August

  LANDSCAPE OF ABSENCE  

eine interaktive Ausstellung mit Aktionen im Außenraum. Im Rahmen eines Workshop-Stipendiums am Künstlerhaus Lukas werden Melina Weissenborn des Künstlerinnenduos Stiller und Hauke Altmann vom Graffiti Research Lab Germany mit dem Stück Landscape of Absence eine Kooperation eingehen. Während das Leipziger Duo Stiller künstlerische Formen mittels Video, Performance und Installation erforscht, die alltägliches Material in emanzipatorische Zusammenhänge bringen, ist das Berliner Medienkunstkollektiv GLRG auf partizipative Projekte im urbanen Raum spezialisiert und entwickelt Open Source-Technologien zu deren Umsetzung. Grundlage der Kooperation bildet Stillers 2-Kanal Videoarbeit Landscape of Absence, mit der Stiller die Beziehungs- und Kommunikationslosigkeit zwischen weiblichen Filmfiguren innerhalb der westlichen Filmgeschichte bearbeitete. Ziel der Kooperation ist die Übersetzung der für den Ausstellungsraum konzipierten Arbeit in den öffentlichen Raum. 

Die 1983 geborene Melina Weissenborn lebt in Leipzig als Künstlerin und leidenschaftliche Kritikerin. Derzeit arbeitet sie zudem an einem Programm für künstlerischen Austausch mit dem Nordirak, ist Redakteurin in der outside the box – Zeitschrift für feministische Gesellschaftskritik und war Mitbetreiberin der Projekt- und Hörgalerie A und V, Leipzig. Nach ihrer Lehre als Zimmerin studierte sie Medienkunst an der Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) in Leipzig und an der Bezalel Academy of Arts and Design/Hebrew University Jerusalem. Das Graffiti Research Lab Germany (GRLG) ist ein Berliner Medienkunstkollektiv, das auf partizipative Projekte im öffentlichen Raum spezialisiert ist und Open Source-Technologien zu deren Umsetzung entwickelt. Der 1973 geborene Hauke Altmann vom GRLG ist Diplom Medieninformatiker, Fachrichtung Softwaretechnik und ausgebildeter Kommunikationselektroniker, Fachrichtung Telekommunikationstechnik. Er war Mitgründer der deutschen Sektion des international aktiven Graffiti Rersearch Labs im Jahr 2008.


Abbildung: Ausschnitt eines Fotos des „Light Rider“ (oben) – ein Vehikel für mobile Projektionen (unten) im Stadtraum konzipiert vom Graffiti Research Lab Germany

www.graffitiresearchlab.de
  YOU ARE A WEAPON!  

Das Kollektiv Frauen und Fiktion zeigt den aktuellen Arbeitsstand ihrer entstehenden Produktion You Are A Weapon!, die im Herbst/Winter 2018 Premiere feiert. Frauen und Fiktion sind Forscherinnen. An der Grenze von Theorie und Performance eröffnen sie neue Räume für Gedankenexperimente zum Thema Frau-Sein. Die künstlerische Praxis ist dabei ein Prozess, der uns und den Zuschauenden neue Erfahrungen verschaffen soll, die uns verändern. In ihrer schweißtreibenden Performance porträtieren die Theatermacherinnen Angreiferinnen. Sie erzählen aus dem heiklen Gebiet von Gewalt, wie sie gelernt haben, sich selbst zu verteidigen. Sie berichten von ihren Ohnmachtserlebnissen, ihren Vorbildfiguren und ihrer Selbstermächtigung. Intensive Körpertrainings sowie biografische Interviews mit Expertinnen (Selbstverteidigungs-Trainerinnen, Polizistinnen, Verbrecherinnen) bilden die Basis für ihre performative Auseinandersetzung. In You Are A Weapon! gleichen Frauen und Fiktion Lebensrealität, erlernbare Techniken, Ausnahmefiguren sowie theoretische Diskurse zum Thema Gewalt miteinander ab und verhandeln das Thema Frau-Sein kritisch.



Abbildung: Ausschnitt aus der Performance „LUST“, 2016


www.frauenundfiktion.de
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