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  Alina Belyagina (Sochi/Russland) – Tanz/Performance   Alina Belyagina

Alina Belyagina ist als Tänzerin und Choreographin, geprägt vom Interesse an kulturellen und sozialen Aspekten. Inspiration findet sie in der digitalen Visualisierung, der Anthropologie und der Literatur, u.a. antiker Lyrik, um sich so der Frage nach dem historischen Aspekt im heutigen Tanz zu nähern. Die Basis bildet ihre Erfahrung im Contemporary Israeli and European Dance. Ihr Tanz ist geprägt durch Wiederholungen, Synchronität, Fehlern, nervösen Ticks und inadäquaten Reaktionen. 
1989 in Berdychiv/Ukraine geboren und heute in München und Sotschi lebend, studierte sie an der Moscow State University of Culture and Art. Danach verbrachte sie drei Jahre in Polen als Lehrerin für Klassisches Ballett am Silesian Dance Theatre und am Dance and Movement Theatre ROZBARK. In Deutschland begann sie ihre Laufbahn als Choreographin am Freien Theater München. Als Tänzerin arbeitete sie unter anderem mit Hege Haagenrud, Isabelle Schad, Claudia Cantellucci und Helena Waldmann. Ihr Werk „Pure Image“ entstand 2018 bei der Residency for young chreographers in Moskau und wurde auf dem FKM Contemporary Dance Festival Laos (2018) und auf dem Aussicht Festival Hamburg (2019) aufgeführt. Es erhielt 2019 den Zuschauerpreis für das beste deutsche Tanzsolo (Leipzig). 


Abbildung: Ausschnitt aus der Performance „Pure.Image“, 2019 (work in progress)

►alinabelyagina.wixsite.com

Britta Boerdner (Frankfurt) – Literatur   Britta Boerdner

Britta Boerdner legt in ihrer Arbeit den Schwerpunkt auf präzise Beobachtung, die Darstellung größerer Perspektiven auf kleinem Raum und auf eine atmosphärische Dichte, in der Vorgänge minutiös ausgearbeitet werden. In ihrem aktuellen Manuskript geht sie der emotionalen Deformation einer Frau nach, die sich durch Höchstleistung im Beruf verändert und letztendlich verliert.
Die 1961 geborene und heute in Frankfurt/Main lebende Schriftstellerin studierte nach einer Ausbildung zur Buchhändlerin und mehreren Berufsjahren Amerikanistik, Germanistik und Historische Ethnologie an der Goethe-Universität in Frankfurt. 1998 erschien im Eichborn-Verlag der Kriminalroman „Bockenheimer Bouillabaisse“, an dem sie als Co-Autorin mitwirkte. 2009 entstanden Essays zu dem Bildband „Der Frankfurter Hauptfriedhof“, der im Societätsverlag erschien. 2012 veröffentlichte sie ihr Romandebüt „Was verborgen bleibt“, im März 2017 erschien ihr Roman „Am Tag, als Frank Z. in den Grünen Baum kam“, beide in der Frankfurter Verlagsanstalt. Britta Boerdner war 2015 im Namen der Sylt Foundation Inselschreiberin auf Sylt und als Stipendiatin des Hessischen Literaturrates in der Emilia Romagna (Italien). 



Abbildung: Leseprobe aus dem Roman „Am Tag, als Frank Z. in den Grünen Baum kam.“

►brittaboerdner.de
  Gözde Filinta (Berlin) und Bettina Rohr (Zürich) – Kuration Kunst und Nachhaltigkeit   Magdalena Abele

Gözde Filinta und Bettina Rohr werden im Rahmen des zweiten Umweltkurator*innenstipendiums im Künstlerhaus Lukas das Ausstellungsprojekt MOMENTAUFNAHMEN DER UNENDLICHKEIT vorbereiten und im Neuen Kunsthaus präsentieren sowie dessen Außenraum einbeziehen. Sie werden mittels ausgewählter künstlerischer Positionen aus Finnland, Norwegen, der Türkei, der Schweiz und aus Deutschland die Herrschaftsrolle des Menschen über die Natur kritisieren, reflektieren und gleichzeitig zum Umdenken auffordern. Sie appellieren an den Menschen, sich nicht außerhalb des Kreislaufs des Lebens zu sehen, sondern als gleichwertiger Teil gegenüber anderen Spezies. Zum Projekt gehören Veranstaltungen, die natürliche Prozesse verdeutlichen werden.
Gözde Filinta, 1989 in Adana/Türkei geboren und heute in Dresden und Istanbul/Türkei lebend, ist Kunsthistorikerin, Forscherin, Kuratorin und Schriftstellerin. Sie studierte Kunstgeschichte (Master) an der Universität Istanbul und Advance Studies in Kuration an der Zürcher Hochschule der Künste. Ihr Forschungsinteresse umfasst Tierstudien, Posthumanismus, ökologische Debatten, Ökokritik, Interspeziesbeziehungen und nichtmenschliche Handlungsmacht in den Künsten. Bettina Rohr, 1991 in Schaffhausen geboren und zwischen den Alpen und der Nordsee lebend hat eine Ausbildung in Geografie, Umweltwissenschaften und Kunstvermittlung. Sie studierte Geografie, Umweltwissenschaft und Informatik an der Universität Fribourg und Kunstvermittlung an der Zürcher Hochschule der Künste und arbeitet als freischaffende Kuratorin an verschiedenen Orten zu Klimawandel, Ökologiefragen, Feminismus, Postkolonialismus und Interspeziesgerechtigkeit.


Abbildung: Ausschnitt einer Fotografie aus der Serie „Mirador“, 2014 von Magdalena Abele (voraussichtlich Beteiligte Künstlerin an der Ausstellung)

►gozdefilinta.works
  Marie Gamillscheg (Berlin) – Literatur   Marie Gamillscheg

Marie Gamillscheg ist freie Autorin und Journalistin. Sie arbeitet für Zeit Online und Zeit Campus und veröffentlichte 2018  ihren Debütroman „Alles was glänzt“ (Luchterhand), nach den Erzählungen „The green meadow the bright light“ (Readux-Verlag) und „Wenn sie kommen“ (als E-Book bei Matthes & Seitz). Ihre Zeit im Künstlerhaus Lukas möchte sie für die Arbeit an ihrem zweiten Roman nützen, der von dysfunktionalen Vater-Tochter-Verhältnissen handelt.
1992 in Graz (Österreich) geboren, studierte sie Transkulturelle Kommunikation und Germanistik an der KF-Universität Graz. Darauf folgte ein Masterstudium der Osteuropastudien an der Freien Universität Berlin. Neben journalistischen Tätigkeiten war sie unter anderem an Buchprojekten oder Musik-Text-Performances beteiligt. 2009 bereits gewann sie den Hauptpreis beim Europäischen Literaturwettbewerb der Jugend-Literatur-Werkstatt Graz. Es folgten zahlreiche Stipendien und Preise, beispielsweise 2015 der Literaturförderungspreis der Stadt Graz, 2016 ein Arbeitsstipendium des Berliner Senats und 2018 der Debütpreis des Österreichischen Buchpreises.


Abbildung: Ausschnitt aus einer Leseprobe aus dem Roman „Alles was glänzt“, Luchterhand Literaturverlag, 2018

  Alina Schmuch (Berlin) – Fotografie/Video   Alina Schmuch

Alina Schmuch interessiert sich in ihrer Arbeit für die sich verändernden Verhältnisse des Menschen zur Arbeit und zur Architektur. Vor dem Hintergrund von Metadaten-Analysen durch sogenannte intelligente Systeme, die zur Gestaltung innerer und äußerer Prozesse neuer Arbeitswelten genutzt werden, verschieben sich die Relationen von Privatem und Öffentlichem. Alina Schmuch nähert sich diesen uns umgebenden Strukturen mithilfe der Fotografie und durch dokumentarisches, recherche-basiertes Arbeiten. Sie schafft diskursive Räume, in denen sie angemessene Rahmungen der Gegenwart findet.
1987 in Münster geboren und heute in Berlin lebend, studierte sie Freie Kunst an der Kunstakademie Münster und bis 2014 Medienkunst/Fotografie an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe. Bei letzterer war sie zwei Jahre lang Gastdozentin sowie Researcherin an der Jan van Eyck Akademie in Maastricht, Niederlande. Seit 2010 vermittelt sie ihre Arbeit in zahlreichen Vorträgen und Ausstellungen in mehreren Ländern. Ihr Künstlerbuch „Script of Demolition“ wurde 2014 in Kassel als bestes Fotobuch ausgezeichnet. „LOSK –An Assembly of Shifting Spaces“ wurde 2014 für die 26. Internationale Grafik-Design Biennale in Brno, Tschechien nominiert. Neben mehreren Stipendien erhielt sie u.a. 2013/2014 den ZKM Förderpreis für die Ausstellungen „The New Jerusalem Projekt“ und „The Walk“ und 2015/2016 für die Dokumentarfotografie den Förderpreis 11 der Wüstenrot Stiftung.


Abbildung: Ausschnitt aus der Mehrkanalinstallation „The Inner Office“, HD Video, 2017/2018


►www.alinaschmuch.de
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