Werke von jungen Komponisten aus Reykjavík, Helsinki und Berlin:
Einar Torfi Einarsson »7 intensions«, Paul Frick »¿Ya esta adaptado?«
Jarkko Hartikainen »Hologramme«, Petèr Köszeghy »Schreiperformance«
Henry Mex»Südkreuz«



Abbildung: adapter - Ensemble für Neue Musik
  Kerstin Preiwuß – Leipzig  

geboren 1980 in Lübz | Studium der Germanistik, Philosophie und Psychologie in Leipzig und Aix-en-Provence, 2005 Studienabschluss | 2006 Aufnahme eines Studiums am Deutschen Literaturinstitut Leipzig | 2008 Hermann-Lenz- Stipendium | 2006 Veröffentlichung des Gedichtbandes „nachricht von neuen sternen“, Connewitzer Verlagsbuchhandlung; weitere Veröffentlichungen in Zeitungen, Zeitschriften und Anthologien, u.a. in „Risse“, „Die Zeit“, „F.A..Z.“, „Edit“, „Neue Rundschau“, „die horen“ sowie im Internetportal www.der-goldene-fisch.de

Kerstin Preiwuß schreibt Lyrik, Prosa und Essayistik. Zur Zeit arbeitet sie an einem Roman, den sie in Island weiterschreibt. Dazu kommen Recherchen über Vulkane für ein zukünftiges Schreibprojekt, wofür die Insel sich hervor-ragend eignet.

Abbildung: Leseprobe aus dem Romanprojekt „Kammerspiel“
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