April

  Adriana Altaras – Berlin  

geboren 1960 in Zagreb/Kroatien | 1979-83 Schauspielstudium an der Hoch-schule der Künste Berlin, Abschluss: Diplom | 1983/84 Aufbaustudium an der New York University, theatre wing | 1984 Mitbegründerin des Off-Theaters „Zum Westlichen Stadthirschen“, Berlin | Tätigkeit als Autorin, Schauspielerin und Regisseurin | seit 1992 Dozentin für Schauspiel an der Hochschule der Künste Berlin (Studiengang: Musical/Show) | Mitarbeit in der Shoah Founda-tion Steven Spielberg | 2002 Künstlerische Leitung der Jüdischen Kulturtage in Berlin | Preise u.a.: 1988 Bundesfilmpreis; 1989 Golden Horse Award for Best Foreign Actress, Taiwan; 2000 Silberner Bär für schauspielerische Leistungen, Berlinale | Regie u.a. bei: 2004 „Jud Sauer“, von Adriana Altaras, Maxim Gorki Theater, Berlin; 2007 „Kasimir und Karoline“, von Ödon von Horvath, Theater Augsburg; 2009 „Die Lustige Witwe“, Operette von Franz Lehar, Theater Aachen | lebt und arbeitet in Berlin

Adriana Altaras hat sich als Schauspielerin und Regisseurin bereits einen Namen gemacht, seit 1983 ist sie regelmäßig in deutschen Film- und Fern-sehproduktionen sowie auf verschiedenen Theaterbühnen zu sehen. Als Autorin ist sie bisher mit vier Theaterstücken an die Öffentlichkeit getreten. Momentan schreibt sie an einem Roman mit dem Arbeitstitel „Geheimnisse – So sieht’s aus in meinem Europa“, der eine fiktionale Geschichte mit autobiografischem Kern nachzeichnet, denn es geht um eine europäische Familie sowie das Leben einer Jüdin im heutigen Deutschland. 

Abbildung: Leseprobe aus dem Roman „Geheimnisse - So sieht´s aus in meinem Europa“ (Arbeitstitel), 2009
  Vibeke Bruun Arildsen – Kopenhagen/Dänemark  

geboren 1964 in Randers/Dänemark│arbeitete, studierte Architektur und unterrichtete Dänisch unter anderem in Berlin, Arhus und New York│1990-98 Studium der Nordistik und Theaterwissenschaften an der Universität in Kopenhagen│2005-06 Museumsmitarbeiterin am Freilichtmuseum Kopen-hagen│2006-08 Vorträge für Kinder und Jugendliche u.a. am Kronborg Slot, National Museet, Skovbo Efterskole, Skolen v. Bülowsvej, Kvindemuseet │seit 2006 Museumsmitarbeiterin im Karen Blixen Museet, Bereich: Schüler│Stipendien u.a.: 2004 Knud Højgaards Fond, Reisestipendium für Aufenthalt in Mecklenburg; 2005,06,08 Arbeitstipendium auf Hald Hoved-gaard, Däne-mark; 2006 Autorkontoens Reisestipendium für Aufenthalt in Mecklenburg ; 2007und 2008 Danish Arts Council│Preise u.a.: 2005 „Marlene og kærligheden“ (Marlene und die Liebe) Nominierung zu dem Orla-Preis, Danmarks Radio, in der Kategorie: Bester Jugendroman│Veröffent-lichungen u.a.: 2004 „Marlene og kærligheden“ (Marlene und die Liebe), Jugendroman, 2006 „Sophie. Dronning af Danmark“ (Sophie. Königin von Dänemark), Jugendroman, beide Gyldendals Forlag│lebt und arbeitet in Kopenhagen

Vibeke Bruun Arildsen möchte ihren Aufenthalt im Künstlerhaus Lukas nutzen, um die Fortsetzung ihres historischen Romans „100 ar og en sommer“ / „100 Jahre und ein Sommer“ zu schreiben. Der Roman spielt um 1900, der Zeit der Urbanisierung und erzählt die Geschichte zweier Jugendlicher, die vom Land in die große Stadt, nach Kopenhagen ziehen. Dabei geht es um Liebe, Unsicherheit, Identität und Freundschaft - Themen, die für die Jugend aller Zeiten aktuell sind. Vibeke Bruun Arildsen ist im Rahmen unseres internationalen Austauschprogramms in Zusammenarbeit mit der Königlich Dänischen Botschaft Berlin in das Künstlerhaus Lukas eingeladen worden.

Abbildung: Leseprobe aus dem Roman „Sophie. Dronning af Danmark“ 2006
  Carl-Christian Elze – Leipzig  

geboren 1974 in Berlin | Studium der Biologie und Germanistik | Arbeit und Praktika in zoologischen Gärten | Redakteur und Mitherausgeber der Litera-turzeitschrift „plumbum“ | 2004-08 Studium am Deutschen Literaturinstitut Leipzig (DLL) | Preise und Stipendien u.a.: 2005 Debütpreis Lyrik im Poeten-laden; 2006 1. Preis beim Irseer Pegasus; DLL-Stipendium der Kulturstiftung Sachsen | Veröffentlichungen u.a.: 2005 „/greenbox/“, Hörbuch, ipuuea brugmann media productions gbr, Leipzig; 2006 „stadt/land/stopp“, Gedichte, Mitteldeutscher Verlag, Halle sowie zahlreiche Veröffentlichungen in Anthologien und Zeitschriften | lebt und arbeitet in Leipzig

Carl-Christian Elze hat bereits zahlreiche seiner Gedichte in Anthologien und Literaturzeitschriften veröffentlicht, zuletzt unter anderem in „Akzente“, „Die Horen“ und „Bella triste“. Sein zweiter Gedichtband soll im Herbst 2009 in der Connewitzer Verlagsbuchhandlung erscheinen. Die Publikation wird stark von Gedichtzyklen geprägt sein. Außerdem hat Carl-Christian Elze die barocke Echo-Technik für seine zeitgenössischen Gedichte wiederentdeckt, die dem neuen Gedichtband eine kapitelübergreifende Struktur geben wird.

Abbildung: Leseprobe „wandern“ Gedicht
  Aleksandra Kucharska – Malmö/Schweden  

geboren 1981 in Danzig/Polen | 2000-02 Munka Kunstschule, Munka Ljungby/ Schweden | 2002-07 Kunsthochschule Malmö, Abschluss: Master Bildende Kunst | Stipendien u.a.: 2003 Stipendium der Stiftelsen Halmstadsgruppens; 2006 Lions Kulturstipendium; 2007 Hallands Kunstförderungs-Reisestipen-dium; 2008 Ester Lindahls Stipendium | Ausstellungen u.a.: 2007 Gruppen-ausstellung Länsmuseet Halmstad; 2008 Einzelausstellung in der Galleri Pictura, Lund/Schweden; 2008 „Every Body Counts“, Gruppenausstellung Vestfossen Kunstlaboratorium, Norwegen | lebt und arbeitet in Malmö/ Schweden

Aleksandra Kucharska arbeitet in ihren Installationen, die zumeist aus Zei-chnungen, Videoprojektionen und Skulpturen bestehen, ihre Kindheit in Polen auf und setzt sie mit ihrer jetzigen Heimat Schweden in Beziehung. Persön-liche Erfahrungen und kulturelle Unterschiede werden dabei aber nur unter-schwellig vermittelt. Immer wieder werden Menschen und architektonische Objekte zum Mittelpunkt ihrer Fotocollagen oder Zeichnungen, die sie in Animationen lebendig werden lässt.



Abbildung: „I´m dreaming of my old house“ Installation mit Skulptur und Video, 2007
  Anne Retzlaff – Berlin  

geboren 1975 in Bad Saarow | 1993-94 Ballettakademie Hans Vogl Berlin | 1994-1998 Bühnentanzstudium an der Palucca Schule Dresden Hochschule für Tanz, Abschluss: Diplom | 1998-2000 Aufbaustudium Choreografie an der Palucca Schule Dresden, Abschluss: Diplom | 1999 Choreografische As-sistentin am Tanztheater Bremen | Preise und Stipendien u.a.: 2000 Kunst-preis der Sächsischen Zeitung; 2002 Trainingsaufenthalt in New York (Schwerpunkt: Hip Hop / Funk), gefördert von der Kulturstiftung der Dres-dner Bank; 2007 Residenz im Pact Zollverein Essen | Choreografien u.a. in: 2004 „Anrufung des Herrn“, TiF und Staatsschauspiel Dresden, Regie: Patrick Wengenroth; 2005 „Planet Porno/Mein Way“, Sophiensaele Berlin; 2007 „Spinnennetz“, ZDF-Fernsehfilm sowie „Die Panik“, Münchner Kammer-spiele, Regie: Patrick Wengenroth | Produktionen u.a.: 2000 „wodka kola“, TiF und Staatsschauspiel Dresden; 2002 „most“, Staatsschauspiel Dresden und Tanzplattform Deutschland; 2007 „Kontinental“, Theaterdiscounter Berlin, Kaltstart Hamburg und Haus der Berliner Festspiele | lebt und arbeitet in Berlin

Anne Retzlaff ist in Rostock aufgewachsen und kehrt während ihres Stipendienaufenthalts im Künstlerhaus Lukas in ihre alte Heimat zurück. In ihrer Performance "MERMAIDS CALLING" beleuchtete die Berliner Choreografin und Performerin Themen, welche in Zusammenhang mit Rückkehr, Entfernung und Heimatgefühlen stehen. Gemeinsam mit dem Musiker Frank Neumeier entsteht eine surreale, sehr bildhafte Performance. Mit Tanz, Percussion, Gesang und Sounds beginnt die Reise durch Erinnerungen und endet immer wieder im Hier und Jetzt. Die Performance wird anlässlich der Ausstellungseröffnung „3+3 junge kunst aus drei Ländern“ am 25.04.2009 im Neuen Kunsthaus Ahrenshoop aufgeführt. 



Abbildung: Videostill aus der Performance „Kontinental“ 2007
  Gytis Skudžinskas – Palanga/Litauen  

geboren 1975 in Papile/Litauen | 1999-2003 Studium an der Kunstakademie Vilnius, Institut für Visuelles Design in Klaipeda, 2005 Abschluss: Master  Bildende Kunst | seit 2001 Betreuung von Kunstprojekten in Westlitauen | seit 2006 Mitglied in der Litauischen Fotografie Vereinigung | 1995-2005 Beteiligung an der Kunstaktionsgruppe SaliKApalikau (auch bekannt als Ensemble SP) | Ausstellungen u.a.: 2004 „Atodangos“, A. Moncys house-museum Projekt „Art in the Resort“, Hotel „Alka“, Palanga; 2006 „Pedsakai / Traces“, Fotografie Galerie Klaipeda/Litauen; 2008 „Variable Spaces“, Gruppenausstellung in der Giedre Bartelt Galerie, Berlin | lebt und arbeitet in Palanga

Gytis Skudžinskas bedient sich für seine Arbeiten verschiedener Aus-drucksformen – Fotografie, Malerei und Zeichnung sowie Installationen. Seit kurzem wählt er immer öfter das Medium der Fotografie, da er an der Dar-stellungsweise nicht nur das Schaffen eines Kunstwerkes schätzt, sondern auch die mehrschichtige Präsentation mit Hilfe authentischer Dokumentation. Ein Thema, das in den Arbeiten von Gytis Skudžinskas immer wieder auf-taucht, sind politische, soziale oder religiöse Systeme sowie die Kritik an ihnen. Dazu beobachtet der Künstler den alltäglichen Gang von Vorkom-mnissen, ihre Schilderung sowie das eigene und fremde Handeln in bestimmten Situationen.  

Abbildung: Ausschnitt aus der Installation „Pedsakai / Traces“ 2006
   
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