Oktober

 
  Mila Panic (Berlin) – Fotografie/Video/Installation   Mila Panic

Mila Panic arbeitet installativ mit den Mitteln des Videos, der Fotografie, Objekten und Erinnerungsstücken. Dabei sind ihre persönlichen Erfahrungen und die ihrer Familienmitglieder deutlich erkennbar, aus denen sie neue visuelle Geschichten entstehen lässt. Fragen im Zusammenhang mit der Phänomenologie des Ortes oder einem erweiterten Begriff von Zugehörigkeit fließen ein. Dabei will sie die existierenden Erzählungen der Diaspora in Bosnien und Herzegowina und die Erwartungen eines besseren Lebens durch Auswandern neu definieren. 
1991 in Bosnien-Herzegowina geboren, studierte sie an der Academy of Arts in Banja Luka und Public Space and New Artistic Strategies an der BAUHAUS Universität Weimar. Ihre Arbeiten waren bereits Teil zahlreicher Ausstellungen u. a. im Künstlerhaus Wien (2015), dem Museum of Contemporary Art in Skopje (2015) oder der Moscow International Biennale for Young Art (2018). Einzelausstellungen fanden unter anderem in der Helmut Gallery Leipzig (2018), der Reflektor Gallery Uzice (2018) und der U10 Gallery Belgrad (2017) statt. Sie erhielt Preise wie den Jury Award for the best video work des Video Park-Festivals (Uzice, Serbien 2018). Sie lebt und arbeitet in Berlin.


Abbildung: Ausschnitt aus „Südost Paket“, Installation, Klänge, 2017 (laufend)

milapanic.net
  Regina Scheer (Berlin) – Literatur   Regina Scheer

Regina Scheer ist eine Schriftstellerin, die gegen das Vergessen schreibt. Ihr geht es um die Annäherung an verdrängte Schichten der Vergangenheit und der Frage nach dem Handlungsspielraum des Einzelnen dabei. Von ihr verfasste Biografien präsentieren dokumentarisches Material, die als essayistische Sachbücher dennoch mit literarischen Mitteln arbeiten. Auch in ihren Romanen gibt es keine starren Grenzen zwischen einer authentischen, realitätsbezogenen Darstellung und freier literarischer Gestaltung. 
1950 in Berlin geboren, studierte sie Theater- und Kulturwissenschaft an der Humboldt-Universität Berlin. Danach arbeitete sie als Texterin beim Oktoberklub, als Redakteurin bei der Studentenzeitung Forum und bei der Literaturzeitschrift Temperamente. Seit 1990 ist sie als Publizistin, Historikerin, Redakteurin, Herausgeberin und Schriftstellerin tätig. Ihr erstes Buch „Ahawah-das vergessene Haus“ erschien 1992 im Aufbau Verlag, wo auch „Es gingen Wasser wild über unsere Seelen“ (1999) und „Im Schatten der Sterne“ (2004) erschienen. 2014 erschien ihr erster Roman „Machandel“ im Knaus Verlag, für den sie 2015 den Mara-Cassens-Preis bekam und 2018 den ver.di-Literaturpreis für Berlin und Brandenburg. 2019 erschien der Roman „Gott wohnt im Wedding“ im Penguin-Verlag. Sie lebt und arbeitet in Berlin.


Abbildung: Leseprobe aus „Moische“
  Sarah Schuschkleb (Halle) – Schmuck/Skulptur   Sarah Schuschkleb

Sarah Schuschkleb nutzt die Möglichkeiten des Schmucks und der körperbezogenen Kleinplastik. In ihren Werken experimentiert sie mit der haptischen und visuellen Wahrnehmung. So werden aus Ringen und Ketten Schatten und aus Schokolade und Zigaretten eine Reihe von Druden. 2014 setzte sie sich zudem in Form einer partizipativen Live-Performance Living Jewelery mit dem Konzept des Schmuckstückes auseinander. Sie ist Gaststipendiatin der Kunststiftung Sachsen-Anhalt.
1985 in Ludwigsburg geboren, absolvierte sie das Berufskolleg für Design, Schmuck und Gerät an der Goldschmiedeschule Pforzheim und studierte an der Burg Giebichenstein – Hochschule für Kunst und Design Halle im Fachbereich Schmuck. Seit 2018 ist sie Meisterschülerin bei Prof. Hans Stofer und erhielt das Meisterschülerinnenstipendium des Fördervereins zum Aufbau einer Juliane Noack Künstlerförderung e.V.. Ihre Arbeiten waren u.a. bei der Marzee International Graduate Show in Nijmegen (2017), im Österreichischen Museum für angewandte Kunst/Gegenwartskunst in Wien (2018) oder beim 17. Erfurter Schmucksymposium, Angermuseum Erfurt (2019) ausgestellt. Sie lebt und arbeitet in Halle.


Abbildung: Ausschnitt aus „Medusa“,Ring, Kupfer, Glasperlen, 2013

sarahschuschkleb.de
  Katharina Zimmerhackl (Leipzig) – Skulptur/Installation   Katharina Zimmerhackl

Katharina Zimmerhackl arbeitet als Konzeptkünstlerin und Theoretikerin, deren Praxis sich im Bereich Installation, Performance und Klangkunst sowie Grafik und Zeichnung bewegt. Der Fokus liegt auf der Ergründung verschiedener Wissensformen, ihrer geschichtlichen Produktion und politischen Tragweite. Dabei eignet sie sich wissenschaftliche Methoden an und überführt durch Reinszenierung und Fragmentierung das recherchierte Material in Skripte, Notationen oder Partituren, die Körper und Stimme in den Fokus rücken. Als Redakteurin und Grafikerin ist sie Teil des Zeitschriftenprojekts outside the box –Zeitschrift für feministische Gesellschaftskritik. Die theoretischen und kulturpolitischen Auseinandersetzungen und ihre künstlerische Praxis gehen dabei fließend ineinander über. 
1983 in Palo Alto/USA geboren, studierte sie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig sowie der Academy of Fine Arts Helsinki Medienkunst, Grafik-Design und Buchkunst. Neben Aufenthaltsstipendien u.a. im Lokaal01 Antwerpen, im Künstlerdorf Schöppingen oder im Atelier Salzamt Linz war sie 2017 für den Kunstpreis junger westen nominiert. Ausstellungen oder Performances hatte sie u.a im Moscow MOMA, in der Galerie für zeitgenössische Kunst Leipzig oder Haus der elektronischen Künste Basel. Seit 2017 ist sie als Kuratorin und künstlerisches Kuratoriumsmitglied im D21-Kunstraum Leipzig aktiv und seit 2019 Teil des Kunstbeirats der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen. Sie lebt und arbeitet in Leipzig.


Abbildung: Ausschnitt aus „Sleep is the lover I fear“ Typografische Partitur, Leporello, 18 Seiten, 13 x 24 cm (geschlossen), 2018

www.katharinazimmerhackl.de
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