Juli

 
  Judith Marlen Dobler (Berlin) – Zeichnung/Buchkunst   Judith Marlen Dobler

Judith Marlen Dobler befasst sich eingehend mit kommunikativen Interaktionen in Design, Wissenschaft und Technologie. Sie interessiert sich für die primäre Kulturtechnik des Zeichnens als soziale und kommunikative Praxis zur Übermittlung (noch) unsichtbarer Erkenntnisse, das Darstellen nonverbalen Wissens und die Artikulation heterogener Wissensformen. 
1975 geboren, schloss sie zunächst eine Lehre zur Möbeltischlerin ab, bevor sie 2005 ihr Diplom in Kommunikationsdesign an der Fachhochschule Potsdam erhielt. 2012 folgte ein Master of Arts in Design an der Hochschule für Gestaltung und Kunst FHNW Basel. Bis 2019 war sie Doktorandin in Europäischer Medienwissenschaft am Institut für Künste und Medien der Universität Potsdam. Judith Dobler erhielt mehrere Preise und Förderungen, u.a. der Red dot Design Award 2012, Stipendium der Deutschen Forschungsgesellschaft 2017 oder das Brückenstipendium für Doktorandinnen der Universität Potsdam 2019. Judith Dobler lebt und arbeitet in Berlin. 


Abbildung: Ausschnitt aus „DIE SKIZZE. Linie und Figur zwischen Deskription und Abstraktion“, 2012

►judithdobler.de/
  Damaris Kerkhoff (Köln) – Objekt/Installation   Damaris Kerkhoff

Damaris Kerkhoff integriert verschiedene Medien wie Fotografie, Zeichnung und Skulptur in räumliche Installationen und schichtet dabei Bezüge, die von Kunstgeschichte über Politik bis hin zu Mediendiskursen reichen. Ihre Arbeiten verhandeln zwischen Figuration und Abstraktion, zwischen einer digitalen und analogen Ästhetik und untersuchen wie eine Bilddefinition im 21. Jahrhundert aussehen könnte.
1987 in Münster geboren und heute in Köln lebend, studierte sie Bildhauerei an der Kunstakademie Düsseldorf und schloss ihr Studium 2014 als Meisterschülerin von Rosemarie Trockel ab. Neben dem Werner-Deutsch-Preis für Junge Kunst des Museum Kurhaus Kleve erhielt sie mehrere Stipendien, u.a. durch die Studienstiftung des deutschen Volkes, die Kunststiftung NRW, das Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW und die Stiftung Kunstfonds. Sie beteiligte sich an Einzelausstellungen, u.a. im museum Goch oder im Ausstellungsraum Sonneundsolche Düsseldorf und an zahlreichen Gruppenausstellungen u.a. im Kunstraum D21 Leipzig oder der Art Düsseldorf.



Abbildung: Ausschnitt aus „Winzig van Goch“, Pappe, Pappmaché, Acrylfarbe. Museum Goch, 2019

►www.damariskerkhoff.com
  Luise von Nobbe (Berlin) – Kuration   Luise von Nobbe

Luise von Nobbe wird im Rahmen des Umweltkurator*innenstipendiums im Künstlerhaus Lukas ihr Ausstellungsprojekt KOLLABORIEREN! - ÖKOLOGISCHE STRATEGIEN IN KUNST UND DESIGN vorbereiten und im Neuen Kunsthaus Ahrenshoop präsentieren. Die Ausstellung greift verschiedene Aspekte des komplexen Verhältnisses von Mensch und Natur auf und untersuchtsucht im Bereich von Kunst und Design innovative Formen des Zusammenspiels. Die gezeigten Arbeiten verkörpern analytische Überlegungen und spielen mit synthetischen Verfahren, die sich verschiedener Medien, Stoffe und Akteure auf verschiedenen (Denk-)Ebenen bedienen. Der Begriff der Kollaboration, der gerade im deutschen Sprachgebrauch ein Feindbild evoziert, erfährt in der Ausstellung eine positive Aufwertung und wird Sinnbild einer bewussten Konfrontation des Menschen mit der Natur zwecks der Erschaffung interaktiver, experimenteller und solidarischer Räume. 
1993 in Kassel geboren, studierte Luise von Nobbe studierte Kunstgeschichte und Germanistik an der Technischen Universität Dresden bevor sie einen Master in Visual Arts and Curational Studies an der Nouva Accademia Di Belle Arte in Mailand absolvierte. Sie versteht sich als kulturelle Vermittlerin, arbeitete als kuratorische Assistenz bei diversen Ausstellungsprojekten, u.a. an den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, dem FM – Centro Per L’Arte Contemporanea in Mailand oder am Künstlerhaus Bethanien. Sie lebt und arbeitet in Berlin.


Abbildung: Ausschnitt aus Tau Pibernat & Vera Castelijns, „T-Yarn“, 2021, Arbeit aus der Ausstellung „KOLLABORIEREN!“
  Albrecht Pischel (Berlin) – Fotografie/Video/Installation   Albrecht Pischel

Albrecht Pischels konzeptuelle künstlerische Praxis umfasst Film, Installation, Performance und Fotografie. Die oft selbst-referentiellen Arbeiten reflektieren die Bedingungen ihrer eigenen Medialität und institutionellen Rahmung und überschreiten dabei Sinnes-, Medien-, Genre- und Kulturgrenzen. In bedacht inszenierten Anachronismen erfahren obsolete Medien eine unerwartete Wiederkehr. Dabei eröffnen Transfers zwischen analogen und digitalen Repräsentationsräumen kunstgeschichtliche, historische, politische und ideologische Reflexionsebenen. 
1981 in Meissen geboren, studierte Albrecht Pischel bildende Kunst an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, an der Hochschule für bildende Künste Hamburg und an der Villa Arson Nizza. Er war Stipendiat/ Resident-Artist am Deutschen Studienzentrum in Venedig, Goethe-Institut Bangkok, Goethe-Institut Minneapolis sowie am TOKAS in Tokyo. In Einzelausstellungen u.a. bei Galerie Exile und Klosterfelde Edition oder in Gruppenpräsentationen wie der 1. Bangkok Biennale, die Manifesta 12 und das Kunsthaus Glarus wurden seine Arbeiten präsentiert. Albrecht Pischel lebt und arbeitet in Berlin und Bangkok.


Abbildung: Ausschnitt aus „Death in Venice 2“, Ready-made, 2015


►www.albrechtpischel.info

  Stefanie Schroeder (Leipzig) – Fotografie/Video   Stefanie Schroeder

Stefanie Schroeder überschreitet in ihren fotografischen Arbeiten die Grenzen dieses klassischen Mediums. Sie greift auf besondere Kameramodelle zurück, wie die Lochkamera oder eine Spezialkamera, die laut Hersteller die menschliche Aura abbilden kann oder produziert Videos und Kurzfilme. Zusammen mit Juliane Jaschnow drehte sie die beiden experimentellen Dokumentarfilme „Die Wirkung des Geschützes auf Gewitterwolken“ und „[‚d℧ŋkl‘‘dɔɪ̯ʧlant]“.
1981 in Weimar geboren, studierte Stefanie Schroeder zunächst Kunstpädagogik, Kunstgeschichte und Kommunikationswissenschaft an der Universität Greifswald. 2006 folgte ein Studium der Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. Wichtige Ausstellungen waren u.a. „Under Pressure – Über Formen des Autoritären und die Macht der Entscheidung“ im frei_raum Q21 im Museumsquartier Wien, „gute aussichten deluxe“ im Haus der Photographie Deichtorhallen Hamburg oder „fotografia joven alemana 2014 / 2015“ im Goethe-Institut Mexiko City. Ihre Videoarbeiten wurden auf nationalen und internationalen Filmfestivals gezeigt, u.a. beim November Film Festival in London oder beim Kurzsüchtig Shortfilm Festival in Leipzig. Sie lebt und arbeitet in Leipzig.


Abbildung: Ausschnitt aus „Innere Einheit“, 12 Sofortbilder, Coggins Kamera, 2011


►www.schroederstefanie.de

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