August

  Künstler*innenkollektiv PARA   Kollektiv PARA

PARA ist eine Künstler*innengruppe aus Berlin und Frankfurt am Main mit re- cherchebasiertem Ansatz. Das Kollektiv um Bastian Sistig, Peter Behrbohm, Lina Brion, Josephine Hans und Kolja Vennewald erkundet zukünftige Ruinen, Narrative der Erinnerungspolitik und befragt die Kulturerbe-Tauglichkeit derzeitiger Modi des Zusammenlebens. Dazu arbeitet PARA interdisziplinär, ortsspezifisch und performativ, mit Techniken der Re-Konstruktion und Spekulation zwischen Forschung und Fiktion. In Ahrenshoop geben sie Einblicke in ihr Projekt: Wie die Globalisierung zu einem Ende kam – fiktiver Wissenschaftskongress zwischen darstellender und bildender Kunst.
Darin machen sie die aus ihrer Sicht zukünftigen Überreste des globalen Finanzsystems sichtbar. In Auseinandersetzung mit Zeitfragen und Narrativen der Erinnerungspolitik fragt die Künstler*innengruppe u.a., welche historische Rolle werden Kreditderivate, Aktienindizes und Risikokultur einmal gehabt haben oder welche Ruinen wird die Finanzspekulation hinterlassen und wie spekuliert man auf die künftigen Trümmer der Gegenwart?


Abbildung: PARA

www.p-a-r-a.org

  Martina Kändler (Skulptur), Joanna Maxellon (Film) und Anna Steward (Performance)   Joanna Maxellon

Martina Kändler, Joanna Maxellon  und Anna Steward gründeten ihre Künstlergruppe 2018 in Tokyo. Aus Japan brachten sie ihre Faszination für minimalistische Raumerfahrungen mit. Beobachtungen der Bedeutung des Bühnenraumes im traditionellen japanischen Theater oder die generelle Veränderung der Organisation architektonischer Volumina und der darin platzierten Objekte lässt sie nach neuen Formen der Repräsentation von Kunst im Ausstellungsraum suchen. In ihrem Video- und Performanceprojekt Organisation des perfekten Raumes fragen sie beispielsweise, ab welchem Punkt der Raum zum Gegenstand oder zu einem souveränen Kunstwerk werden kann. Die Bedeutung der Leere zwischen den verwendeten Objekten spielt dabei ebenso eine Rolle wie der Versuch, skulpturale, filmische und performative Mittel zu verbinden und in Beziehung zu setzen als gleichsam räumliche und philosophische Kategorie.

Abbildung: Joanna Maxellon Ausschnitt aus „Papillon“, Installation, 2014

maxellon.de     martinakaendler.de
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