September

  Franca Bartholomäi – Halle  

geboren 1975 in Hohenmölsen I 1994-2003 Studium der Malerei und Grafik auf Burg Giebichenstein Hochschule für Kunst und Design Halle I seit 2005 Mitglied bei XYLON, Internationale Vereinigung der Holzschneider e.V. I Stipendien und Preise u.a.: 2000 Ars Halensis-Preis der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt; 2003 Stipendium für das Virginia Center fort he Creative Arts, USA; Stipendium der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt für das International Studio and Curatorial Program, New York I Einzelausstellungen u.a.: 2002 Künstlerhaus Schloß Wiepersdorf; 2007 XYLON-Museum, Schwetzingen; 2008 Galerie am Domplatz, Halle I Aus- stellungsbeteiligungen u.a.: 2003 „Teilungen“, Kunstraum Martinikirche Halberstadt; 2003 „Vorbild-Nachbild – Hommage á Lucas Cranach d.Ä.“, Altes Rathaus, Cranach-Stiftung Wittenberg; 2008 „Bartholomäi und Petersohn – Scherenschnitte und Malerei “, FORUM für MALEREI, Halle I Ankäufe durch die New York Public Library und das Land Sachsen-Anhalt I lebt und arbeitet in Halle/Saale

„Ich möchte der Welt ein Stück des Zaubers zurückgeben, der ihr im Prozess der Moderne genommen wurde. In oft archaisch anmutenden Bildern erzähle ich von den kleinen Wundern und den großen Tragödien des Lebens, wenn man so will, erzähle ich meine persönlichen Mythen.“ Im Spannungsverhält- nis von Althergebrachtem und Neuem konfrontiert Franca Bartholomäi traditionelle Scherenschnitt- bzw. Holzschnitttechnik mit assoziativen Zitaten aus Comic, Fantasy und Science Fiction.

Abbildung: Ausschnitt aus „Der Wundenhüter“, Holzschnitt, 2006
  Katrín Elvarsdóttir – Reykjavík/Island  

Geboren 1964 | 1988 BA Französisch | 1990 Brevard Community College, Florida | 1991 Art Institution of Boston, BFA | Lehrtätigkeit: 1992 Art Institute of Boston | 1998 Kolding Design School, Kolding, Dänemark | 1989/99 IBA Design Management, Kolding, Dänemark | 2006/07 Kunstakademie Island, Reykjavík | Preise und Stipendien u.a.: 2002 Kunst und Kultur Stiftung, Ministerium für Bildung und Kultur, Island | Stipendium der Icelandic Visual Arts Copyright Association | 2003 „Krappy Kamera”, Soho Photo Gallery, New York | „Merit Award”, Gesellschaft für zeitgenössische Fotografie, Kansas City | Reisestipendium des isländischen Ministeriums für Bildung und Kultur | 2004 Stipendium der Kulturstiftung isländischer Banken | 2007 Reisestipendium der Stockholmer Kulturstiftung | Ausstellungen u.a.: 1990 Grey Gallery, Cocoa, USA | 1992 Gallery South, Boston, USA | G15 Gallery, Reykjavík, Island | 1996 Gallery on 3, Boston, USA | 1998 Café Biografen, Vejle, Dänemark | 2002 „Revenants/Proximal Dimension“, Galerie Skuggi, Reykjavík, Island | 2003 „Breathless“, Mokka, Reykjavík, Island | 2004 „Memory“, Hafnaborg Institute of Culture and Fine Art, Hafnafjödur, Island | 2005 „Longing“, Isafjordur Kunstmuseum, Isafjordur, Island | 2007 „Of This World“, ASI Museum, Reykjavík, Island | „Without a Trace“, Nationalmuseum Island, Reykjavík, Island | lebt und arbeitet in Reykjavík

Katrín Elvarsdóttir entwirft in ihrer Fotoserie „Without a Trace“ ein Gesch-ichte, in der eine Gruppe Kinder zu beobachten ist, die scheinbar allein durch einen Wald streift. Als Vorbild diente ihr dabei das Märchen von Hänsel und Gretel. Sie möchte weniger realistische Abbilder der Welt schaffen oder durchkomponierte Inszenierungen, lebende Bilder, als vielmehr Kurzfilme in einzelnen Bildsequenzen. Den Betrachter lässt sie die Anwesenheit einer Kamera aber nie vergessen, Licht- und Schatteneffekte fokussieren gleich-zeitig den Blick auf die Bildmitte, wodurch der Eindruck entsteht, man schaue selbst durch ein Objektiv auf das Abgebildete. Das Nebeneinander von Licht und Schatten unterstützt zur selben Zeit den märchenhaften Charakter der Fotografien.

Abbildung: Ausschnitt aus „Mobile Home After Midnight“, Fotografie, 2006
  Dieter Gräf – Berlin  

geboren 1960 in Ludwigshafen am Rhein | Aufenthalte in Köln, Rom, New York und Vézelay | 1996-2007 Mitglied im P.E.N.-Zentrum in Deutschland | Preise und Stipendien u.a.: 1997 Leonce-und-Lena-Preis der Stadt Darm- stadt; 1999 Stipendium Villa Aurora Los Angeles; 2000 Stipendium der Stif- tung Kunst und Kultur des Landes NRW; 2004 Stipendium Villa Massimo in Rom; 2005 Writer-in-Residence Deutsches Haus an der NYU in New York; 2007/08 Stipendium des Deutschen Literaturfonds | seit 1996 Mitglied im P.E.N.-Zentrum in Deutschland | Publikationen u.a.: 1994 „Rauschstudie: Vater + Sohn“, Gedichte, Frankfurt am Main: Suhrkamp; 1997 „Treibender Kopf“, Gedichte, Frankfurt am Main: Suhrkamp; 2000 „Tussirecherche“ (mit Margret Eicher), Katalog, Heidelberg: Wunderhorn; 2002 „Westend“, Gedichte, Frankfurt am Main: Suhrkamp; „Tousled Beauty“, Gedichtauswahl dt./engl., Kopenhagen und Los Angeles: Green Integer; 2005 „Taifun“ (mit Volker Staub), CD-Rom, Accademia Tedesca Roma Villa Massimo; 2007 „Pjesme / Gedichte“ Booklet dt./kroat., Zagreb; 2008 „Buch Vier“, Gedichte, Frankfurt am Main: Suhrkamp | lebt und arbeitet in Berlin

Dieter M. Gräf, der seit seiner Schulzeit Gedichte schreibt, ist in erster Linie Verfasser hochartifizieller lyrischer Texte, in die immer wieder aktuelle Erfahrungen des Autors einfließen. Seit seinem originellen Debüt mit „Rau- schstudie: Vater+Sohn“ im Jahr 1994 hat sich Dieter M. Gräf den Ruf eines Lyrikers erworben, der konsequent seinen künstlerischen Weg geht und dafür bisher im Ausland mehr Beachtung findet als in Deutschland. Gräf schreibt Gedichte, über Gedichte und sucht wiederholt Kooperationen mit Künstlern anderer Sparten. Dieter Gräf erhielt ein Austauschstipendium für das Zentrum für zeitgenössische Kunst Kaliningrad.

Abbildung: Leseprobe aus dem Gedichtband „Weststrand“, erschienen bei Suhrkamp, 2002
  TO Helbig – Pinnow  

geboren 1961 in Frankenberg, Sachsen | ab 1980 autodidaktische Arbeit im bildnerisch-künstlerischem Bereich | seit 1996 Lehrauftrag bei der Kunst- und Musikschule ATARAXIA Schwerin | seit 2000 Mitglied der Künstlergruppe VIER | seit 2006 Vorstandsmitglied im Künstlerbund Mecklenburg – Vorpom- mern e.V. im BBK Deutschland | 2007 Arbeitsstipendium der Hansestadt Rostock | Ausstellungen u.a.: 2003 „Aufgehoben“ mit Ute Laux und Christian Reder, Sommersalon im Kunstverein Wiligrad e.V. Schloss Wiligrad; „Pyra- mide Sieben“ mit Sven Domann, Haus Schwerin, Schleswig-Holstein; „Kleine Kostbarkeiten“, Galerie Urpresse Schwerin; 2004 „Staubige Gelege, Kostbar-keiten und Grundstücke“, Sommerausstellung in der Kirche Gammelin; 2007 „lange weilen“ mit Sven Ochsenreither im Kunstforum Rheinhessen Essen- heim und im Herrenhaus Libnow/Vorpommern; 2008 „Rost“, Galerie „Hinter dem Rathaus“, Wismar | zahlreiche Ausstellungsbeteiligungen u.a. 2007 „Das Künstlerbuch IV“ im Neuen Kunsthaus Ahrenshoop.

TO Helbig ist vorrangig Maler und Objektkünstler, doch seine Arbeitsweisen sind vielfältig: er schafft Malereien und Grafiken, Objekte, Installationen, Texte und mittlerweile auch Künstlerbücher. Im unerschöpflichen Fundus alltäg-licher Begegnungen und Handlungen und im manchmal betörend lauten Durcheinander von Worten, Bildern und Dingen sucht und findet TO Helbig immer wieder einzelne Punkte, die ihm Anlass zur künstlerischen Be- und Verarbeitung geben. Er erhielt ein Austauschstipendium für die Kulturvilla Muramaris Gotland/Schweden.

Abbildung: Ausschnitt aus „Kleine Kostbarkeiten“ Malerei und Collage auf Graupappe, 22 x 15,5 cm, 2002
  Lidia Kalendareva – St. Petersburg  

geboren 1982 in St. Petersburg | 2002-07 Klavier-Studium bei Prof. Bernd Zack an der „Hochschule für Musik und Theater“ in Rostock | ab 2007 Auf- baustudium Klavier | 2008 Musiktheoriestudium an der HMT Rostock | Preise: 3. Preis bei dem internationalen Klavier- und Kompositionswettbewerb „Anton Rubinstein“ in St. Petersburg; 1. Preis bei dem internationalen Kompositions-wettbewerb „ISAM“ in Michelstadt, 4. Preis bei dem internationalen Kompo-sitionswettbewerb „Josef Dorfmann“; 1.Preis und Sonderpreis für die beste Interpretation der dritten Runde beim „Jdenek Fibich Konzert-Melodram Wett- bewerb“ in Prag | Aufführungen ihrer Kompositionen in den USA, Deutsch- land, Israel und Russland | 2007 Komposition von Filmmusik mit Alin Oprea für „Digital Loneliness“ | 2009 Vertonung des Kurzfilms „Bienenstich ist aus“

Lidia Kalendareva begann im Alter von 6 Jahren zu komponieren. Sie ließ sich durch verschiedene Musikstile beeinflussen, wodurch ihre Kompositionen ein vielfältiges Spektrum abdecken (Klassik, Romantik oder moderne Musik, Jazz etc.). In den letzten Jahren hat sie ihre Vorliebe für Film- und Hörspielmusik entdeckt. Während des Kompositionsprozesses begibt sie sich in bestimmte Stimmungen, um durch Musik Geschichten zu finden und durch ihr Werk zu erzählen. Daher rührt ihre Zuneigung und Vorliebe, Musik zu Filmen zu komponieren. Lidia Kalendareva erhielt ein Austauschstipendium für die Kulturvilla Muramaris Gotland/Schweden.

Abbildung: Notenblatt aus der Komposition „Life of the Dead Sea“, 2007

  Wolfgang Kil – Berlin  

geboren 1948 in Berlin I 1967-1972 Architekturstudium in Weimar I 1972-1978 Arbeit als Architekt im Ostberliner Wohnungsbaukombinat I 1978-1982 Chef- redakteur der Zeitschrift „Raum und Farbe“ I seit 1982 freiberuflicher Kritiker, Publizist und Ausstellungsmacher, Schwerpunkte Architektur, Public Design, Kunst am Bau, Fotografie I 1990-1991 Kultur- und Bildredakteur der Zeit- schrift „Sybille“ I 1992-1994 Redakteur der Zeitschrift „Bauwelt“ I Preise und Stipendien u.a.: 1993/2001 Journalistenpreis der Bundesarchitekten-kammer; 1997 Kritikerpreis des Bundes Deutscher Architekten; 2002 Journalistenpreis des Märkischen Presse- und Wirtschaftsclubs I eigene Publikationen u.a.: 1992 Land ohne Übergang. Deutschlands neue Grenze“; 2004 „Luxus der Leere. Vom schwierigen Rückzug aus der Wachstums-welt“; 2008 „Das Wunder von Leinefelde. Eine Stadt erfindet sich neu“ I zahlreiche Buchbei- träge und Zeitschriftenaufsätze u.a. für: Hatje Cantz; Deutsches Architekt-enblatt; Deutsche Bauzeitung; Georgetown University; DIE ZEIT I zahlreiche Vorträge an Universitäten und auf Kongressen im In- und Ausland I lebt und arbeitet in Berlin 

Der Publizist und Autor Wolfgang Kil arbeitet vorwiegend als Fotografie-, Kunst- und Architekturkritiker und ist Herausgeber mehrerer Fotografie-bücher. Als aufmerksamer Beobachter der Umbruchprozesse in Ostdeu-tschland und den ehemals sozialistischen osteuropäischen Nachbarstaaten befasst er sich eingehend mit den dortigen gesellschaftlichen und kulturellen Veränderungen. Auf seinen Reisen sammelt er Interviews, persönliche Aufzeichnungen und Fragmente, um sich, oft in Zusammenarbeit mit Foto- grafen, den Identitäten von Land und Leuten ganz persönlich anzunähern. Seine kritisch-analytischen Beschreibungen und künstlerischen Dokumen-tationen von Zeitgeschichte entwerfen ein differenziertes Bild einer Welt im Wandel. Wolfgang Kil ist als Ehrengast in das Künstlerhaus Lukas eingeladen worden.

Ausschnitt einer Doppelseite aus dem Buch: „Das Wunder von Leinefelde. Eine Stadt erfindet sich neu“, 2008
  Anna Konjetzky - München  

geb. 1980 in München | 2000-2004 Studium an der internationalen Körper-theaterschule Lassaad | Preise und Stipendien: 2006 Germaine Acogny, école des sables, Senegal, Tanzstipendium der Berliner Senatsverwaltung; 2009 Gewinnerin des Wettbewerbs operare der zeitgenössischen Oper Berlin (zusammen mit den Komponisten Daniel Smutny und Volker Staub) | seit 2005 eigene Projekte gefördert vom Kulturreferat der Stadt München, Artbureau München, fond darstellender Künste e.V (u.a.): 2006 „In mir drin – en moi“; 2008 „Tagebuch. Si un jour tu décides de partir“; 2009 „dann still“ | lebt und arbeitet in München

Anja Konjetzky macht Tanztheater, Choreographien und Performances. Die Künstlerin: „Es sind Bilder, Zustände, Worte, Texte, Themen, die mich zu meinen Stücken inspirieren - im Körper der TänzerInnen Zustände, andere Bewußtseinsebenen, Körperqualitäten hervorrufen. In meiner Arbeit geht es immer um das Bei-sich-sein, um die Stimmigkeit eines Körpers im Raum. Der Körper als Reibungsfläche im Kontrast zum Raum, zur Materien. Der Körper als Installation, Bild und Objekt.“ Anna Konjetzky erhielt ein Austauschstipen- dium für das Kultur- und Kommunikationszentrum Klaipeda.


Ausschnitt eines Standbildes aus dem Tanztheaterstück „Tagebuch“, 2008
  Marie-Luise Meyer – Halle/Saale  

geboren 1970 in Haselünne, Emsland I 1990-1993 Töpferlehre in Kempten/ Allgäu I 1993-1999 Studium auf Burg Griebichenstein Hochschule für Kunst und Design Halle/Saale I 2003-2005 Lehrauftrag für Plastik und Keramik an der HKD Burg Griebichenstein I Preise und Stipendien u.a.: 2000 Keramik- preis der Frechener Kulturstiftung; 2003 Arbeitsstipendium der Stiftung Kulturfonds, Berlin; 2006 „Artist in Lab“, Arbeitsstipendium der Kunst-Stiftung Sachsen-Anhalt I Einzelausstellungen u.a.: 2000 Sumiyoshikan Gallery, Kobe/Japan; 2000 "Exitmen", Nishi-Honmachi Intes Building, Take-naka Corporation Design Department, Osaka/Japan; 2001 „Was bin ich“, Galerie Schmidt-Esters, Köln I Ausstellungsbeteiligungen u.a.: 2001 Kunst Köln, Internationale Messe für editionen, Art Brut, Kunst nach 1960 und Fotografie; 2003 Triennale für keramische Kunst, Spiez/Schweiz; 2004 „1st EuCeCo“, Amaroussion/Griechenland; 2006 „Imitationen. Irritationen. Illusionen“, Hetjensmuseum – Deutsches Keramikmuseum, Düsseldorf I lebt und arbeitet in Halle/Saale

Angelehnt an barocke Puppenhäuser, die schrankhoch mit einer Leiter zu besichtigen sind, lässt die Keramikerin Marie-Luise Meyer großformatige Miniaturwelt entstehen. Während ihres Stipendienaufenthaltes möchte sie ein Puppenhaus erschaffen, welches von dem Leben eines einsamen Mannes erzählt, der sich über viele Jahre hinweg mit seinen Eigenarten in diesem Haus eingerichtet hat und seinen Tätigkeiten nachgeht. Dafür fertigt die Künstlerin sehr kleinteiliges Inventar aus Keramik an.

Abbildung: Detail aus „Aufgepfropft“, Installation aus Keramikobjekten, 2007
  Christiane Pagel - Stuttgart  

geb. 1981 in Tübingen | 2005-2009 Studium Schmuck- und Objektdesign an der Hochschule Pforzheim | versch. Praktika Braunschweigisches Landes-museum, Metallrestauration; Lindenmuseum Stuttgart, Restauration von ethnologischen Objekten; Goldschmiede) | Ausstellungen: 2007 Schmuck-museum Pforzheim | lebt und arbeitet in Stuttgart 

Christiane Pagel designt Schmuck und Objekte der Alltagskultur aus überraschenden Materialien und ungewöhnlichen Formen, u.a. Trinkgefäße aus Aluminium oder Leder, Ringe, Broschen und Ketten aus Kunststoff und Metall, Latex und Stahl, Porzellan und Silikon sowie Taschen aus Textil. Christiane Pagel erhielt ein Austauschstipendium für das Kultur- und Kommu-nikationszentrum Klaipeda.

Abbildung: Detail eines Trinkgefäßes aus Aluminium
  Susanne Pomrehn – Berlin  

geboren 1962 in Brunsbüttel I 1986-1995 Studium und Meisterschülerin der Bildenden Kunst an der Hochschule der Künste Berlin I 1993 Studium an der Faculdad de Bellas Artes Pays Basco, Spanien I Preise und Stipendien u.a.: 2005 Projektmittelförderung des Berliner Senats, der Stadtteilkultur Hamburg und des Kulturamts Köln; 2007 Stipendium der Cranachstiftung, Lutherstadt Wittenberg; 2007 Stipendium der Künstlerstätte Schloss Bleckede, Kreis Lüneburg; 2008 Ausstellungsförderung der Stiftung Kunstfonds, Bonn I Einzelausstellungen u.a.: 2004 „Zentrale“, Kunstverein Köln rrh .e.V.; 2005 „Minimalinvasive Handlungen“, Galerie schwarzer gegenwartskunst, Berlin; 2005 „Konstruktionen“, EXIT ART Köln e.V.; 2007 „Intervention XXI“, Kiosk-Shopberlin; 2007„spatial visions“, Fotogalerie Wien, Österreich; 2008 „Das Verspannen von Inseln“ Stadtgalerie im Elbeforum Brunsbüttel I Ausstel-lungsbeteiligungen u.a.: 2003 „Goldrausch“ Künstlerhaus Bethanien, Berlin; 2005 Bestandsausstellung der Kunstsammlung Neubrandenburg; 2007 Salon im D21 Kunstraum Leipzig; 2007 „X-mal Ich“, Sammlung Westermann, Städtische Galerie Fruchthalle Raststatt I lebt und arbeitet in Berlin 

Susanne Pomrehn arbeitet während ihres zweimonatigen Projektstipendiums im Künstlerhaus Lukas an ihrer wandfüllenden FotoSchnittCollage „Little Universe“, die im Anschluss an ihr Stipendium im Neuen Kunsthaus Ahrens- hoop gezeigt wird. In „Little Universe“ beschäftigt sich Susanne Pomrehn mit der urbanen und sozialen Struktur des ländlichen Raums um Ahrenshoop. Dazu untersucht die Künstlerin mit einer fotografischen Ortserkundung den Strukturwandel durch den Wegzug der jungen Generation und das dadurch entstandene Verhältnis zwischen Gebäuden und Menschen, welche sie in ihre Arbeit mit einbezieht. Durch das Ausschneiden und Neuanordnen ein- zelner Bildelemente entsteht eine ornamentale Foto- decke ähnlich einem traditionellen Spitzentuch, die die festgehaltenen Eindrücke in einer starken Spannung zwischen Nah- und Fernsicht visua-lisiert. Für den Betrachter entstehen „ästhetische Geschichten“, die sich je nach Distanz aus indivi-duellen Details oder kollektiven Erinnerungsstücken bzw. -lücken ausbreiten.

Abbildung: Detail aus „Kölner Thron“, Installation, 2005
  Romana Schmalisch – Berlin  

geboren 1974 in Berlin | 1995 Studium an der Hochschule der Künste Berlin, 2000 Hunter College, New York, USA; 2001 Surikov-Institut, Moskau, GUS; 2002 MFA, Hochschule der Künste bei Prof. K. Sieverding; 2006/07 Resear- cher Fine Art, Jan van Eyck Akademie, Maastricht | Preise und Stipendien u.a.: 2004 DAAD Stipendium, Paris; 2005 Künstlerinnenprogramm, Filmför-derung der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Berlin; Goldrausch Künstlerinnenprojekt art IT Berlin; 2007 Karl-Hofer-Gesell-schaft Art Award, Berlin | Ausstellungen u.a.: 2005 „reading in absence“, dreizehnzwei, Wien; 2006 „Two Steps Back Till Unrise“ (mit Nina Könne-mann), Casco, Utrecht; 2007 „Radiation. An Alien Revue“ (mit Rober Schlicht), Performance im STUK Theater, Leuven; „Future Cities“, Wilhelm Lehmbruck Museum, Duisburg; 2008 „Drehort Zukunft“, Uqbar, Berlin; „Il braccio di Lucifero si pone 645 1/3 braccia“, Galerie Karin Günther, Hamburg | lebt und arbeitet in Berlin

Romana Schmalischs Arbeiten bewegen sich zwischen Film, Installation, Skulptur und Performance. Städte, Gebäude, Häuser, Orte und Unorte sind die bewegungslosen Akteure ihrer Filme oder Räume, die durch politische bzw. architekturgeschichtliche Einschreibungen bestimmt worden sind. Dabei vereint sie nicht nur Medien und Materialien unterschiedlicher Herkunft, sondern auch Dokumentarismus und Fiktionen. Romana Schmalisch erhielt ein Austauschstipendium für das Zentrum für Zeitgenössische Kunst in Kaliningrad.

Abbildung: „Modell“, „Glasstadt III“, „Weg zum Klub. Erholung durch Kultur“, Mixed Media/DV, 11 Min., 2007
  Helmut Zapf – Zepernick  

geboren 1956 in Rauschengesees/Thüringen I 1974-1979 Studium der Kirchenmusik (Orgel, Kontrapunkt und Tonsatz) an der Thüringer Kirchen-musikschule Eisenach und der Evangelischen Hochschule für Kirchenmusik Halle/Saale I 1979-1982 tätig als Kantor und Organist in Eisenberg/Thüringen I 1982-1986 Meisterschüler an der Akademie der Künste der DDR, Berlin I seit 1987 bzw. 1990 Lehrbeauftragter für Tonsatz, Gehörbildung und Komposi- tion an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin und der Musikschule Friedrichshain-Kreuzberg I seit 1994 künstlerische Leitung des Wettbewer- bes und Förderkurses „Jugend komponiert“ an der Musikakademie Rheins- berg I Preise und Stipendien u.a.: 1994 Arbeitsaufenthalt im Schweizer-ischen Zentrum für Computermusic in Zürich; 1994 Ehrengast der Villa Massimo, Rom; 1997 Arbeitsstipendium an der Cité des Arts, Paris; 2003 1. Preis beim internationalen Kompositionswettbewerb der Thüringisch/Hes-sischen Sparkassen Stiftung; 2005 Stipendiat der Akademie der Künste, Berlin an der Villa Serpentara in Olevano Romano I Veröffentlichungen u.a.: 1996 Deutscher Musikrat: Edition Zeitgenössische Musik – Helmut Zapf; 2000 LeiseLaute (Elektroakustische Musik); 2008 Das goldene Kalb I lebt und arbeitet in Zepernick

Helmut Zapf arbeitet während seines Aufenthaltes im Künstlerhaus Lukas an einem neuen Zyklus der Kammermusik. Die Kompositionsreihe „Recover“ soll den Wiederaufführungswert einer Musik und ihren Wiedererkennungseffekt insbesondere reflektieren und einbeziehen. So werden Kompositionen für ein bis drei Soloinstrumente in verschiedenen Fassungen entstehen und damit auch verschiedene Interpretationen durch den Komponisten selbst. Entschei- dend an dieser Arbeit soll sein, dem Hörer die zeitgenössische Musik und ihre Ungewöhnlichkeiten auf Einfachste zu öffnen und zugänglich zu machen.

Abbildung: Notenblatt aus „ALBEDO VI“, 2002
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