März

  Klara Albertsson (Borås/SE) – Textil   Klara Albertsson

Für Klara Albertsson steckt in Textilien Existenz. Sie tragen Geschichten, körperliche Erinnerungen und sind stille Zeugen im Leben jeder, jedes Einzelnen. Unsere Haut steht zu nahezu jedem Zeitpunkt mit Textilien in Kontakt. Diese Gedanken spiegeln sich in ihren meist gewebten, gestickten oder gefärbten Textilarbeiten wieder. Indem sie zwischen figurativ und abstrakt oder innerhalb verschiedener Techniken wechselt, verändert sie den Ausdruck der Werke.
1991 in Vänga/Schweden geboren, derzeit in Göteborg/Schweden lebend, studierte sie nach einer Textilhandwerksausbildung in Carl Malmstens Capellagården Fine Arts in Craft an der Universität Göteborg und am HDK Kampus Steneby/Schweden. Ihre Werke wurden u.a. mit Preisen wie dem Eidemstiftelsens Stipendium oder der Fabrikör J.L. Eklunds Hantverksstiftelse ausgezeichnet. Bei zahlreichen Einzelausstellungen, u.a. in der Galleri Glasverandan in Fristad und bei Gruppenausstellungen wie der Nääs Konsthantverk in Floda oder im Ateljé Tio in Göteborg waren ihre Werke zu sehen. Sie ist Mitinitiatorin des „Off Loom Projekt“ und des „Studio Billingsfords“ (Schweden), in dem Zuschauer*innen interaktiv mitgestalten. Sie ist als Austauschstipendiatin aus der Ålgården – Künstlergalerie und Werkstatt in Borås/Schweden am Projekt JUNGE KUNST AUS NORDEUROPA beteiligt.


Abbildung: Ausschnitt aus „SCHATTEN“, Gewebe (Ryantechnik), verschiedene Textilien, Wolle, Baumwolle, Seide, Leinen, 135 x 240 cm, 2017

www.klaraalbertsson.com
  Sophie Bruhn (Wismar) – Kommunikationsdesign   Sophie Bruhn

In Sophie Bruhns Zeichnungen werden Grafik, Illustration und Skizzen aus der Natur miteinander verknüpft oder für den entsprechenden Verwendungs- zweck entwickelt. Im Bereich Corporate Design sieht sie es als ihre Aufgabe an, jeweils eigene, wiedererkennbare Zeichen für Unternehmen zu kreieren.
1988 in Bützow geboren, fing sie zunächst eine Fotografie Ausbildung und ein Betriebswirtschaftsstudium an, bevor sie Kommunikationsdesign und Medien an der Hochschule Wismar studerte. Ihre Installation „Paradise is Man-Made“ wurde im Rahmen der Jahresausstellung DIA (Design, Innen- und Architektur) der Fakultät Gestaltung der Hochschule Wismar mit dem Kunstpreis geehrt. Dieser besteht in einem einmonatigen Arbeitsaufenthalt im Künstlerhaus Lukas und der Beteiligung am Projekt JUNGE KUNST AUS NORDEUROPA.



Abbildung: „Paradise is man-made “, Objekt, div. elektronische Bauteile, 6 x 10 cm, 2019
  Charleen Dahms (Greifswald) – Fotografie   Charleen Dahms

Einen wesentlichen Bestandteil Charleen Dahms fotografischer Arbeitsweise bildet die analoge Fotografie. Mit einem sensiblen Gespür für die Bedeutsamkeit und Emotionalität flüchtiger Momente nimmt sie Orten und Personen ihre Vergänglichkeit und entwickelt eine Narration, die in ihren Bilderserien erzählt wird.
1995 in Berlin geboren und derzeit in Greifswald lebend, studiert sie seit 2014 am Caspar-David-Friedrich-Institut der Universität Greifswald Bildende Kunst. Präsentiert wurden Ihre Arbeiten bereits in Einzelausstellungen, wie „EASY“ im Café Koeppen oder „Charleen Dahms-Photographie“ im Kunst Design ETcetera sowie in Gruppenausstellungen wie „Next To Me“ beim Umweltfotofestival »horizonte zingst«, „AUSFLÜGE 18“ auf dem Künstler Gut Loitz. Beim studentischen Wettbewerb INSOMNALE wurde sie mit dem Aufenthaltsstipendium im Künstlerhaus Lukas und der Teilnahme am Projekt JUNGE KUNST AUS NORDEUROPA prämiert.


Abbildung: Fotografie aus der Serie „Easy“

www.charleendahms.de
  Pouria Eghdami (Berlin) – Klangkunst/Komposition   Pouria Eghdami

Der Komponist und Klangkünstler Pouria Eghdami betätigt sich unkonventioneller Technologien und Elektroniken unter Betrachtung von Schallwellen, instrumentalen Mechanismen und Körperlichkeit. Auf diese Weise entwirft er eine mikroskopische Klangproduktion und skizziert das Verhalten von Substanzen und Kräften, die er als heterogene und ungleiche Elemente zusammenbindet, sie in einzelnen Kontexten oder Apparaten ansammelt.
Er wurde 1987 geboren, lebt heute in Leipzig und studierte nach einem Bachelor of Music an der Teheraner Universität, an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig sowie an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden. Seine Musik wurde vielfach auf internationalen Festivals aufgeführt, u.a. beim International Contemporary Music Festival CROSSROADS in Salzburg/Österreich oder bei Festivals im Zentrum für Zeitgenössische Musik Leipzig. Er nahm an vielen Projekten teil und erhielt zahlreiche Stipendien und Preise u.a. beim Wettbewerb für Internationale Elektroakustische Komposition der Österreichischen Vereinigung Zeitgenössischer Musik oder das Sächsische Landesstipendium.


Abbildung: Ausschnitt aus „HOODOO [erosion survey II]“, für Ensemble, Objekte and Elektronik, 2017-18

www.pouriaeghdami.weebly.com
  Kamilla Herskind (Svendborg/DK) – Grafik/Zeichnung   Kamilla Herskind

Kamilla Herskind liebt in ihrer künstlerischen Arbeit all das, was ansonsten in der heutigen Kunst beinahe verpönt ist: Handwerk, Schönheit oder Romantik. Gedanken von außen und offensichtliche Symbolik lässt sie verflüchtigen, um damit ihr Bild in eigener Reinheit wachsen zu lassen. Während ihre frühen Werke sich aus den existenziellen Fragen zu Leben, Tod und Einsamkeit entwickelten, beschäftigt sie sich heute mit den Wegen und Kompromissen der Menschen.
1991 in Svendborg/Dänemark geboren, lebt sie in zwei Bauwagen auf dem Land auf der dänischen Insel Fünen. Nach einer Schneiderlehre mit Meisterabschluss begann sie sich intensiv der Malerei, Zeichnung und Grafik zuzuwenden. Der dänische Fernsehsender TV2 begleitet sie und ihr Leben regelmäßig, um Anderen ihre bewusst andere Lebensweise zu vermitteln. Sie ist Mitglied in Fynsk Grafiske Verkstad Odense und Saks Graphic Cellar, einer Kunstgalerie in Odense/Dänemark. Sie ist Austauschstipendiatin der Fynsk Grafiske Verkstad und nimmt am Projekt JUNGE KUNST AUS NORDEUROPA teil.


Abbildung: „Aus der Dunkelheit“, Kohle auf Papier, 104 x 74 cm, 2018

www.kamillaherskind.com
  Mariusz Hoffmann (Werne) – Literatur   Mariusz Hoffman

Der Autor Mariusz Hoffmann nutzt Erinnerungen und Anekdoten seiner Kindheit mit Migrationserfahrung als Inspirationsquelle seiner literarischen Arbeit. So auch in  seinem aktuellen Romanprojekt „Dorfköter“, das 2017 beim 25. open mike - Wettbewerb für junge Literatur ausgezeichnet wurde. „Als ich als Kind nach Deutschland kam, war meine Herkunft meistens ein Problem. Manche machten nur ihre Witze, andere wurden aggressiv, wenn sie erfuhren, dass ich ein Ausländer, ein Pole bin. Also verleugnete ich meine Herkunft. In meinen literarischen Texten gehe ich wieder dahin zurück. Nach Polen und in die eigene Familiengeschichte, die viele kleine Geschichten verborgen hält.“
Der 1986 im polnischen Strzelce Opolskie geborene Mariusz Hoffmann wohnt heute in Werne. Er studierte Philosophie an der Universität Hamburg, später Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus, sowie Literarisches Schreiben und Lektorieren an der Universität Hildesheim. 2019 war er Teilnehmer der Schreibwerkstatt der Jürgen Ponto-Stiftung im Herrenhaus Edenkoben. Außerdem ist er Mitherausgeber der Literaturzeitschrift BELLA triste.


Abbildung: Leseprobe
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