Februar

  Mats Kolmisoppi Malmö / Schweden  

Geboren 1976 in Uddevalla / Schweden | arbeitet als freier Literaturkritiker | gibt Seminare im Kreativen Schreiben an der Nordischen Volkshochschule in Kungälev | Veröffentlichungen u.a.: 2001 „I mean now“ Collection of shortstories; 2005 „The Hooverers“ Roman, 2008 „Bryssel“ Roman | erhielt 2005 den Literaturpreis der Zeitung „Aftonbladet“ | 2006 Stipendium von der Albert Bonniers Stipendienstiftung | lebt und arbeitet in Malmö / Schweden  

Mats Kolmisoppi arbeitet für eine Zeitung als Literaturkritiker. Sein erstes Werk, eine Sammlung von Kurzgeschichten, setzt sich mit der Identität von Subkulturen auseinander. Ebenso geht es den Protagonisten seines ersten Romans „The Hooverers“, die mit den post-modernen Begebenheiten hadern. Gerade erschien sein zweiter Roman „Bryssel“, in dem sich Kolmisoppi diesmal mit der Gedankenwelt europäischer Auswanderer beschäftigt hat.

Abbildung: Leseprobe aus „Bryssel“, 2008
Übersetzung aus dem Schwedischen: Frank Janzen

  Stephanie Link Coppengrave  

Geboren 1964 in Detmold | 1985-89 Studium Produktdesign an der FH Hildesheim | 1989-92 Studium der Freien Kunst an der HBK Braunschweig | 1995 Skulpturen im öffentlichen Raum, Gast am Emily-Carr-College-of-Art & Design in Vancouver | 1999 Bildhauersymposium Stein & Stahl, Strodehne / Brandenburg | 2002 European Wallpainting Festival, Stegna / Polen | 2005 Artist-in-Residence, Höhr-Grenzhausen | 2006 „Peace of Art“, Internationales Symposium, Ammersbek | Ausstellungen u.a.: 1993 Galerie Cebra, Düssel-dorf; 1998 Kunsthaus Ahrenshoop; 2000 BBK, Künstlerhaus Hannover; 2002 St. Jacobikirche, Göttingen; 2005 Keramikmuseum, Westerwald; 2007 Städt-ische Galerie Lehrte mit Kay Wentzel | lebt und arbeitet in Coppengrave

Die Skulpturen von Stephanie Link beschreiben ein Inneres, das aber meistens nicht sichtbar wird. Oft sind es gefäßhafte Objekte, deren Hülle Grenze und zugleich Verbindung zwischen Außen und Innen ist, dem es gleichzeitig eine Form gibt. Das Verschließen und Verwahren eines Gegen-standes bezeichnet ihn als etwas Wertvolles, als ein Stück konzentrierter Energie, die durch die schützende Hülle bestehen bleibt, zur möglichen Nutzung bei Bedarf. Gefäß plus Inhalt werden so zum Potential, wie eine Batterie, eine Spardose, ein Sack mit Brennstoff, ein Samenkorn, eine Tüte mit Lebensmitteln. 

Abbildung: „Bambo“, Porzellan/Steinzeug, 18 x 25 x 17 cm, 2006/2007
  Krisztina Megyeri Stuttgart  

Geboren 1974 in Budapest/ Ungarn | Klavier- und Kompositionsstudium am Béla Bartók Konservatorium, Budapest | danach Studium der Instrumental-komposition und elektroakustische Komposition an der Musikakademie Franz Liszt | 1999 in Frankreich Studium am CNSMD (Conservatoire national supérieur musique et danse) in Lyon und Paris | 2006 2.Examen mit Aus-zeichnung in Musikologie an der Université Paris-VIII-Saint Denis | Stipendien u.a.: 1999/2003 Stipendium der französischen Regierung; 2005-06 Stipen-dium der Fondation Natexis - Banques Populaires; 2006/07 Stipendium der Akademie Schloss Solitude | Auszeichnungen u.a.: 2003 1. Preis des Cergy-Pontoise-Wettbewerbs für junge Komponisten; 2006 1.Preis des István Vántus Kompositionswettbewerbs | Auftragsarbeiten u.a. 2003 für das Théâtre du Châtelet („Le jardin étranger“); 2005 für das Ensemble Musique Nouvelles, Belgien („Octet“) | lebt und arbeitet in Stuttgart

Krisztina Megyeri hat zuletzt ihre erste Oper mit Unterstützung der Fondation Natexis Banques Populaires realisiert. Zuvor hat sie etliche Stücke für Ensembles, Soli und Orchester geschrieben. Ihre Kompositionen wurden u.a. in Frankreich, Belgien, den USA, Ungarn und der Schweiz aufgeführt. Demnächst möchte sie sich einer Komposition für ein Orchester und ein Saxophone Trio widmen.

Abbildung: Notenblatt aus „Le jardin étranger“, Partition für Sopran und Ensemble, 2003
  Patricia Pisani Berlin  

Geboren 1958 in Buenos Aires / Argentinien | 1976-83 Studium der Bild-hauerei an der Academia Nacional de Bellas Artes M. Belgrano und an der Academia Superior de Bellas Artes P. Pueyrredon, Buenos Aires | 1983 Abschluss als Kunsterzieherin | 1983-90 Arbeit als freie Künstlerin, Dozentin und Designerin in Argentinien | 1991-93 Aufbaustudium Freie Kunst an der Staatlichen Kunstakademie Stuttgart | 1993-94 Studium am Institut für Kon-text, Universität der Künste, Berlin | 1996-04 verschiedene Lehraufträge für die Universität der Künste und die Kunsthochschule für Gestaltung, Berlin | Stipendien u.a.: 1995 Stipendium Goldrausch, Künstlerinnen-Programm des Senats Berlin; 2000 Aufenthaltsstipendium Künstlerhaus Schloss Plüschow Mecklenburg; 2007 Stipendium der Käthe-Dorsch- und Agnes-Straub-Stiftung | Auszeichnungen u.a.: 1988 Preisträgerin des 5. Wettbewerbs Junge Kün-stler, Buenos Aires; 2003 Preisträgerin der Georg-Kolbe-Stiftung | Ausstel-lungen u.a.: 2003 Installationen, Georg-Kolbe-Museum, Berlin; 2005 Bild-hauer-Symposium-Humboldtwiese (Gruppenaustellung), Berlin | lebt und arbeitet in Berlin

Patricia Pisani ist für ein zweimonatiges Projektstipendium im Künstlerhaus Lukas. Die gebürtige Argentinierin lebt seit 1990 in Deutschland und arbeitet als freie Künstlerin in Berlin. Ihre Installationen bewegen den Betrachter zum Mitdenken und fordern ihn auf zu partizipieren. Oft sind Alltagsgegenstände Objekte ihrer Arbeit. Sie beschäftigt sich unter anderem mit der Vergangen-heitsbewältigung, dem Vergessen oder dem Konsumdenken der modernen Gesellschaft. Ihre Arbeit vereint zahlreiche künstlerische Bereiche, so ent-warf sie ein Kleid aus einem einzigen endlosen Reißverschluss oder sam-melte in Gummi gegossene Künstlerohren in Apothekergläsern. 

Abbildung: Aus der Installation „BIRTH OF TIME“, Pappmaché, 1997
  Susanne Ring Berlin  

Geboren 1966 in Mainz | 1989-96 Studium und Meisterschülerin an der Uni-versität der Künste in Berlin bei Prof. Dieter Appelt, Prof. Christiane Möbus | Weiterbildung an der UdK Berlin, Studienschwerpunkt: Kunst und Therapie, 2000 Abschluss | Stipendien: u.a. 1993 Stipendium der Cusanusstiftung, Bonn; 1998 Arbeitsstipendium Künstlerhaus Hooksiel; 2002 Barkenhof-stipendium, Künstlerhaus Worpswerde; 2007 Künstlerhaus Schloß Balmoral | Auszeichnungen u.a.: 1998 Gustav-Weidanz-Preis für Plastik, Moritzburg Halle; 2000 Förderung für das Ausstellungsobjekt Mukojima net. in Tokio durch das Institut für Auslandsbeziehungen, Stuttgart | Ausstellungen u.a.: 1995 „Freiheit, Zucht und Ordnung“, Galerie Manfred Giesler, Berlin; 1997 „Adieu, Schweinchen schlau“, Kunstadapter, Wiesbaden; 2001 „She devil - icke ooch“, Galerie éf, Tokio; 2005 „Das letzte Hemd hat keine Taschen“, Galerie Röhr/Jenschke, Berlin; 2007 „Lumpengesindel“, Kunsthaus Essen | lebt und arbeitet in Berlin

Susanne Ring arbeitet vorwiegend mit Ton. Ihre keramischen Plastiken wirken sehr verletzlich und provozieren durch die Wahl des Materials einen Bezug zum gefälligen Kunsthandwerk. Man sucht vergeblich nach einer praktischen Funktion der Plastiken. Es sind keine Alltagsgegenstände, sondern Figuren, die teilweise halb Mensch, halb Tier sind oder Themen, wie etwa zwischenmenschliche Beziehungen darstellen. Zurzeit interessiert Susanne Ring die Kombination verschiedener Materialien wie Beton, Holz oder Keramik, in der sie eine spannungsvolle Ambivalenz des Befremdens entdeckt.



Abbildung: Ausschnitt aus der Serie „Before POP UP“,
10 Fotoplots, laminiert, 70 x 100 cm, 1999

  Michael Scheffer Leipzig  

Geboren 1953 in Schmalkalden | 1982-87 Studium der Fotografie in Leipzig bei Arno Fischer | Stipendien u.a.: 1996 Förderstipendium Kulturfonds | Ausstellungen u.a.: 1997 „Das Land Lille“, Buch und Ausstellung im Centre Regional de la Photographie, Douchy les Mines; 1999 „Mond“ Katalog und Ausstellung, Galerie Kleindienst, Leipzig; 2006 „Dahinter die 70 Städte“ Fotografien, Galerie für Zeitgenössische Kunst, Leipzig | Auszeichnungen: 1991 Preis der Jürgen-Ponto-Stiftung, Frankfurt a. M. ; 1992 Otto-Dix-Förderpreis, Gera | lebt und arbeitet in Leipzig

Michael Scheffers Fotografien sind von einer skurrilen Einfachheit. Die in schwarz-weiß gehaltenen Aufnahmen zeigen nur Ausschnitte der Realität. Der Beobachter erahnt lediglich Zusammenhänge und eventuelle Kausa-litäten. Diese schemenhaften Nahaufnahmen strahlen eine traurige Schönheit aus. Zudem wirken die gezeigten Landschaften sehr eng und karg. Die kleinen Formate und der trübe Schleier auf den Bildern erweckt zusätzlich eine interessante Abbildung der Wirklichkeit.

Abbildung: Aus der Serie „Vier Zweige“, 17 Fotografien, 2001
UNTERWEGS IM FEBRUAR
Im Rahmen unseres internationalen Austauschprogramms erhielt Johanna Creutzburg ein einmonatiges Arbeitsstipendium für die Grafikwerkstatt Simrishamn/Schweden.
  Johanna Creutzburg Langendamm  

Geboren 1982 in Rostock | 2002-2003 Studium der Freien Kunst an der Universität Greifswald | 2003-2007 Studium an der Hochschule für Ange- wandte Wissenschaften Hamburg | Stipendien u.a.: 2006 Erasmusstipen- dium an der Universidad de Granada, Spanien; 2007 Stipendium der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg | Ausstellungen u.a.: 2006 „nicht jetzt“ Kleefeld, Hamburg; „Kcrrims Meärchn“ Galerie Icon, Berlin; 2007 „Aufbruch I“ Techniker Krankenkasse Hamburg | Auszeich-nungen u.a.: 2007 Auszeichnung beim ArtDirectorsClub Award | lebt und arbeitet in Langendamm

Johanna Creutzburg arbeitet in Serien. Seit ihrer letzten Werkserie „Träume – Eins bis Acht“ hat sie begonnen grafischer und erzählerischer zu arbeiten. Dabei geht sie nach intensiver Recherche ihrer Themen in den Arbeitspro- zess über, der sich durch die Wiedergabe in einem künstlerischen Medium wie der Druckgrafik äußert. So versucht sie den Betrachter wachzurütteln und zu eigenen Überlegungen anzuregen.

Abbildung: „Das Blattgold verteilen“ Aus der Serie „The Happy Prince“, 2007
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