April

  Emil Bosse (Köln) – Preisträger „Master of Slam 2017“
Franziska Hauser (Berlin) – Mentor „Master of Slam 2017“
 

Emil Bosse wurde 1992 in Essen geboren und íst der Preisträger des bundesweiten Wettbewerbs „Master of Slam“ der Studieren-mit-Meerwert Kampagne 2017. Der Wettbewerb wird jährlich vom Literaturhaus Rostock in Kooperation mit dem Landesmarketing MV ausgerichtet. Der Hauptpreis des Wettbewerbs ist ein Arbeitsaufenthalt im Künstlerhaus Lukas. Emil Bosse lebt und arbeitet als Lyriker und Slam Poet im Ruhrgebiet. Derzeit studiert er Pädagogik, Germanistik und Ästhetik an der Universität zu Köln. Seine Arbeit wird während seines Aufenthaltes im Künstlerhaus Lukas von der 1975 in Berlin geborenen Autorin und Fotografin Franziska Hauser fachkompetent betreut. Zum Tag der offenen Tür wird er einen Einblick in seine Textfindungen und Vortragsweise geben.

Abbildung: Emil Bosse bei seinem Auftritt beim
„Master of Slam 2017“ im Literaturhaus Rostock

  Sven Daigger (Berlin) – Komposition  

Sven Daigger arbeitet mit wandernden Klangflächen, akustischen Täuschungen, in denen nicht die Abstraktion und Komplexität zählen. Vielmehr legt er den Fokus auf „die Sache“ wie mit einem Vergrößerungsglas eines neugierigen Klangforschers, in die er u.a. eine Auseinandersetzung mit Zeitgenossen einbezieht. Der 1984 in Eberbach am Neckar geborene, in Heidelberg aufgewachsene und in Berlin lebende Komponist komponiert Werke für Musiktheater, Orchester, Kammer-, Tanz- und Vokalmusik. Er studierte Komposition bei Peter Manfred Wolf, Adriana Hölszky und Wolfgang Rihm sowie Musiktheorie bei Birger Petersen und Jan Philipp Sprick an der Hochschule für Musik und Theater in Rostock, an Musikhochschulen in Salzburg und Karlsruhe. Seine Werke werden im In- und Ausland aufgeführt, u. a. am Gewandhausorchester Leipzig, der Staatsoper Hamburg, dem Heidelberger Frühling oder den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern.



Abbildung: Notenblatt aus „Meeresbrandung“
nach einem Gedicht von Christian Morgenstern für Orchester


www.svendaigger.de
  Margit Elmelund (Tommerup/Dänemark) – Grafik  

Margit Elmelund ist Malerin und Druckgrafikerin. Dabei lässt sie sich in ihren abstrakten wie auch figürlichen Farbexplosionen von zuvor festgelegten Themen und gleichzeitig von Farben, Figuren oder Landschaften inspirieren. Die Austauschstipendiatin der Grafiske Verkstad Odensee/Dänemark arbeitet auch gern in Gruppenprojekten. Grafische Techniken wie Kollografie, Radierung, Polyesterdruck oder Lithografie vermischt sie mit fließenden Farben, in die sie ihre Figurenwelt einbettet. Zuletzt interessierte sie thematisch das Selbstbewusstsein der Frauen in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts und deren Bedeutung in einem Heute. Die 1961 im dänischen Født geborene und auf der dänischen Insel Fynen arbeitende Künstlerin studierte nach einer Lehrerausbildung an der Aarhus Academy of Arts, an der Pårup School of Arts in Dänemark.

Abbildung: Ausschnitt einer Arbeit aus der Serie „Vintage portrætter“,
Mischtechnik, 30 × 34 cm, 2016


m-elmelund.dk
  Olli Heikkonen (Helsinki/Finnland) – Lyrik  

Olli Heikkonen und Ahrenshoop sind eng verbunden. Neben mehreren Projektbeteiligungen im Neuen Kunsthaus erhielt der 1965 im finnischen Kontiolahti geborene und in Helsinki wohnende Schriftsteller zum dritten Mal ein Stipendium im Künstlerhaus Lukas. Starke Rhythmen, intensive oft der Natur seines Heimatlandes verbundene Bilder und detaillierte Beschreibungen machen seine Gedichte zu einem Leseerlebnis. Bereits seine erste Gedichtsammlung unter dem Namen Jakutian aurinko (The sun of Yakutia), das sich mit der Erkundung eines imaginären Sibiriens beschäftigte, wurde 2000 mit dem Preis der finnischen Zeitung Helsingin Sanomat für das beste erste Buch ausgezeichnet. Die mehrmaligen Aufenthalte in Ahrenshoop inspirierten den Lyriker dazu, seine Gedichte auch hier der Natur oder dem besonderen Waldstück „Ahrenshooper Holz“ zu widmen. Die Gedichte des Autors wurden bisher in 19 Sprachen übersetzt und vielfach veröffentlicht.

Abbildung: Ausschnitt einer Leseprobe eines Gedichtes aus „Ahrenshooper Holz“, 2017
  Künstlergruppe Gentle Women (Kaliningrad/Russische Föderation) – Tanz/Performance  

Die Künstlergruppe Gentle Women wurde 2008 von Alexandra Artamonova und Evgeniia Lapteva gegründet und arbeitet mit Aktion, Performance, Foto, Video und Poesie. Das Anliegen der Gruppe ist eine Untersuchung der aktuellen Hochzeitsrituale und ihre Transformation in Contemporary Art – als symbolische Geste, die jeweils auf lokalem, regionalem Material basiert. Zu Anfang  ihrer Gründung interessierte sie allein der Hochzeitskitsch – ohne die Bedeutung und Gründe zu hinterfragen. Bald wurde die Transformation und Parodie des traditionellen russischen Hochzeitsrituals durch die Erfindung von Ritualen ersetzt, die auf dem natürlichen und historischen Erbe von Kaliningrad-Koenigsberg, darunter der „jungfräulich“ lebende Philosoph Kant, und dem ehemaligen Ostpreußen beruhten. Beide 1987 geborenen und in Kaliningrad lebenden Künstlerinnen studierten an der Immanuel Kant  Russian State University und dem PRO ARTE Institute. In mehreren Gruppenausstellungen zeigten sie ihre Aktionen und Videos, u.a. „Black gold“ in der Kukhny gallery/St. Petersburg und 2008 „Interfest: short circuit“ auf Schloss Insterburg in Chernyakhovsk (Kaliningrader Region). Sie sind als Austauschstipendiatinnen des Zentrums für Zeitgenössische Kunst Kaliningrad zu Gast im Künstlerhaus Lukas.

Abbildung: Ausschnitt aus „Молоко для Веры / Milk for Vera“, Performance, 2015

gentlewomen-art.blogspot.com
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